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Symposium: »Kunst und Revolution« Semperoper und Staatsschauspiel im Oktober ’89

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »30 Jahre Friedliche Revolution« – Veranstaltungsreihe der Sächsischen Staatstheater vom 3. bis zum 13. Oktober 2019

Im Herbst 1989 waren auch die Künstler*innen der Semperoper und des Staatsschauspiels aufgefordert, Stellung zu beziehen – und sie haben es getan. Am 6. Oktober treten nach der Vorstellung »Spiel’s nochmal, Sam« im Kleinen Haus das Ensemble und viele Mitglieder des Staatsschauspiels Dresden vor das Publikum und verlesen eine Resolution, die mit den Worten beginnt: »Wir treten aus unseren Rollen heraus«. Mit den Inszenierungen von Christoph Heins »Ritter der Tafelrunde« und Beethovens »Fidelio« treffen sie künstlerisch in das Herz der politischen Debatten. Das Symposium »Kunst und Revolution« erinnert in Vorträgen und Gesprächen an die beiden Aufführungen und blickt auf die Bedeutung der Ereignisse von 1989 für die Gegenwart.

Eintritt kostenfrei

Faltblatt »30 Jahre Friedliche Revolution« zum Download

Zusammenfassung

Im Herbst 1989 waren auch die Künstler*innen der Semperoper und des Staatsschauspiels aufgefordert, Stellung zu beziehen – und sie haben es getan. Am 6. Oktober treten nach der Vorstellung »Spiel’s nochmal, Sam« im Kleinen Haus das Ensemble und viele Mitglieder des Staatsschauspiels Dresden vor das Publikum und verlesen eine Resolution, die mit den Worten beginnt: »Wir treten aus unseren Rollen heraus«. Mit den Inszenierungen von Christoph Heins »Ritter der Tafelrunde« und Beethovens »Fidelio« treffen sie künstlerisch in das Herz der politischen Debatten. Das Symposium »Kunst und Revolution« erinnert in Vorträgen und Gesprächen an die beiden Aufführungen und blickt auf die Bedeutung der Ereignisse von 1989 für die Gegenwart.

Eintritt kostenfrei

Faltblatt »30 Jahre Friedliche Revolution« zum Download

Programm

Samstag, 5. Oktober, Kleines Haus 3
10 Uhr
Begrüßung (Intendanten)

Impulsvortrag Justus H. Ulbricht:
Bewegte Bürger – mitlaufendes »Volk« – revolutionäre (?) Künstler. Nachfragen zum Herbst 1989

Sektion I: »Die Ritter der Tafelrunde«
Moderation: Jörg Bochow (Staatsschauspiel Dresden)

10.45 – 11.10 Uhr
Joachim Fiebach: Zur politischen Rolle des DDR-Theaters
11.15 – 11.40 Uhr
Torben Ibs: Theater als »Vorreiter« der Wende
11.45 – 12.10 Uhr
Julia Lind: Zur Entstehung von Christoph Heins »Die Ritter der Tafelrunde«
12.15 – 12.40 Uhr
Dieter Görne: Inszenierungsgeschichte der »Ritter der Tafelrunde«
12.45 – 13.30 Uhr
Diskussion
13.30 – 14.30
Mittagspause

Sektion II: »Fidelio«
Moderation: Kai Weßler (Semperoper Dresden)

14.30 – 14.55 Uhr

Peter Gülke: Beethoven in der DDR
15 – 15.25 Uhr
Tobias Reichardt: »Volksbefreiungsoper«? Fidelio in drei Diktaturen
15.30 – 16 Uhr
Diskussion
16 – 16.45 Uhr
Uljana Sieber/Ulrike Gärtner: Zwischen Festakt, Staatsgewalt und Dialog. Stimmungsbild der Dresdner Oktobertage 1989 in Film, Ton und Dokument
Mit anschließender Diskussion

Außerdem:
Samstag, 5.10.2019, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
»Die Ritter der Tafelrunde«
Präsentation der Fernsehaufzeichnung der Aufführung und Gespräch der beteiligten Künstler (mit Christoph Hein, Klaus Dieter Kirst, Dieter Görne und Mitgliedern des Ensembles) 

Sonntag, 6. Oktober

Sektion III: Internationale Perspektiven
Moderation: Justus H. Ulbricht (Dresdener Geschichtsverein)

10 – 10.25 Uhr
Carola S. Rudnick: Wenn Opfer streiten – Deutungskämpfe nach 1989/90
10.30 – 10.55 Uhr
Valeska Bopp-Filimonov
Disparate Erinnerungen an die rumänischen „Dezemberereignisse“ 1989. Zur Vielfalt der Gedanken, des Gedenkens und der Denkmäler 30 Jahre danach
11 – 11.25 Uhr
Eva Kovacs: Talkin’bout revolution? Das soziale Gedächtnis der Wende in Ungarn
11.45 – 13 Uhr
Diskussion
13 – 14 Uhr
Mittagspause

Sektion IV: Podiumsdiskussion Ausblick 1989/2019
Moderation: Christine Wahl

14 – 16 Uhr
Podiumsdiskussion Ausblick 1989/2019
Mit: Alexander Karschnia, Jügen Kuttner, Jaroslav Rudiš, Miriam Tscholl, Hasko Weber

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