
Opernduo von Martin Hecker
Dinner for One
Text von Lauri Wylie
Der Narr im Waisenhaus
Text nach Gerhard Branstner
Uraufführung am 05. März 2010
| 12.03.2010 | Freitag | 20:00 | ||
| 14.03.2010 | Sonntag | 20:00 | ||
| 18.03.2010 | Donnerstag | 20:00 |
Es brauchen nur ein paar Namen zu fallen: Miss Sophie, James, Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom – schon beginnt im wahrsten Sinne des Wortes der Film, der, zum Jahreswechselritus geworden, urkomische Bilder und Aktionen zwischen lebenden und bereits verschiedenen Personen präsentiert. Martin Hecker zieht nun vom Medium Film in die Oper, folgt der Handlung, wandelt sie dabei doch und haucht den Figuren etwas mehr Existenz ein, die im Film als nur anwesend behauptet wird.
Den Ausgangspunkt bildet eine WG-Party, auf der man sich das wohl bekannte Fernsehspiel «Dinner for One» angeschaut hatte und nun ein eigenes Filmprojekt daraus entsteht: unkonventionell, erfindungsreich und ganz anders als vom Fernsehen bekannt. Alles, was für den Dreh benötigt wird, findet sich in der WG-Küche. Anfangs sind alle Gäste noch real zu Gast bei Miss Sophie, doch später verlassen sie die Spiel-Ebene und sind nur noch zu hören. Mit Fortschreiten des Stückes wandelt sich die Kommunikation zu einer skurrilen Unterhaltung.
Quasi auf der nächsten Party wird die Idee der Projektübertragung von den selben Teilnehmern auch auf «Der Narr im Waisenhaus» bezogen. Das Stück folgt dem gleichnamigen Prosatext und seiner dramatischen Fassung «Meuterei im Narrenhaus» von Gerhard Branstner. Eine Verwechslung ist Auslöser für eine Verkettung von unglücklichen Um- und Zuständen, die zu einer völligen Verwirrung der Beteiligten führt.
Ein Buchhalter, geplagt von Gedächtnislücken, wird statt in eine entsprechende Klinik in eine «Roboterwerkstatt» eingeliefert – das Problem ist nur, dass die dortigen «Patienten» täuschend echt humane Züge haben: Es sind Maschinenmenschen. Der Buchhalter plant seine Befreiung aus seiner unfreiwillig gewählten Situation, doch bald kennen sich weder Klinikleitung, der Buchhalter selbst und die auf Reparatur wartende Roboter mehr aus, ob sie Mensch oder Maschine sind.
Ein Verwirrspiel der exzellenten Art.
Eine Kooperation der Sächsischen Staatsoper Dresden mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, der Palucca Schule Dresden – Hochschule für Tanz und der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Karten sind beim Besucherdienst der Semperoper Dresden, in der Schinkelwache oder an der Abendkasse der semper kleine szene (Bautzner Straße 107) erhältlich (30 Minuten vor Vorstellungsbeginn).
Premiere: 11 Euro
Weitere Aufführungen: 9 Euro
Im Rahmen von KlangNetz Dresden

gefördert durch das Netzwerk Neue Musik

ein Förderprojekt der

Komposition
Martin Hecker
Musikalische Leitung
Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung
Mascha Pörzgen
Bühne und Kostüme
Felicia Schick, Lilith-Marie Cremer
Dramaturgie
Stefan Ulrich
Miss Sophie
Maria Stosiek
James
Manos Kia
Mr. Pommeroy
Oliver Kaden
Sir Toby
Byeonghoon Chang
Mr. Winterbottom
Georg Streuber
Admiral Schneider
Felix Schwandtke
Frau von Nr. 18
Maria Stosiek
Nr. 18
Oliver Kaden
Nr. 15
Byeonghoon Chang
Nr. 11
Manos Kia
Dr. Nischel
Georg Streuber
Pfleger | Professor
Felix Schwandtke
Tänzer
Carola Tautz
Mario Weigel
Maik Hildebrandt
Akkordeon
Timofey Satarov
Violine
Anna Fritzsch
Musiker
Studierende der Hochschule für Musik Dresden