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Aktenzeichen: »Von Nixen, Wassermännern und Irrlichtern«

Aktenzeichen zu »Rusalka«

Das Schicksal der Wassernixe Rusalka wurde auf der Bühne der Dresdner Staatsoper schon in unterschiedlich changierenden Facetten dargestellt. Bereits bei der Dresdner Erstaufführung 1948 rührte Elfride Trötschel in der märchenhaften Inszenierung von Heinz Arnold mit dem berühmten »Lied an den Mond« das Publikum zu Tränen. Regisseurin Christine Mielitz deutete Dvořáks Lyrisches Märchen 1981 dagegen weder als romantischen Stimmungszauber, noch als tiefgründiges Psychodrama, sondern setzte ihren szenischen Fokus – durchaus umstritten – auf die Konfrontation der zwei Welten Natur und Zivilisation. Im Jahr 2010 kleideten Regisseur Stefan Herheim und Bühnenbildnerin Heike Scheele das Werk in einen »zauberhaften Realismus«. In ihrer assoziationsreichen Deutung stand jedoch die Figur des Wassermanns im Zentrum des Geschehens.

In der Veranstaltung »Aktenzeichen« werden Dramaturgin Juliane Schunke und Archivmitarbeiterin Katrin Rönnebeck diesen unterschiedlichen Interpretationsansätzen der »Rusalka« anhand von anschaulichen Archivmaterialien auf den Grund gehen. Dabei wird eine inhaltliche Brücke zur aktuellen Neuinszenierung von Christof Loy geschlagen. Die Veranstaltung findet erstmalig auf der Probebühne 1 der Semperoper, im markierten Bühnenbild der Neuproduktion statt.

Eintrittskarten (6,50 Euro, erm. 3 Euro) sind ausschließlich im Vorverkauf an der Tageskasse in der Schinkelwache erhältlich.

Veranstaltungsort Probebühne 1, Einlass über den elbseitigen Parkplatz des Funktionsgebäudes der Semperoper
Informationen historischesarchiv@saechsische-staatstheater.de

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