Oper

Boris Kudlička

Bühnenbild

Boris Kudlička ist ein in der Slowakei geborener Bühnenbildner, Architekt und Designer. Er studierte Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste in Bratislava, und an der Akademie der Bildenden Künste in Groningen, Niederlande. Ab 1995 arbeitete er an der Polnischen Nationaloper in Warschau, zunächst als Assistent von Andrzej Kreutz Majewski, dann als Chef-Setdesigner. Zu diesem Zeitpunkt begann er, seinen kontrastreich-minimalistischen Stil zu entwickeln, welcher sich durch die Verwendung von Materialien, deren Verwendung im Theaterdesign eher untypisch ist, auszeichnet. Seit 1999 wirkte er an zahlreichen Opernproduktionen mit, darunter »King Roger«, »Otello«, »Don Giovanni«, »Andrea Chénier«, »La bohème«, »Orfeo ed Euridice«, »Iolanta«, »La Traviata«, »Turandot«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Tristan und Isolde« und »Die tote Stadt«. In der Vergangenheit führten ihn seine Engagements bereits an die weltweit führenden Opernhäuser. Er erarbeitete Bühnenbilder für Produktionen der Metropolitan Opera New York, des Royal Opera House London, Théatre Royal de la Monnaie Brüssel, der Staatsoper Berlin, Los Angeles Opera, Opera du Rhin, Straßburg, San Francisco Opera, Mariinsky Theatre, St. Petersburg und des Festspielhaus Baden-Baden. Im Zuge dessen arbeitete Kudlička mit einer Reihe namenhafter Regisseure zusammen. So entwarf er Sets für Brittens »Tod in Venedig«, Reimanns »Lear«, »Simon Boccanegra«, »Le nozze di Figaro«, sowie Pendereckis »Teufel von Loudun« für Keith Warner und entwickelte  das Bühnendesign für Rossinis »Il viaggio a Reims«, Brittens »The Rape of Lucretia«, »Les Contes d’Hoffmann«, Cherubinis »Medea«, »Hänsel and Gretel« und Chabriers »L'étoile« für Inszenierungen Dale Duisings. Von 2009 bis 2019 war Kudlička Teil des Architekturstudios WWAA. Er war Mitgestalter der polnischen Pavillons für die Weltausstellungen in Hannover und Shanghai und erarbeitete zusammen mit seinem Team die Dauerausstellung im Geburtshaus von Fryderyk Chopin in Żelazowa Wola, Polen, sowie zwei große Ausstellungen für das Nationalmuseum in Warschau. 2018 entwickelte er seine eigene Marke, Boris Kudlička With Partners, welche Innendesign für gewerbliche Innenräume und private Investitionen anbietet.  Realisiert wurden seine Entwürfe u.a. im Belvedere Restaurant im Royal Łazienki Park Warschau, Privatresidenzen in Katar und dem Raffles Hotel Europejski Warschau, welches 2018 auf der Liste der World's Greatest Places des Time Magazine aufgeführt wurde. Für dessen Ausstattung erhielt Kudlička sowohl den Property Design Award 2019 als auch den Eurobuild CEE 2018. Seiner Arbeit im Bereich Theaterdesign wurden eine Reihe weiterer Auszeichnungen und Ehrungen zu teil. Im Jahr 2005 erhielt er den Preis des Warsaw Theatre Institute's für sein Bühnenbild für »Richard II am Nationaltheater Warschau, im Folgejahr wurde ihm vom polnischen Kulturministerium die Bronze Gloria Artis Medaille für Verdienste um die Kultur verliehen, gefolgt von der Silber Gloria Artis Medaille im Jahr 2015. Ebenfalls im Jahr 2015 erhielt er zusammen mit Mariusz Treliński den Superbrand Award, wurde mehrmals mit dem Slowakischen Theaterpreis Dosky ausgezeichnet und gewann außerdem zwei Goldmedaillen bei der Prague Quadrennial, welche er 2011 auch kuratierte. In der Spielzeit 2019/20 ist Boris Kudlička zu Gast an der Semperoper Dresden, wo er an der Neuproduktion von Puccinis »Madama Butterfly« mitwirkt. Mit dem Regisseur Amon Minamoto arbeitete er bereits an mehreren Projekten in Asien, Europa und Nordamerika zusammen.

