Oper
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Aida

Giuseppe Verdi

Opera lirica in vier Akten von Giuseppe Verdi

Premiere 5. März 2022

Die Aufnahme entsteht in Kooperation von ZDF/ARTE mit der Sächsischen Staatsoper in Zusammenarbeit mit UNITEL. 

»Aida« ist im Livestream mit Untertiteln in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch verfügbar. Die Untertitel können Sie direkt im Player auswählen.

Gesundheitspartner der Sächsischen Staatstheater: Medizinisches Labor Ostsachsen MVZ GbR

Besetzung

Musikalische Leitung Christian Thielemann
Inszenierung Katharina Thalbach
Bühnenbild & Kostüme Ezio Toffolutti
Licht Fabio Antoci
Choreografie Christopher Tölle
Dramaturgie Johann Casimir Eule

Der König Andreas Bauer Kanabas
Amneris Oksana Volkova
Aida Krassimira Stoyanova
Radamès Francesco Meli
Ramfis Georg Zeppenfeld
Amonasro Quinn Kelsey
Ein Bote Simeon Esper
Eine Tempelsängerin Ofeliya Pogosyan
Tänzerinnen Lea Birkhoff, Hannah Kelly-Beuthner, Gabriela Lemma, Carley Marholin, Amanda Mitrevski, Mascha Schellong, Hinako Taira, Rebecca Wolbeck
Tänzer Petr Buchenkov, Davide De Biasi, Angel David Espinosa, Pedro Henrique de Paula Ferreira, Mattia Saracino, Arthur Troitsky, Michael Tucker, Nigel Watson

 

Sinfoniechor Dresden – Extrachor der Semperoper Dresden
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

Handlung

Heiligabend 1871. Im neu erbauten Opernhaus in Kairo hebt sich der Vorhang zur Uraufführung von Giuseppe Verdis Oper »Aida«. In einem kulturgeschichtlich denk-würdigen Moment verschmelzen abendländische und morgenländische Sehnsüchte nach Exotik hier und Adelung durch europäische Hochkultur dort zu einer fulminanten Aufführung. Seither gibt es wenige Operntitel, die populärer sind. Und das völlig zu Recht, birgt »Aida« doch mit ihren musikalisch-szenischen Effekten und exotischen Klängen, der raffinierten Farbigkeit in der Instrumentation und dem Wechsel zwischen Monumentalität und Intimität einen im besten Sinne musik-dramatischen Schatz. Mehr noch. Giuseppe Verdi spiegelt anhand der tragischen Liebe der äthiopischen Prinzessin Aida und des ägyptischen Heerführers Radamès, die zwischen den Interessen von Staat, Kirche und Verwandten zerrieben wird, den krisenhaften Zustand des modernen Individuums – um mit einem höchst berührenden Plädoyer für die utopische Kraft der Liebe zu enden.

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Erster Akt
Der Oberpriester Ramfis, ein enger Vertrauter der ägyptischen Königsfamilie, berichtet dem jungen Offizier Radamès, dass ein neuer Krieg gegen die Äthiopier bevorsteht und der Name des Truppenführers bald bekannt gegeben wird. Radamès hofft, als Feldherr der Ägypter in den Krieg ziehen zu dürfen. Er träumt von Sieg und Ruhm und seiner heimlichen Liebe zur äthiopischen Königstochter Aida, die als Sklavin am Königshof lebt. Amneris, die Tochter des ägyptischen Königs, liebt Radamès und hat die Hoffnung, ihn für sich zu gewinnen. Als sie ihn in euphorischer Stimmung antrifft und Aida hinzukommt, ahnt sie die Liebe zwischen Aida und Radamès. 
Der König schwört sein Volk auf den Krieg gegen Äthiopien ein, nachdem ein Bote vom Einmarsch der äthiopischen Truppen berichtet hat. Radamès wird zum Feldherrn ausgerufen. Kriegsbegeisterung bricht aus, in die auch Aida mit einstimmt. Aida erschrickt darüber, dass sie dem Mann den Sieg wünscht, der gegen ihr Volk in den Krieg zieht. In der Not, sich zwischen ihrem Geliebten und dem Vaterland entscheiden zu müssen, wünscht sie sich den Tod. Radamès wird in einer feierlichen Zeremonie auf den Krieg vorbereitet und mit den heiligen Waffen ausgestattet.

