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La cenerentola / Aschenputtel

Fotogallerie für La cenerentola/ Aschenputtel     - Insgesamt 5 Fotos.

Melodramma giocoso in zwei Akten von Gioachino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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1. Akt

In seinem prächtigen, jedoch stark verfallenen Landsitz lebt der verarmte Don Magnifico Montefiascone mit seinen beiden Töchtern Clorinda und Tisbe und seiner Stieftochter Angelina, die alle Arbeiten im Haus verrichten muss, ständig erniedrigt wird und deshalb nur Cenerentola, Aschenputtel, genannt wird. Während der Baron noch schläft, sind Clorinda und Tisbe bereits erwacht. Die eine beginnt ihr allmorgendliches Training an der Ballettstange, die andere putzt sich heraus. Cenerentola sitzt bei ihrer Arbeit am Herd und singt ein altes Lied.
Damit erregt sie den Zorn ihrer beiden Schwestern. Alidoro, Philosoph und Erzieher des Prinzen Ramiro, erscheint in der Verkleidung als Bettler. Er sucht für seinen Herrn, der bisher noch unvermählt ist, eine passende Braut und glaubt sie hier im Hause des Don Magnifico zu finden. Clorinda und Tisbe wollen den »Bettler« sofort aus dem Haus haben. Cenerentola bietet ihm ein Frühstück an, sehr zum Unmut ihrer Schwestern.
Kavaliere des Prinzen kündigen die baldige Ankunft Ramiros an, der die Töchter in sein Schloss einladen will, sie zum Ball führen und dann die Schönste von ihnen zu seiner Braut wählen möchte.
Clorinda und Tisbe sind schon im Vorgefühl ersehnten, kommenden Glücks. Sie treiben Cenerentola, ihnen Schmuck und Kleider zu bringen, um in Schönheit erstrahlen zu können. Der vom Steit erwachte Don Magnifico ist erbost, dass seine Töchter ihm einen wundervollen Traum zerstört haben: Er glaubt, bald sei die Zeit gekommen, wo er seinen Stand wieder aufwerten könne.
Als die Töchter vom Vorhaben des Prinzen berichten, sich eine Braut zu wählen, erkennt Don Magnifico seine Chance, aus der Not herauszukommen. Er gibt seinen leiblichen Töchtern Ratschläge, wie sie den Prinzen für sich gewinnen könnten. Alle gehen, um sich schön zu machen.
Geführt von Alidoro betritt Prinz Ramiro die Behausung Don Magnificos. Auf Anraten seines Erziehers hat er mit seinem Kammerdiener Dandini Kleidung und Rolle getauscht, um die künftige Braut besser prüfen zu können. Cenerentola lässt beim Anblick des ihr Unbekannten die Kaffeetasse fallen. Beide sind voneinander fasziniert und verzaubert.
Der wahre Kammerdiener, Dandini, erscheint mit großem Pomp. Welch ein Vergnügen für ihn, einmal den Prinzen spielen zu können! Clorinda und Tisbe sind von diesem falschen Prinzen wahrhaft begeistert. Sie durchschauen das Spiel nicht und jede versucht, ihn für sich zu gewinnen. Dandini lädt in seiner Rolle als Prinz Clorinda und Tisbe mit ihrem Vater zum Fest in das Schloss ein. Die Mädchen brechen mit ihren Kavalieren dahin auf.
Cenerentola muss ihrem Vater bei seinen letzten Vorbereitungen zu seinem Auftritt im Schloss zu Diensten sein. Sie möchte auch mit zum Fest. Ihre Bitte wird brüsk abgeschlagen. Da erscheint aufs Neue Alidoro und schlägt vor Don Magnificos Augen ein Register-Buch auf, in dem verzeichnet steht, dass Don Magnifico drei Töchter habe. Der stellt sich unwissend und behauptet dann, die dritte sei gestorben. Cenerentola begehrt auf. Gerade können Dandini und Ramiro noch verhindern, dass sie Schläge erhält. Doch zum Fest darf sie nicht mitkommen. Nunmehr gibt sich Alidoro Cenerentola zu erkennen. Er wird sie ins Schloss geleiten.
Im Schloss des Prinzen Ramiro angekommen, ernennt der falsche Prinz Dandini Don Magnifico zum Kellermeister. Während er sich in den fürstlichen Weinkeller begibt, umschwirren Clorinda und Tisbe den vermeintlichen Prinzen. Don Magnifico hat unterdessen schon dreißig verschiedene Weinsorten aus dem Weinlager des Prinzen gekostet.
Dandini und Ramiro haben erkannt, dass Clorinda und Tisbe für eine Ehe mit dem Prinzen und für den Thron nicht geschaffen sind. Dandini erklärt ihnen, dass er zwei Schwestern gleichzeitig nicht heiraten könne. So will er die eine seinem Freund zur Frau geben. Einem Kammerdiener? Beide protestieren. Der echte Prinz ist darüber glücklich. Er braucht keine der beiden zu nehmen.
Alidoro führt eine unbekannte, verschleierte Dame zum Fest. Ihr Auftritt erregt Erstaunen und Bewunderung. Als die Schöne sich entschleiert, stellen Don Magnifico und seine Töchter fest, dass diese Dame Cenerentola sehr ähnlich sieht. Doch der Zweifel bleibt: denn Cenerentola sitzt ja zu Hause am Herd und besitzt nur Lumpen. Wie alle ist auch Ramiro von der Erscheinung entzückt.
Fürstliche Tafelfreuden sind angerichtet. Doch bevor es zu Tische geht, fühlen alle unter der oberflächlichen Freude ein drohendes Unbehagen.

