Oper

Nabucco

Giuseppe Verdi

Dramma lirico in vier Teilen Text von Temistocle Solera In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Seine Tochter Fenena liebt einen der versklavten Hebräer, während die zweite Tochter Abigaille die Hebräer hasst. Im Rausch seines Sieges erhebt sich Nabucco zum Gott – und verliert darüber den Verstand. Als Abigaille erfährt, dass sie selbst in Wahrheit die Tochter eines Sklaven ist, beginnt ein mörderischer Kampf um die Macht. Giuseppe Verdis 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper »Nabucco« benutzt eine Geschichte aus dem Alten Testament für eine Auseinandersetzung um Freiheit, Identität, menschlicher Hybris und Glauben.

Mit »Nabucco« gelang dem 29-jährigen Giuseppe Verdi der Durchbruch als Komponist, nicht zuletzt, weil er mit dem Chor der versklavten Hebräer »Va, pensiero, sull’ali dorate« zum ersten Mal eine Melodie komponiert hatte, die in der aufgeheizten Atmosphäre der italienischen Unabhängigkeitsbewegung als Ausdruck eines kollektiven Freiheitswunsches verstanden wurde. Doch »Nabucco« ist viel mehr als dieser populäre Chor, der erst im Zusammenhang der voranstürzenden Handlung seine Kraft gewinnt. Zum ersten Mal hat Verdi hier eine Oper geschrieben, die klanglich aus einem einzigen Guss zu sein scheint und mit ihren vorwärts drängenden Rhythmen den Zuhörer emotional gefangen nimmt. Mit der ehrgeizigen Abigaille schuf Verdi einen ganz neuen, kraftvollen Frauentypus auf der Opernbühne. Nach seinem Debüt mit Korngolds »Die tote Stadt« wird Regisseur David Bösch nun Verdis dritte Oper auf die Bühne der Semperoper bringen.

Zusammenfassung

Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Seine Tochter Fenena liebt einen der versklavten Hebräer, während die zweite Tochter Abigaille die Hebräer hasst. Im Rausch seines Sieges erhebt sich Nabucco zum Gott – und verliert darüber den Verstand. Als Abigaille erfährt, dass sie selbst in Wahrheit die Tochter eines Sklaven ist, beginnt ein mörderischer Kampf um die Macht. Giuseppe Verdis 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper »Nabucco« benutzt eine Geschichte aus dem Alten Testament für eine Auseinandersetzung um Freiheit, Identität, menschlicher Hybris und Glauben.

Mit »Nabucco« gelang dem 29-jährigen Giuseppe Verdi der Durchbruch als Komponist, nicht zuletzt, weil er mit dem Chor der versklavten Hebräer »Va, pensiero, sull’ali dorate« zum ersten Mal eine Melodie komponiert hatte, die in der aufgeheizten Atmosphäre der italienischen Unabhängigkeitsbewegung als Ausdruck eines kollektiven Freiheitswunsches verstanden wurde. Doch »Nabucco« ist viel mehr als dieser populäre Chor, der erst im Zusammenhang der voranstürzenden Handlung seine Kraft gewinnt. Zum ersten Mal hat Verdi hier eine Oper geschrieben, die klanglich aus einem einzigen Guss zu sein scheint und mit ihren vorwärts drängenden Rhythmen den Zuhörer emotional gefangen nimmt. Mit der ehrgeizigen Abigaille schuf Verdi einen ganz neuen, kraftvollen Frauentypus auf der Opernbühne. Nach seinem Debüt mit Korngolds »Die tote Stadt« wird Regisseur David Bösch nun Verdis dritte Oper auf die Bühne der Semperoper bringen.

Ausführliche Inhaltsangabe

Erster Teil »Jerusalem«
Jerusalem wird von den Truppen des babylonischen Königs Nabucco belagert. Zaccaria, der geistige Führer der Hebräer, hat Nabuccos Lieblingstochter Fenena in seine Gewalt gebracht und hofft, die Eroberung der Stadt so abwenden zu können. Fenena liebt den jungen Hebräer Ismael, den sie aus dem Gefängnis ihres Vaters hat fliehen lassen. Nabuccos erstgeborene Tochter Abigaille, die ebenfalls in Ismael verliebt ist, hat sich in die belagerte Stadt geschlichen und bietet Ismael an, ihn zu retten, wenn er ihre Liebe erwidert. Ismael lehnt ab. Nabucco dringt mit seinen Soldaten in die Stadt ein. Zaccaria droht, die Geisel Fenena zu töten, doch Isamel befreit die Königstochter. Nun triumphiert Nabucco: Während die Hebräer den Verräter Ismael verfluchen, befielt er, die Stadt niederzubrennen und die Bewohner zu versklaven. 

Zweiter Teil »Der Gottlose«
Abigaille hat herausgefunden, dass sie nicht die leibliche Tochter Nabuccos, sondern
das adoptierte Kind von Sklaven ist. Der Oberpriester des Baal warnt sie vor dem Einfluss der Hebräer, die von Fenena beschützt werden, und fordert ihren Tod. Abigaille verbündet sich mit den Priestern, um an die Macht zu kommen. – Zaccaria preist auch in der Sklaverei seinen Gott. Fenena hat den Glauben der Hebräer angenommen und rettet dadurch Ismael vor der Rache seiner Leute. – Die Priester haben das Gerücht verbreitet, Nabucco sei im Kampf gefallen, und rufen Abigaille als neue Königin aus. Da erscheint plötzlich der totgeglaubte Nabucco. Inmitten der Baal-Anhänger und der Hebräer erklärt er sich selbst zum einzigen und alleinigen Gott. Ein Blitz trifft den König. Nabucco stürzt, und Abigaille nimmt die Krone an sich.

Dritter Teil »Die Prophezeiung«
Nabucco ist dem Wahnsinn verfallen. Abigaille hat die Macht an sich gerissen und plant die Vernichtung der Hebräer. Durch eine List erreicht sie, dass der geisteskranke König das Todesurteil besiegelt. Zu spät erkennt Nabucco, dass er damit den Tod seiner eigenen Tochter Fenena angeordnet hat. Abigaille ist am Ziel all ihrer Wünsche und lässt den Vater gefangennehmen. – Die Hebräer träumen von besseren Zeiten, doch Zaccaria prophezeit ihnen das Ende ihrer Sklaverei. 

Vierter Teil »Das gestürzte Götzenbild«
Der gefangene Nabucco kann nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Als er jedoch erkennt, dass Fenena zur Hinrichtung geführt wird, erwachen seine Sinne wieder. Nun ist er bereit, den Gott der Hebräer anzuerkennen und um Vergebung zu bitten. Einige seiner Getreuen befreien den König. – Im letzten Moment kann Nabucco Fenena und Zaccaria vor der Hinrichtung retten. Abigaille hat erkannt, dass ihre Herrschaft am Ende ist, und hat Gift genommen. Sterbend bittet sie Fenena um Verzeihung und erfleht von Gott Gnade. Nabuccos neue Herrschaft steht unter dem Zeichen des Gottes der Hebräer.

Alle Besetzungen

Making-of »Nabucco«

Teil 1 – mit dem Regisseur David Bösch
Teil 2 – mit dem Bühnenbildner Patrick Bannwart
Teil 3 – mit Dirigent Omer Meir Wellber und Andrzej Dobber, Sänger der Titelpartie
Teil 4 – mit der Sopranistin Saioa Hernández (Abigaille)

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Dez 2019

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