Zweiter Akt
Die Frauen warten auf die Rückkehr der siegreichen Krieger. Amneris träumt von einer gemeinsamen Zukunft mit Radamès. Und um herauszufinden, ob Aida Radamès ebenfalls liebt, gibt sie vor, dass dieser gestorben sei. Aida verrät sich durch ihr Entsetzen … Da gibt sich Amneris siegessicher als Rivalin zu erkennen. Radamès kehrt aus dem Krieg zurück. Zum Dank für seinen Sieg verspricht der König, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Radamès bittet um die Freilassung der äthiopischen Gefangenen. Unter den Gefangenen erscheint als einfacher Kämpfer verkleidet Amonasro, der äthiopische König und Vater Aidas. Die Priester fordern den Tod der Äthiopier. Das Volk bittet um Gnade für sie. Ramfis schlägt einen Kompromiss vor: Nur Aida und ihr Vater bleiben in der Hand der Ägypter. Als Belohnung für seinen Sieg gibt der König seine Tochter Amneris Radamès zur Frau. Amneris triumphiert.

Dritter Akt
In der Nacht vor der Hochzeit bitten Amneris und Ramfis um die Gunst der Götter. Ohne jede Zukunftshoffnung wartet Aida auf Radamès. Sie erinnert sich an die Schönheiten ihrer Heimat. Anstatt ihres Geliebten erscheint zunächst Amonasro. Der appelliert an seine Tochter, ihr Vaterland nicht im Stich zu lassen und verlangt von ihr, ihrem Geliebten die geheimen ägyptischen Kriegspläne zu entlocken. Radamès trifft auf Aida. Er gesteht ihr seine Liebe, die sie zwar erwidert aber für vollkommen hoffnungslos hält. Sie überredet ihn zur gemeinsamen Flucht und fragt ihn im letzten Augenblick, auf welchem Weg das ägyptische Heer unterwegs ist. Radamès gibt das Staatsgeheimnis preis. Amonasro hat ihn belauscht und gibt sich zu erkennen. Amneris und Ramfis treten hinzu. Radamès erkennt seinen Geheimnisverrat und ergibt sich dem Oberpriester.

Vierter Akt
Radamès ist des Verrates angeklagt. Amneris versucht verzweifelt ihn von seinem Geständnis abzubringen und ihn für sich zu gewinnen. Er lehnt ab. Die Priester sitzen über Radamès zu Gericht und fällen das Urteil: Lebendig wird der Verräter begraben. Amneris verflucht die Priester und ihre Urteile. Eingemauert erwartet Radamès den Tod und entdeckt plötzlich Aida. Sie ist zu ihm gekommen, um gemeinsam mit ihm zu sterben. Aida und Radamès entsagen dem Leben und sehen, wie sich ihnen der Himmel öffnet und ihre Seelen ins Licht der Ewigkeit fliegen. Amneris bittet um Frieden für das Paar.

Werkeinführung

Die Oper »Aida« von Giuseppe Verdi spielt nicht nur in Ägypten und wurde in Kairo uraufgeführt, sondern ist in ihrer gesamten Entstehungsgeschichte eng mit dem Land am Nil und seinem Vizekönig, dem Khediven Ismael Pascha, verbunden. Wie Verdi anfangs auf die Anfrage zur Komposition der Oper reagierte, und wie stark die zeitgenössischen Entwicklungen in Europa und Ägypten neben dem Interesse an der Archäologie das Werk beeinflussten, davon erzählt Johann Casimir Eule im Opernführer online.

Making-of