Junge Szene

Cinderella

Stijn Celis

Ballett zur Musik von Sergej Prokofjew Choreografie von Stijn Celis

Die Geschichte von Aschenbrödel, oder eben Cinderella, kennt jedes Kind. Choreograf Stijn Celis, der an der Semperoper u.a. auch mit »Romeo und Julia« und »Josephs Legende« zu erleben war, wirft in dieser Kammerproduktion einen so modernen wie einfühlsamen Blick auf das Märchen. Bei ihm ist Cinderella eine junge Frau auf dem Weg zum Erwachsensein, die sich gegen ihre Stiefmutter und -geschwister behaupten und mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss, bevor sie ihren Traumprinzen bekommt. In traumhaften Szenen steht Cinderella grotesken Abbildern ihrer selbst gegenüber und trifft auf ihre verstorbene Mutter, die feengleich wirkt angesichts der burschikosen, von Männern getanzten Stieffamilie.

Zusammenfassung

Die Geschichte von Aschenbrödel, oder eben Cinderella, kennt jedes Kind. Choreograf Stijn Celis, der an der Semperoper u.a. auch mit »Romeo und Julia« und »Josephs Legende« zu erleben war, wirft in dieser Kammerproduktion einen so modernen wie einfühlsamen Blick auf das Märchen. Bei ihm ist Cinderella eine junge Frau auf dem Weg zum Erwachsensein, die sich gegen ihre Stiefmutter und -geschwister behaupten und mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss, bevor sie ihren Traumprinzen bekommt. In traumhaften Szenen steht Cinderella grotesken Abbildern ihrer selbst gegenüber und trifft auf ihre verstorbene Mutter, die feengleich wirkt angesichts der burschikosen, von Männern getanzten Stieffamilie.

Ausführliche Inhaltsangabe

Ob Charles Perraults »Cendrillon«, Ludwig Bechsteins »Aschenbrödel« oder
auch »Aschenputtel«, niedergeschrieben von den Gebrüdern Grimm, stets
handelt es sich um eine im europäischen Kulturraum weit verbreitete,
ähnlich geformte Märchenfigur, die als »Cinderella« längst ihren festen
Platz im Ballettrepertoire erobert hat. Mit der
»Cinderella«-Uraufführung am Moskauer Bolschoi‑Theater im Jahre 1945
wurde deutlich, dass Sergej Prokofjew mit seiner bis heute nichts an
Farbigkeit eingebüßt habenden Komposition genau den musikalischen Ton
getroffen hatte, der dem fantastischen Inhalt entspricht. Mit Respekt,
aber gebührendem Abstand zum Märchen, erzählt Stijn Celis in seiner
inhaltlich wie choreografisch modernen Version die Geschichte eines
Mädchens von heute, dessen eingeengtes, zum Teil von Unterdrückung
geprägtes Leben in einer disfunktionalen Familie zwischen Realität und
Traumphasen wechselt. In der Phase des Heranwachsens lernt Cinderella
zwischen »Gut und Böse«, »unwahren und wahren« Gefühlen zu
unterscheiden. Geleitet von den Erinnerungen an die verstorbene Mutter
begibt sie sich auf die Entdeckungsreise in die Welt der Liebe und
trifft schließlich auf »ihren« Prinzen. Mit seiner Version gewährt der
Choreograf einfühlsam Einblicke in einen der aufregendsten
Lebensabschnitte eines Menschen, das Erwachsenwerden, und zeichnet damit
einen Weg der inneren Entfaltung und der Selbst-Erkenntnis.

Inszenierungsteam

  • Choreografie
    Stijn Celis
  • Musik
    Sergej Prokofjew
  • Bühne
    Stijn Celis
  • Kostüme
    Catherine Voeffray
  • Dramaturgie
    Stefan Ulrich
Semperoper Ballett 
Die Musik wird vom Tonträger eingespielt.

In der aktuellen Saison keine Vorstellungen.