Sonstige

Trauer um Tom Martinsen

Uns erreichte die traurige Nachricht vom plötzlichen und unerwarteten Tod unseres langjährigen Ensemblemitglieds Tom Martinsen.

Tom Martinsen wurde in Hamar in Norwegen geboren. Nach seinem Abitur studierte er an der Musikhochschule in Oslo und an der Opernhochschule in Stockholm. Gesangsunterricht hatte er u.a. bei Nicolai Gedda, Tito Gobbi und Peter Pears. 1981 debütierte Tom Martinsen als Ferrando (»Così fan tutte«) an der Königlichen Oper in Stockholm. Nach ersten Engagements an den Opernhäusern in Stockholm, Koblenz und Gelsenkirchen gab er 1991 sein Debüt an der Staatsoper Dresden als Hoffmann in »Les Contes dʼHoffmann/Hoffmanns Erzählungen«.
Zunächst als ständiger Gast und später als Mitglied des Solistenensembles der Staatsoper Dresden trat er in zahlreichen Partien wie Hoffmann, Narraboth (»Salome«), Don Basilio (»Le nozze di Figaro/Die Hochzeit des Figaro«), Walther von der Vogelweide (»Tannhäuser«), Erster Edler (»Lohengrin«), Ismaele (»Nabucco«), Willy der Prokurist (»Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«), Howard Boucher in der Europäischen Erstaufführung »Dead Man Walking«, Tamino, Erster Geharnischter und Monostatos (»Die Zauberflöte«), Bob Boles (»Peter Grimes«), Mime (»Das Rheingold«), Lord Hamilton (»R. Hot bzw. Die Hitze«), Kavalier in »Cardillac« und Wolfgang in »Mathis der Maler« auf.
Im Herbst 1999 wirkte er bei der Schallplattenaufnahme von Strauss’ »Friedenstag« unter der Leitung von Maestro Giuseppe Sinopoli mit.
Darüber hinaus gastierte er u.a. in Wiesbaden, München, Oslo, Lissabon, Chemnitz, Erfurt, Krefeld/Mönchengladbach und Bern sowie bei den Sommerfestspielen in Wien und Salzburg. Konzerte gab er u.a. mit der Stuttgarter Philharmonie, den Bamberger Symphonikern, den Istanbuler Symphonikern, der Tschechischen Philharmonie und der Dresdner Philharmonie.
In der Saison 2013/14 war Tom Martinsen an der Semperoper Dresden u.a. in »Prinz Bussel« sowie als Ruger Aspeck in der Neuproduktion von Richard Straussʼ »Feuersnot« zu erleben. 2014/15 sang er u.a. in der Deutschen Erstaufführung von Peter Ronnefelds »Nachtausgabe« und übernahm Partien wie die des Besenbinders in der Neuinszenierung von Humperdincks »Königskinder«, Spoletta (»Tosca«) und Dancairo (»Carmen«). In der Spielzeit 2016/17 interpretierte er u.a. die Partien des Schulmeisters (»Das schlaue Füchslein«), Dr. Blind (»Die Fledermaus«) sowie Partien in »Salome«, »Doktor Faust«, »Die Passagierin«, »Lucia di Lammermoor«, »La forza del destino/Die Macht des Schicksals« und »Oedipus Rex«/»Il prigioniero«. Neben weiteren Rollen war Tom Martinsen in der Spielzeit 2018/19 auch in der Neuproduktion von »Satyricon« als Trimalchio zu erleben.

Wir sind erschüttert über den plötzlichen Tod Tom Martinsens und werden ihm ein respektvolles und ehrendes Andenken bewahren.
 

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