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Mladí choreografové

Fotogallerie für Mladí choreografové 12/13 - Insgesamt  Fotos.

Poprvé v Transparentní manufaktuře (Gläserne Manufaktur) na výrobu volkswagenu v Drážďanech.

Podrobný obsah

Zarina Stahnke präsentiert »Zeitgeist«

Mit »Zeitgeist« ist Zarina Stahnke dieses Jahr das erste Mal bei den »Jungen Choreografen« dabei. Zarina stammt aus Amerika und besuchte, bevor sie an der School of American Ballet ihre tänzerische Ausbildung absolvierte, zeitweise eine Kunstschule in New York. Kunst in all ihren Facetten ist Zarinas Leidenschaft, und so ließ sie sich für ihre Choreografie vom deutschen Expressionismus inspirieren. Ihr Werk zeigt ihre Bewunderung für die Künstler rund um die in Dresden gegründete Bewegung »Die Brücke« und die Choreografinnen und Tänzerinnen Gret Palucca und Mary Wigman. Zarina möchte zeigen, dass Musik, Tanz und Malerei zu einem Kunstwerk verschmelzen können. Und mehr noch: Sie möchte dem Betrachter bewusst machen, wie die Malerei den Tanz beeinflussen und sich alles miteinander zu etwas Neuem entwickeln kann. Wenn sie es schafft, dass der Zuschauer diese Erfahrung wahrnimmt, sagt Zarina, dann hat ihr Werk Erfolg. Da es im Kostümfundus der Oper nichts gab, das ihren Wünschen und Vorstellungen exakt entsprochen hat, entwarf und schneiderte alle Kostüme selbst. Und die Musik? Für die hat sich Zarina entschieden, nachdem sie in Dresden auf einem Konzert der Cellistin Zoë Keating war und sofort wusste: Die ist es.

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Johannes Schmidt macht was Neues mit »Ich das Neue, Du das Dunkel«

Der Absolvent der Palucca Hochschule für Tanz Dresden konnte bereits letztes Jahr erste Erfahrungen im Choreografieren sammeln. Da er damals ein Gruppenstück schuf, wollte er sich dieses Jahr an ein Solo wagen. Er fragte Cindy Hammer, eine frühere Studienkollegin von der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, ob sie interessiert sei, da es einfacher sei eine Choreografie zu schaffen, wenn man den Tänzer gut kennt. Die beiden probierten vieles aus und arbeiteten sich zusammen Schritt für Schritt vor. Eine wichtige Entscheidung war hierbei auch die Auswahl der Musik: Die beiden haben sich für zwei melancholische Titel des deutschen Hip-Hopers »Marsimoto« entschieden, es wird also modern! Mit seiner Choreografie möchte Johannes die Veränderung der Persönlichkeit durch äußere Einflüsse jeglicher Art darstellen. Merkt man, dass man sich verändert, wie es beispielsweise im Übergang zwischen zwei Lebensphasen der Fall ist, orientiert man sich neu. Dieser Vorgang kann auch tänzerisch dargestellt werden. Orientieren muss man sich auch im neuen Austragungsort der »Jungen Choreografen«, der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen. Das Werk ist in seiner Architektur einzigartig, weswegen Johannes den komplexen Raum bewusst miteinbezogen hat.

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Caroline Beach lässt mit »The Holding Light« selbst leuchten

Die gebürtige Amerikanerin wurde tänzerisch zuerst in ihrer Heimat ausgebildet, bevor sie für ein Jahr am Elevenprogramm der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und des Semperoper Ballett teilnahm und daraufhin fest am Ensemble engagiert wurde. Dies ist bereits Carolines zweite Teilnahme bei den »Jungen Choreografen«. Dieses Jahr setzt sie sich in ihrem Werk mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander. Sie entwickelt zwei sich liebende Paare, die durch Objekte, etwa eine Halskette oder ein Hut, miteinander in Verbindung stehen. Die Tänzer hat Caroline ganz bewusst ausgesucht - vier Tänzer, die die persönlichen Erfahrungen gesammelt haben, mit denen sich die Choreografie befasst. Um mit ihnen das Stück zu erarbeiten, hat sie auf einen Choreografentrick zurückgegriffen: Sie hat ihren Tänzern Aufgaben gestellt, die diese tänzerisch bewerkstelligen sollten. Die dabei entstandenen Bewegungen hat sie in ihr Stück einfließen lassen. Caroline musste sich wie alle jungen Choreografen um Kostüme und Licht selbst kümmern. An den Kostümen arbeitet sie noch, für das Licht hat sie bereits eine Lösung gefunden: Die Tänzer werden sich mit einem Spotlight gegenseitig beleuchten und in den Fokus des Zuschauers rücken. So soll das Publikum ihre Geschichte besser miterleben können.

