Auf der Flucht vor Gläubigern, auf dem Schiff von Riga nach Paris, hatte Wagner, wenn man der Geschichte Glauben schenken mag, bei stürmischer See die Idee zum »Fliegenden Holländer«. Mit seiner Komposition wollte er in der französischen Hauptstadt den Durchbruch schaffen, erlebte aber stattdessen eine Zeit größter materieller Sorgen und persönlicher Demütigungen. Eine Wende der Misere brachte erst die Uraufführung des »Rienzi« 1842 an der Dresdner Hofoper, dem ein Jahr später »Der fliegende Holländer« folgte. mehr...
Anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner führt ein Richard-Wagner-Geocache der Semperoper Dresden Opernfreunde und Schatzsuchende auf die Fährte des Komponisten in Dresden.
Geocaching ist ein beliebtes Spiel für alle Generationen, das dem Prinzip der Schnitzeljagd folgt. An die Stelle der altbekannten Pfeile treten dabei Koordinatenangaben, zu denen sich der Suchende mithilfe eines GPS-Geräts oder Smartphones leiten lassen kann. Hinter jeder Koordinate verbirgt sich im Fall des Multicaches »Auf den Spuren Richard Wagners« der Semperoper eine alte Wohn- und Arbeitsstätte des Komponisten, eine Bar oder ein Hotel, in denen er einkehrte, oder ein Denkmal oder eine Straße, die seine Freunde und Bekannten ehren. Bei jeder Station gibt es etwas zu knobeln oder zu finden – Informationen, die den Mitspieler am Ende zum Ort des Schatzes führen. Ist dieser gefunden und geborgen, kann sich der Spieler in einem sogenannten Logbuch eintragen und damit an einer von drei Verlosungen der Semperoper teilnehmen: Während des Wagnerjahres sind zweimal zwei Tickets für eine Vorstellung des Wagnerprogrammes zu gewinnen sowie nach Ablauf des Jubiläums zwei Tickets für eine Vorstellung nach Wahl.
Benötigt wird hierfür lediglich eine kostenlose Registrierung auf der Internetplattform www.geocaching.com, wo die exakte Beschreibung des Caches einzusehen ist, sowie ein GPS-Gerät oder Smartphone, um dem Weg der angegebenen Koordinaten folgen zu können. Zur Einstimmung geht's hier zum Youtube-Video mit Richard Wagner.

Eine Chorstimme für Bass, handschriftlich zu Papier gebracht für die Uraufführung des »Fliegenden Holländer« im Jahr 1843, wird seit jener Zeit vom Notenarchiv der Semperoper Dresden verwahrt. Nachdem die Chorstimme nach dem Jahr 1967 ihrem gedruckten Pendant weichen musste, erhält sie nun ihren nächsten Einsatz – als Juni-Exponat der Jahresausstellung »Wandel und Wechsel liebt, wer lebt« in den Vestibülen der Semperoper.
Der damalige Sänger füllte möglicherweise das Tacet des zweiten Aktes mit der kreativen Dekorierung des Blattes mit einem Zweimaster in dunklem Violett, die rosa Segel im Wind gebläht. Ihm entgegen segelt ein zweites Schiff mit holländischer Fahne – auf ihm der Holländer, die Hand zum Gruß erhoben.

Die Magie der Semperoper, die jede Aufführung und jedes Gewerk hinter der Bühne täglich verströmen, ist für gut zwei Wochen auch in der Altmarktgalerie zu spüren: Vom 6. bis 22. Juni gibt eine Ausstellung Einblick in die Berufe und Fertigkeiten an der Oper. Sie zeigt, wie Glaspaläste auf der Bühne entstehen, wie Zepter und Vogelmaske in liebevoller Detailarbeit angefertigt werden und was nötig ist, damit das Tütü sitzt und der Schuh, ob Teufelshuf oder Soldatenstiefel, nicht drückt. Neben besonders kunstvollen Objekten aus Requisite, Maske, Kostüm- und Bühnenbildwerkstatt bringen Szenenbilder und eine Hörlounge den Besuchern der Altmarktgalerie das benachbarte Opernhaus noch näher. Und weil die Magie von Theater und Oper live am größten ist, treten Künstler der Semperoper zu bestimmten Terminen auch auf den Bühnenbrettern der Altmarktgalerie auf. Der Clou für die Besucher: Sie erhalten für ausgewählte Vorstellungen besonders günstige Kartenangebote. Am 22. Juni um 17 Uhr treten noch einmal Künstler der Semperoper auf.
Nichts könnte dem Liebesglück von Julia und Licinius mehr entgegenstehen, als der junge Heerführer nach errungenem Sieg über die Gallier endlich nach Rom zurückkehrt. Schließlich war er nur für seine Julia in die Schlacht gezogen. Nun muss er erkennen, dass sie inzwischen als Priesterin der Vesta ein Keuschheitsgelübde abgelegt hat, auf dessen Bruch der Tod steht. Als ihr heimliches Treffen entdeckt wird, soll Julia lebendig begraben werden. Licinius gibt sich öffentlich zu erkennen, um statt ihrer bestraft zu werden. Julia jedoch leugnet ihre Liebe und ist bereit zu sterben. mehr...
Für den erkrankten Wookyung Kim übernimmt die Partie des Erik in der Premiere von »Der fliegende Holländer« am 15. Juni sowie in den Vorstellungen am 19. & 28.Juni 2013 Will Hartmann.
Der Musiker Jarii van Gohl hat für einen SoundKalender ein Lied der Semperoper komponiert, das ausschließlich aus Geräuschen entstand, die im Opernhaus zu hören sind beziehungsweise mit ihm erzeugt werden können wie Türklappen, Publikums-, Druck-, Schließ-, und Schlaggeräusche. Hinzu kommen Geräusche: Mit Händen, Drumsticks und Geigenbogen werden Gegenstände wie ein Perkussionsinstrument gespielt und aufgenommen. Im Juni ist das Lied an einer Soundbox im Foyer der Semperoper zu den Vorstellungs- und Führungszeiten per Kopfhörer anzuhören.
Zwölf Dresdner Gebäude hat van Gohl im SoundKalender vertont und zu musikalischen Kalenderblättern verarbeitet. In anderen Monaten zu erleben sind zum Beispiel auch die Frauenkirche, das Militärhistorische Museum, der Kulturpalast, das Staatsschauspiel Dresden, das alte Wettbüro, das Deutsche Hygiene-Museum und im November die Gläserne Manufaktur von Volkswagen Dresden.