Ballett

Impressing the Czar

William Forsythe

Ballett in vier Teilen Musik von Thom Willems, Leslie Stuck, Eva Crossman-Hecht und Ludwig van Beethoven

Goldene Kirschen, prunkende Kleider, Ballett zu klassischer Musik – der Zar hätte sich beeindruckt gezeigt. Doch längst hat es ihn so hinweggefegt, wie die lebende Legende William Forsythe stets Konventionen des Tanzes über den Haufen wirft: Radikal, gespickt mit Witz, demonstriert er dies in seinem wegweisenden, 1988 uraufgeführten »Impressing the Czar«. Ausstattungsopulent beginnt dieses Handlungsballett ohne Handlung, ein frecher Bilderbogen, der sich als beißendes Spiel mit Kunsthistorie entpuppt und zugleich die Tanzgeschichte dekonstruiert. Auf deren Trümmern errichtet Forsythe eine neue Welt: Traditionelle Ballettfiguren werden gesteigert, beschleunigt, neu kombiniert und formieren als »In the Middle, Somewhat Elevated« – seit 2006 im Repertoire des Semperoper Ballett – den Mittelteil dieses Ballettabends. Zu elektronischen Klangbeats zelebrieren sich Tanz und Tänzer selbst: »Drive, sex and virtuosity«, so eine Tanzkritik. Überflüssiges ist eliminiert, und so werden am Schluss von »Czar« auch noch die Reste des kulturellen Erbes versteigert. Was übrig bleibt, bildet eine wilde Rotte tanzender College- Girls im MTV-Clip-artigen Reigen, so unverschämt schlicht wie atemberaubend rasant.

Uraufführung im Jahr 1988 in Frankfurt am Main
Einstudierung für das Semperoper Ballett im Jahr 2015 

Zusammenfassung

Goldene Kirschen, prunkende Kleider, Ballett zu klassischer Musik – der Zar hätte sich beeindruckt gezeigt. Doch längst hat es ihn so hinweggefegt, wie die lebende Legende William Forsythe stets Konventionen des Tanzes über den Haufen wirft: Radikal, gespickt mit Witz, demonstriert er dies in seinem wegweisenden, 1988 uraufgeführten »Impressing the Czar«. Ausstattungsopulent beginnt dieses Handlungsballett ohne Handlung, ein frecher Bilderbogen, der sich als beißendes Spiel mit Kunsthistorie entpuppt und zugleich die Tanzgeschichte dekonstruiert. Auf deren Trümmern errichtet Forsythe eine neue Welt: Traditionelle Ballettfiguren werden gesteigert, beschleunigt, neu kombiniert und formieren als »In the Middle, Somewhat Elevated« – seit 2006 im Repertoire des Semperoper Ballett – den Mittelteil dieses Ballettabends. Zu elektronischen Klangbeats zelebrieren sich Tanz und Tänzer selbst: »Drive, sex and virtuosity«, so eine Tanzkritik. Überflüssiges ist eliminiert, und so werden am Schluss von »Czar« auch noch die Reste des kulturellen Erbes versteigert. Was übrig bleibt, bildet eine wilde Rotte tanzender College- Girls im MTV-Clip-artigen Reigen, so unverschämt schlicht wie atemberaubend rasant.

Uraufführung im Jahr 1988 in Frankfurt am Main
Einstudierung für das Semperoper Ballett im Jahr 2015 

Inszenierungsteam

  • Choreografie
    William Forsythe
  • Musik
    Ludwig van Beethoven
  • Bühnenbild & Licht
    William Forsythe
  • Kostüme (2. Teil)
    William Forsythe
  • Kostüme (1., 3., 4. Teil )
    Férial Münnich
  • Text
    Kathleen Fitzgerald
  • Text Dresdner Fassung 1. und 3. Teil
    Helen Pickett
  • Produktionsdirektion
    Kathryn Bennetts
  • Assistenz der Produktionsdirektion
    Rebecca Gladstone
  • Einstudierung (1., 3., 4. Teil)
    Kathryn Bennetts
  • Einstudierung (2. Teil)
    Laura Graham

Semperoper Ballett
Musik vom Tonträger

Projekt Partner:
Sparkassen-Finanzgruppe Sachsen
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Sparkassen-Versicherung Sachsen
LBBW Sachsen Bank

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

In der aktuellen Saison keine Vorstellungen.