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Yuki Ogasawara geht es um »Self-acceptance«

Auch für Yuki Ogasawara ist die Teilnahme als junge Choreografin eine neue Erfahrung. Ihre Ballettausbildung absolvierte Sie in Tokio und an der Kirov Academy in den USA, bevor sie 2009 festes Ensemblemitglied unserer Company wurde. Ihr erstes Werk in diesem Rahmen gewährt tiefe Einblicke in das Innere des Menschen. Zu Beginn ihrer Arbeit wusste Yuki lediglich, dass jeder etwas in sich trägt, das für außenstehende Personen im Verborgenen bleibt. Oft ist das ein Teil der eigenen Persönlichkeit, dessen man sich schämt, und sich deswegen nach außen verstellt. Sie hat sich auch die Frage gestellt: Ist es möglich als die Person, die man ist, von seinem Partner akzeptiert zu werden? Zu dieser Grundidee wollte Yuki eine Choreografie entwickeln, die dem Zuschauer die menschliche Psychologie aufzeigt und verstehen lässt. Sie ließ sich dabei von ihren drei Tänzern und der Musik stark inspirieren. Sie hat ein Werk geschaffen, das das innere dem äußeren Ich gegenüberstellt und klar macht: Will man sich selbst verstehen und akzeptieren, muss man sich seinen eigenen Stärken und Schwächen bewusst sein - bekanntlich ein Ziel, das uns unser Leben lang beschäftigt!

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Duosi Zhu und Raquél Martínez greifen nach dem Unerreichbaren mit »Unreachable«

Dem einzigen Choreografen-Duo, Duosi Zhu und Raquél Martínez, kam die Initialidee zu ihrem Stück »Unreachable« beim Hören Gustav Mahlers 5. Sinfonie, welche leitmotivisch auch in Luchino Viscontis Film »Der Tod in Venedig« Verwendung findet. Ähnlich wie im Film sucht auch die Hauptperson ihrer Choreografie nach etwas Unerreichbarem. Für die Hauptpartien haben sich die beiden Jung-Choreografinnen für die Ensembletänzer Julia Weiss und Jón Vallejo entschieden. Sie verkörpern, so Duosi und Raquel, die Frische und die Vitalität, die den Figuren ihres Stückes eigen ist. Während der Spielort, die Gläserne Manufaktur, architektonisch klar der Moderne verschrieben ist, versetzen die Beiden das Publikum an den Anfang des 20. Jahrhunderts.
In ihrer erneuten Zusammenarbeit sehen sie einen Vorteil. Natürlich müsse man Kompromisse schließen und offen gegenüber anderen Ideen sein, doch man vervollständige sich gegenseitig und könne sich so gegenseitig unterstützen. Treffend auf die Choreografie, ein Zitat Franz Kafkas: »Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. «

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Claudio Cangialosi zeigt »WITH(IN)« und »Real D«

Gleich zwei Stücke präsentiert Claudio Cangialosi. Der Italiener ist kein Neuling bei den »Jungen Choreografen«, er begleitet diese Reihe schon seit ihrem Beginn 2011. Für seine erste Choreografie »WITH(IN)« prägte ihn vor allem die Musik. Es war, als spräche die Musik zu ihm und erzeuge die Bilder in seinem Kopf von ganz allein. Aus diesem Moment heraus kam ihm der Gedanke für ein »Pas de deux« mit den Ensembletänzern Gina Scott und Saverio Pescucci zu der Musik eines italienischen Films. Er fühlte sich wie bei seiner ersten Liebe – der Gedanke an sein Projekt und seine vielen Ideen ließ ihn nicht mehr los. Vielleicht liegt es auch daran, dass »Gefühle« bei seiner Choreografie eine ganz besondere Rolle einnehmen. Ganz bewusst ließ er sich von seinen Gefühlen leiten und ging erst nach und nach in die Struktur über. Weshalb es ein großes Anliegen Claudio war, dass der Funke und die Leidenschaft von ihm auf die Tänzer überspringt und sie dasselbe fühlen wie er.

Erstmals werden die »Jungen Choreografen« ihre Stücke in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen präsentieren. Dieser Bau ist architektonisch ein Highlight Dresdens und genau dies inspirierte Claudio zu seiner zweiten Choreografie. Um diesen großen, außergewöhnlichen Raum mit Leben zu füllen, braucht es viele Tänzer, weswegen in »Real D« 25 Akteure auf der Bühne zu sehen sein werden. Neben der choreografischen Arbeit entwarf Claudio auch das Licht für sein zweites Stück, komponierte Teile der Musik selbst und designte die Kostüme seiner Tänzer. Das Publikum möchte er auf eine Reise in mehrere Dimensionen mitnehmen - man darf also gespannt sein!

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Fotogalerie

Junge Choreografen: Holding the light (Caroline Beach)|Jossia Clement,  Casey Ouzounis|© Ian Whalen

Videa

Mladí choreografové 12/13
Mladí choreografové 12/13
Mladí choreografové 12/13