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Otello

Fotogallerie für Otello - Insgesamt 5 Fotos.

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Podrobný obsah

Sturm vor Zyperns Küste. Die venezianische Flotte unter ihrem Befehlshaber Otello scheint dem Untergang geweiht. Die Küstenbewohner bangen mit den in Seenot geratenen Männern. Bis auf einen. Dieser wünscht, dass Otello der Meeresschlund verschlinge: Fähnrich Jago. Kaum ist der Wunsch ausgesprochen, gibt das Meer die Flotte frei. Als Sieger betritt Otello, der auch Statthalter Venedigs auf Zypern ist, das Land und kündet von der gegen die Türken gewonnenen Schlacht. Das Volk jubelt. Jago handelt. Was den Naturgewalten nicht gelang, wird er zu Ende bringen. Dazu entfacht er einen Orkan der Eifersucht.
Als erstes verbündet er sich mit dem venezianischen Edelmann Rodrigo, der in Otellos Gattin Desdemona verliebt ist. Sie setzen Hauptmann Cassio unter Alkohol. Berauscht provoziert der seinen Vorgesetzten. Lärm wird geschlagen. Otellos Nacht mit Desdemona ist gestört. Nun beeinflusst Jago Cassio, Desdemona um Fürsprache bei Otello zu bitten. Er sorgt jedoch dafür, dass der Eifersüchtige die Beiden beobachtet. Als Desdemona Otello um Gnade für Cassio bittet, glaubt dieser an das ihm von Jago eingeflüsterte Verhältnis beider.
Desdemona versteht Otellos Misstrauen nicht. Ihr Taschentuch fällt zu Boden. Jagos Frau Emilia nimmt es an sich. Jago wiederum nimmt es ihr ab und versteckt es bei Cassio. Jago verwickelt Cassio in ein Gespräch über eine Hure. Zuvor hat er dafür gesorgt, dass Otello das Gespräch belauscht. Otello nimmt an, dass von Desdemona
die Rede ist und entdeckt ihr Taschentuch bei Cassio.
Trompeten künden von der Ankunft des venezianischen Gesandten Lodovico. Otello und Jago planen Desdemonas Tod. Der Gesandte ruft Otello nach Venedig zurück und Cassio wird als Otellos Nachfolger auf Zypern bestimmt. Otello stellt Desdemona in aller Öffentlichkeit bloß. Jago gibt Rodrigo den Auftrag zur Ermordung Cassios. Otello beschuldigt Desdemona des Ehebruchs und tötet sie in ihrem Schlafgemach.
Da kommt Emilia. Sie bringt die Nachricht von der Ermordung Rodrigos durch Cassio und klärt die Intrige auf. Otello nimmt sich das Leben. Jago flüchtet. Der Gewinner scheint Cassio zusein – unberührt von Machthunger und Liebe.
Der verdeckte Sieger heißt Jago: In seinem Netz, das er um die Schwächen und Leidenschaften der anderen spann, haben sich alle verfangen. »Otello« ist Giuseppe Verdis vorletzte Oper, es folgte nach deren Uraufführung am 5. Februar 1887 in Mailand nur noch »Falstaff« – mit dem 1847 uraufgeführten »Macbeth« seine dritte Oper nach einem Drama von William Shakespeare. Verdis Otello durchlebt seinen konsequenten Niedergang zwischen dem grandiosen Sieg über die Hölle der Elemente und dem stillen Sterben an der Seite der ermordeten Frau. Mit »Evviva!« (Hoch!) wird er empfangen, «Esultate! » (Freut euch!) ruft er zurück. Zu diesem Zeitpunkt sieht er die Welt mit seinen Augen.
»Otello fu.« (Otello war.). Das weiß er, als Lodovico ihn neben Desdemonas Leiche entwaffnet. «Un bacio ancora …» (Einen Kuss noch …) beschwört er sterbend seine Liebe zu Desdemona. Er hatte den Blick für die Wirklichkeit in jenem Schein verloren, den Jago schuf.
Das musikalische Drama »Otello« wurde zum Höhepunkt der italienischen Oper des
19. Jahrhunderts, Jago zum Menschen eines 1887 noch ausstehenden Zeitalters. «Jago müsste Gutes wie Böses mit der gleichen Gelassenheit aussprechen, so als denke er gleichzeitig an ganz etwas anderes. Machte ihm jemand den Vorwurf, er tue oder sage etwas Niederträchtiges, müsste er überrascht antworten: ‹So? Wirklich? Das habe ich nicht gewusst, doch sprechen wir von etwas anderem …›.» (Verdi) Mezza voce, mit mittlerer Stimme, wird die Figur geführt. Sachlich, analytisch, unberührt – ein Mann mit Selbstvertrauen.

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Fotogalerie

Staatsopernchor| Otello|© Matthias Creutziger

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