Biografie
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Kenzō Takada

Kostüme

Kenzō Takada wurde 1939 in Himeji (Japan) geboren und entdeckte früh seine seine Leidenschaft für Mode. Kenzō Takada begann – da er als Mann keine Aufnahme in einer Schneiderschule erhielt – an der Universität Kōbe Englisch zu studieren. Als er erfuhr, dass Männer sich zum ersten Mal in Japan in eine Modeschule einschreiben können, bewarb er sich erfolgreich an der renommierten Bunka Fukusō Gakuin (Bunka Fashion College). Anschließend arbeitete er vier Jahre lang in Tokio in einem Gestaltungs-Büro. Trotz der Schwierigkeiten, Japan zu verlassen, hatte er dem Wunsch, für sechs Monate nach Paris zu reisen. Er unternahm die Reise Ende 1964 und wohnt heute noch dort. Während seiner Schiffsreise nach Frankreich hielt das Schiff u.a. in Indochina, Kambodscha, Vietnam, Singapur, Indien, Dschibuti und Ägypten. Kenzō Takada entdeckte die verschiedenen Farben, Kulturstile, Kleidungsweisen und Materialien, die ihn später in seinen Kreationen beeinflussten. Angekommen in Frankreich gelang es ihm, Louis Féraud Entwürfe zur Verfügung zu stellen, was ihm erste Anerkennung brachte und die Aufmerksamkeit anderer Kunden auf sich zog. 1970 eröffnete Kenzō Takada bereits sein erstes Geschäft in der Galerie Vivienne und begann, ungenehmigte Modeschauen zu organisieren, was sofort für Begeisterung sorgte. Er startete mit Dorothée Bis und Chantal Thomass die ersten Ready-to-Wear-Défilés Anfang der 70er Jahre, dann folgten Jean-Charles de Castelbajac und viele andere. 1975 organisierte schließlich die Fédération française de la couture eine Modenschau um die neuen Talente und ihre Arbeit zu zeigen. 1976 eröffnete Kenzō Takada seinen berühmten Store am Place des Victoires und lancierte 1983 unter dem Label KENZO seine erste Herrenmodekollektion. 1984 wurde er vom Kulturminister Jack Lang zum Chevalier des Arts et Lettres ernannt. Im Jahr 1988 erschien der erste bekannte Duft »Kenzo Kenzo« und 1989 »KENZO man«, gefolgt von weiteren Parfüms wie »Summer Fragrance«, »The world is beautiful« und »L’Eau Kenzo«. Diese Kreationen machten KENZO weltweit bekannt. 1993 verkaufte Kenzō Takada die Marke an die LVMH-Gruppe, 1998 wurde er zum Commandeur des Arts et Lettres ernannt. 1999 zieht sich Kenzō Takada vollständig von seinem Modehaus zurück. Seither wirkt er im Bereich Inneneinrichtung, Design und Lifestyle. 2004 schließlich wird Kenzō Takada mit der Médaille Grand Vermeil der Stadt Paris geehrt. Mit seinem zeitlosen Stil, der subtil Ost und West verbindet, ist Kenzō Takada als Pionier der japanischen Kultur im Westen mit über 30.000 Entwürfen in die Modegeschichte eingegangen. Seine erste Gemäldelausstellung fand 2008 in Deutschland statt und wanderte nach Frankreich, Marokko, Argentinien, Ukraine und Russland. Kenzō Takada ist aber auch sozial engagiert und half für verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen Mittel einzuwerben. 2016 wurde er zum Chevalier der Légion d‘honneur ernannt. Das Kostümbild für »Madama Butterfly« ist der erste Kostümentwurf von Kenzō Takada für eine Oper.

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