WEBVTT

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Man muss eigentlich nichts über Ballett
wissen, um „Onegin” zu schauen.

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Jeden Tag kommen Leute, um sich dieses Ballett
anzusehen, und sie sind total begeistert.

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Ich muss dein Gesicht so sehen.

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Als ich zum ersten Mal nach
Stuttgart kam, war ich 19.

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Sie sagten, na ja, du weißt schon

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du bist noch nicht in
irgendwas involviert.

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Möchtest du eines von Johns Balletten sehen?

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ein Ballett namens „Onegin“.

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Ich habe Puschkin nie gelesen.

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Ich kannte die Geschichte nicht.

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Ich kannte die Musik nicht.

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Das Erstaunlichste für mich war,

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dass ich absolut alles verstanden habe.

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Johns Credo war, uns zu sagen: Denkt
daran, Körpersprache

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ist die einzige Sprache auf der Welt,
die jeder versteht.

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Es ist dieses Gefühl von

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Das Publikum sollte erschöpft sein.

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Man spürt, dass man
mit dem eigenen Körper spricht.

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Man spürt es.

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Und so strömen die Gefühle in dich
hinein – sie spiegeln sich in

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deinem Gesicht wider, bei
jeder deiner Bewegungen.

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Manchmal gibt es Traumszenen, die nicht
realistisch sind, aber

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das weiß man und so etwas
lässt sich eigentlich nur

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in einer Kunstform wie dem
Ballett wirklich gut umsetzen.

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Du bist Onegin davor und danach,
aber nicht hier.

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Es ist ein Traum. Und genau das
konnte John tun.

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Die Art, wie er die Schritte
zusammenfügt, ergibt Sinn und sie

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bauen sowohl mit der Musik, die sie
aufbauen, als auch emotional auf.

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Also jeder im Publikum,
der schon einmal Liebe erlebt hat,

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der schon einmal Hass erlebt hat

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wer schon einmal einen
Verlust erlebt hat,

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versteht alles.

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Es geht nicht nur darum,
die Schritte auszuführen.

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Es geht darum, was
von hier aus kommt.

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John nannte das
magische Ding immer „es“.

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Entweder du hast es
oder du hast es nicht

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aber du kannst es nicht bekommen.

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Es gibt Leute, die es haben.

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Das ist es, was ich tue.

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Es ist ein Coaching-Prozess, bei
dem es darum geht, das

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was in ihnen steckt, zum Vorschein zu
bringen und ihnen die Möglichkeit geben,

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diese Rolle auf ihre eigene Art
und Weise umzusetzen.

