WEBVTT

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»Die Frau ohne Schatten« ist ein unglaublich musikalisch überwältigendes Werk und das nimmt einem natürlich auch mit im Bildnerischen.

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Die Bilder entstehen allein durch die Musik.

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Dadurch entstehen Bilder, wo man sagt, das muss ganz leer und offen oder dunkel oder hell sein. Das transportiert ganz viel die Musik.

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Das Bühnenbild lebt von großen Kontrasten. Von einer märchenhaften Welt, von einer sehr luftigen unkonkreten Welt – einer schattenlosen Welt eigentlich.

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Und einer sehr harten, konkreten, dunklen Welt – dieser Färberwelt.

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Es gibt einen Deal und das ist diese Märchenebene: Der Kauf des Schattens.

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Man hat diese düstere, giftige Welt, wo mit Giftstoffen gearbeitet wird, wo gebleicht wird, wo die Stoffe gebleicht werden für diese Oberwelt, die aus reinen weißen Stoffen besteht.

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Dennoch gibt es eine Verbindung zwischen diesen Orten: Ein Aufzug. Dieser Fahrstuhl verbindet diese Orte.

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Und dieser Fahrstuhl ist irgendwann auch das Falken-Haus. Ein Ort, wo man sich drin verlieren kann, wo man quasi in einer Traumwelt hängenbleibt. Wo man sich auch gar nicht so genau erklären kann, wo man jetzt ist.

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Die Räume, diese zwei konkreten Welten lösen sich immer mehr auf und es kommen immer mehr märchenhafte Elemente rein, wie eben Schatten oder ein riesiger Falke mit 16 Meter Spannbreite.

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Die Werkstätten – die sehr toll sind – die haben diesen tollen Falken auch gebaut.

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Und da kommt zum Beispiel auch dieser riesige Falke rein. Es wird dann ein bisschen irreal oder irrational und geht mehr in dieses Unterbewusste und Metaphorische.

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Es geht um ein sehr starkes Thema. Die Frage nach der Menschheit und nach dem sich begegnen, sich selbst begegnen, sich selbst verlieren, aneinander verlieren. Darum geht es.

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In der Färberwelt gibt es eine ganz schöne Stelle, wo eigentlich auf der Bühne gar nichts passiert.

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Der Färber sitzt nur da, schaut Fernsehen und die Färberin ist auf dem Bett.

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Eine ganz traurige Stimmung, eine ganz traurige Szene von zwei Menschen, die sich verloren haben.

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Mit einer unglaublich schönen, aber traurigen Musik. Eigentlich verrückt, ich habe so was noch nie erlebt.

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Da sitzen zwei Sänger*innen auf der Bühne, die noch nicht mal singen und es trägt einen drei, vier Minuten lang und trifft dich emotional.

