Extra

Fenster aus Jazz

»Konferenz bei Schostakowitsch«

»Ernst Jandl for ever«

»La misteriosa musica della Regina Loana« nach Umberto Eco

Eine jazz-improvisatorische Bearbeitung des Streichquartetts Nr. 8 c-moll von Dmitri SchostakowitschEine wortreiche und musikalisch vielseitige Hommage an Ernst JandlGianluigi Trovesi & Gianni Coscia

 

Oct
2021

Dec
2021

Jun
2022

Info
  • Starting Time: 8.30 pm

  • Venue: Semper Zwei

  • Bei Veranstaltungen der Reihe »Fenster aus Jazz« öffnet die Abendkasse in Semper Zwei jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
    Info
    • Starting Time: 8.30 pm

    • Venue: Semper Zwei

    • Bei Veranstaltungen der Reihe »Fenster aus Jazz« öffnet die Abendkasse in Semper Zwei jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
      Info
      • Starting Time: 8.30 pm

      • Venue: Semper Zwei

      • Bei Veranstaltungen der Reihe »Fenster aus Jazz« öffnet die Abendkasse in Semper Zwei jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

      • Verkaufsstart wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben

        Das berühmte und vielgespielte Streichquartett entstand 1960 in Gohrisch, wo sich der Komponist zur Erholung von einer Rückenmarkserkrankung und wohl auch vom erzwungenen Wiedereintritt in die KPdSU aufhielt. Schostakowitsch enthielt sich jeder politisch-weltanschaulichen Deutung des Werks und wollte es als »meinem Andenken Gewidmet« verstehen. Wir erleben eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Streichquartett in einer Trio-Besetzung mit Günter Baby Sommer (Schlagwerk), Johannes Enders (Tenor- und Sopransaxophon) und Steffen Gaitzsch (Violine).

        In diesem Dezember geht es wortakrobatisch zu, wenn Günter Baby Sommer und Matthias Creutziger den legendären österreichischen Jazzmusiker, Komponisten und Bandleader Dieter Glawischnig auf die Bühne von Semper Zwei bitten. Glawischnig war seit den 1960er Jahren eng mit dem Meister der experimentellen Lyrik und konkreten Poesie Ernst Jandl (1925-2000) befreundet und beide verband über viele Jahre eine lange Tradition gemeinsamer Auftritte in Wort und Musik. Der Umgang Jandls mit Sprache, die Freilassung der Worte und Silben, die vorsätzliche und lustvolle Zerstörung des Normalen faszinierten den Musiker und bieten viele Parallelen zum Jazz. »Ernst Jandl war ein bekennender Jazzfan und -kenner und verwendete schon in seinen Gedichten eine Art ›beat‹ in gleichmäßigen rhythmischen Schlägen, seine Lautgedichte sind Vokalsoli – unterwegs zur Musik durch Rhythmus und Klang.« Wie ein drittes Instrument mischen sich die lebendigen Texte voll abgründigem Wortwitz, gelesen von Wanja Mues, in das Spiel von Klavier (Dieter Glawischnig) und Violoncello (Stephan Braun) und versprechen einen Abend voll musikalischer »Sprachüberraschungen«.

        Der Klarinettist, Saxophonist und Komponist Gianluigi Trovesi zählt zu den wichtigsten europäischen Jazzmusikern der Gegenwart. Sein Partner ist der Akkordeonist Gianni Coscia, der in seinem virtuosen Stil Jazz-, Klezmer- und Tangoelemente verbindet. Die Herkunft der Avantgarde aus dem Geist der Tradition von Klassik und Volks- und Populärmusik – ein Thema, dem sich auch der große italienische Schriftsteller Umberto Eco in seinem Roman »Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana« widmete. Dieser Text bildet die Basis des aktuellen Projektes der beiden Künstler, die mit Eco bis zu seinem Tode 2016 eng befreundet waren.

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