2. Akt

Ramiro geht die schöne Unbekannte, die dem Mädchen aus der Asche gleicht, nicht mehr aus dem Sinn. Er sieht, wie der falsche Prinz um sie wirbt. Doch Cenerentola weist Dandini ab. Sie erklärt ihm, dass sie schon den Kammerdiener liebe. Ramiro ist erleichtert und erfreut. Auch Alidoro ist es zufrieden. Cenerentola ist jedoch noch nicht zu einer sofortigen Verbindung mit dem immer noch incognito bleibenden Ramiro bereit. Erst soll er sie in ihrer täglichen Umgebung suchen und finden. Als Wiedererkennungszeichen gibt sie ihm einen Armreif. Wenn er bei ihr einen gleichen sehe und sie ihm dann noch gefalle, wolle sie ihm gehören.
Dandini wird aus seiner Prinzenrolle entlassen und ist wieder Kammerdiener. Er muss nun Don Magnifico darüber aufklären, dass er in Wahrheit nicht der Prinz ist. Der Vater wartet schon ungeduldig auf das Ergebnis der Brautwahl. Nun ist er empört und wie vom Schlag getroffen: »Die ganze Stadt wird über mich lachen!«
Cenerentola ist wieder zu Hause, schaut auf den Armreif und denkt an den, dem sie das Gegenstück gab. Die Familie kehrt aus dem Schloss zurück und bemerkt erneut die Ähnlichkeit zwischen Cenerentola und der unbekannten Schönheit im Schloss.
Ein Gewitter zieht auf. Alidoro inszeniert einen Unfall und die Kutsche des Prinzen stürzt vor dem Hause um. Dandini und der Prinz müssen hier Zuflucht suchen. Cenerentola soll sofort den Ehrensessel für den Prinzen bringen. Noch immer hält sie Dandini für den echten Prinzen. Ihr Vater offenbart ihr die Wahrheit. Prinz Ramiro entdeckt bei ihr den gesuchten Armreif. Alle geraten außer Fassung.
Der Prinz wirbt um das Mädchen aus der Asche, voller Verachtung tritt er den Schwestern und Don Magnifico gegenüber. Aber Cenerentola bittet um Verzeihung für ihre Familie, die ihr auch gewährt wird. Alle sind von der triumphierenden Herzensgüte gerührt und Cenerentola ist überglücklich. Nun kann die Hochzeit sein.

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Roxana Incontrera (Clorinda), Angela Liebold (Tisbe), Anke Vondung (Angelina), Ugo Guagliardo (Alidoro), Herren des Sächsischen Staatsopernchores Dresden|La cenerentola|© Matthias Creutziger

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La cenerentola/ Aschenputtel
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