Biografie

Boris Kudlička ist ein in der Slowakei geborener Bühnenbildner, Architekt und Designer. Er studierte Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste in Bratislava, und an der Akademie der Bildenden Künste in Groningen, Niederlande. Ab 1995 arbeitete er an der Polnischen Nationaloper in Warschau, zunächst als Assistent von Andrzej Kreutz Majewski, dann als Chef-Setdesigner. Zu diesem Zeitpunkt begann er, seinen kontrastreich-minimalistischen Stil zu entwickeln, welcher sich durch die Verwendung von Materialien, deren Verwendung im Theaterdesign eher untypisch ist, auszeichnet. Seit 1999 wirkte er an zahlreichen Opernproduktionen mit, darunter »King Roger«, »Otello«, »Don Giovanni«, »Andrea Chénier«, »La bohème«, »Orfeo ed Euridice«, »Iolanta«, »La Traviata«, »Turandot«, »Der fliegende Holländer«, »Salome«, »Tristan und Isolde« und »Die tote Stadt«. In der Vergangenheit führten ihn seine Engagements bereits an die weltweit führenden Opernhäuser. Er erarbeitete Bühnenbilder für Produktionen der Metropolitan Opera New York, des Royal Opera House London, Théatre Royal de la Monnaie Brüssel, der Staatsoper Berlin, Los Angeles Opera, Opera du Rhin, Straßburg, San Francisco Opera, Mariinsky Theatre, St. Petersburg und des Festspielhaus Baden-Baden. Im Zuge dessen arbeitete Kudlička mit einer Reihe namenhafter Regisseure zusammen. So entwarf er Sets für Brittens »Tod in Venedig«, Reimanns »Lear«, »Simon Boccanegra«, »Le nozze di Figaro«, sowie Pendereckis »Teufel von Loudun« für Keith Warner und entwickelte  das Bühnendesign für Rossinis »Il viaggio a Reims«, Brittens »The Rape of Lucretia«, »Les Contes d’Hoffmann«, Cherubinis »Medea«, »Hänsel and Gretel« und Chabriers »L'étoile« für Inszenierungen Dale Duisings. Von 2009 bis 2019 war Kudlička Teil des Architekturstudios WWAA. Er war Mitgestalter der polnischen Pavillons für die Weltausstellungen in Hannover und Shanghai und erarbeitete zusammen mit seinem Team die Dauerausstellung im Geburtshaus von Fryderyk Chopin in Żelazowa Wola, Polen, sowie zwei große Ausstellungen für das Nationalmuseum in Warschau. 2018 entwickelte er seine eigene Marke, Boris Kudlička With Partners, welche Innendesign für gewerbliche Innenräume und private Investitionen anbietet.  Realisiert wurden seine Entwürfe u.a. im Belvedere Restaurant im Royal Łazienki Park Warschau, Privatresidenzen in Katar und dem Raffles Hotel Europejski Warschau, welches 2018 auf der Liste der World's Greatest Places des Time Magazine aufgeführt wurde. Für dessen Ausstattung erhielt Kudlička sowohl den Property Design Award 2019 als auch den Eurobuild CEE 2018. Seiner Arbeit im Bereich Theaterdesign wurden eine Reihe weiterer Auszeichnungen und Ehrungen zu teil. Im Jahr 2005 erhielt er den Preis des Warsaw Theatre Institute's für sein Bühnenbild für »Richard II am Nationaltheater Warschau, im Folgejahr wurde ihm vom polnischen Kulturministerium die Bronze Gloria Artis Medaille für Verdienste um die Kultur verliehen, gefolgt von der Silber Gloria Artis Medaille im Jahr 2015. Ebenfalls im Jahr 2015 erhielt er zusammen mit Mariusz Treliński den Superbrand Award, wurde mehrmals mit dem Slowakischen Theaterpreis Dosky ausgezeichnet und gewann außerdem zwei Goldmedaillen bei der Prague Quadrennial, welche er 2011 auch kuratierte. In der Spielzeit 2019/20 ist Boris Kudlička zu Gast an der Semperoper Dresden, wo er an der Neuproduktion von Puccinis »Madama Butterfly« mitwirkt. Mit dem Regisseur Amon Minamoto arbeitete er bereits an mehreren Projekten in Asien, Europa und Nordamerika zusammen.

In folgenden Stücken mitwirkend: