Unterwegs

Tour-Tagebuch

Das Semperoper Ballett auf Tournee. Mit unserem Tour-Tagebuch bleiben Sie immer auf dem aktuellsten Stand!

London 2018

Das Semperoper Ballett wird sich im vom 21. bis 23. Juni mit drei Vorstellungen im Sadler’s Wells Theatre in London präsentieren. Der Ballettabend »All Forsythe« vereint drei Stücke des Choreographen William Forsythe in einem fulminanten Abend:  Das Eröffnungsstück »In The Middle, Somewhat Elevated« ist eine teuflisch großartige Choreographie aus Forsythes Handlungsballett ohne Handlung  »Impressing the Czar«. Danach folgt  eine Serie mehrerer Pas de Deux in »Neue Suite« zu Musiken von Bach, Berio und Händel. Abgerundet wird der Abend mit »Enemy in the Figure«, einer energetischen und zügigen Choreografie für elf Tänzer. Im folgenden Tourtagebuch könnt ihr aus erster Hand erfahren, was unsere Company in London erlebt:

19. Juni 2018



Ein letztes Mal in dieser Spielzeit hieß es für uns: Koffer packen und los zum Flughafen. Zur gleichen Zeit in London haben die Vorbereitungen bereits begonnen: Die Techniker richteten Bühnenbilder sowie Lichteinstellungen ein, während wir ins Flugzeug stiegen. In London angekommen, nutzten wir dann noch den Rest des Tages um die Stadt zu erkunden. Auf ein erfolgreiches Gastspiel!

20. Juni 2018



Unser erster voller Tag in London – und der letzte vor unserer ersten Vorstellung morgen. Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel, machten wir uns auf dem Weg ins Sadler‘s Wells Theatre, welches fußläufig von unserem Hotel aus zu erreichen ist. Nach einem Tag voller Proben, durften wir abends zum ersten Mal auf die beeindruckende Bühne: Die Generalprobe stand an. Zuvor wurde auf der Bühne natürlich ebenfalls weiter gearbeitet: Bühnenteile, wie beispielsweise die Wand für »Enemy in the Figure« wurden aufgebaut, weitere Lichteinstellungen wurden eingerichtet und Springboden wurde verlegt. Nach Ende der Probe am späten Abend freuten wir uns alle auf unser gemütliches Hotelbett – und eine verdiente Mütze Schlaf.

21. Juni 2018



Heute war der Tag unserer ersten Vorstellung! Bevor wir unser Bestes auf der Bühne gaben, lag aber noch ein langer Tag vor uns: Morgens begannen wir den Tag mit einem morgendlichen Training und anschließenden Proben. Als wir nach einer kurzen Verschnaufpause am Mittag in das Theater zurückkehrten, erwartete uns eine großartige Überraschung: Die Ballettfreunde e.V. hatten im Vorfeld für jeden von uns Tournee T-Shirts bedrucken lassen. Viel Zeit zum Anprobieren blieb uns allerdings nicht, denn Maskentermine und Aufwärmtraining standen an. Dann näherte sich auch schon der große Moment - Der Vorhang öffnete sich. Trotz Aufregung läuft alles nach Plan. Am Ende des Abends jubelte das fast ausverkaufte Haus in London, nach »Enemy in the Figure« gab es sogar stehende Ovationen – ein großartiges Gefühl. Und ein Grund um zu Feiern. Im Foyer des Theaters ließen wir diesen ereignisreichen Tag gemeinsam ausklingen.

22. Juni 2018



Nach der gestrigen langen Nacht, hieß es heute Morgen: Zähne zusammenbeißen, es geht weiter. Der Tag beginnt wie immer mit einem Training. Anschließend haben wir einige Korrekturen der gestrigen Vorstellungen besprochen, bevor es dann mit den Proben weiterging. Am Nachmittag genossen wir unsere Pause. Einige von uns ruhten sich vor der bevorstehenden Vorstellung noch einmal aus, andere nutzten die Gelegenheit um das wunderschöne London weiter zu erkunden. Bald ging es dann zurück zum Sadler’s Wells Theatre für Runde Zwei »All Forsythe«. Nach einer gelungenen zweiten Vorstellung, freuten wir uns auf ein Get together mit den Mitgliedern der Stiftung Semperoper – Förderstiftung, die unsere zweite Vorstellung in London angeschaut haben.

23. Juni 2018



Endspurt: Heute stand die letzte unserer Vorstellungen im Sadler’s Wells Theatre an. Wie auch schon in den letzten Tagen starteten wir mit einem Training und setzten den Vormittag dann mit Korrekturen und Proben fort. Ein letztes Mal noch verbringen wir unsere Pause im aufregenden London bevor wir uns dann wehmütig zur Maske und zum Aufwärmtraining begeben. Unsere letzte Show genießen wir dann in vollen Zügen. Während wir Tänzer das erfolgreiche Gastspiel feierten, fing die Arbeit für unsere Techniker an diesem Tag erst so richtig an: Alles musste abgebaut und in einem Container verstaut werden.

24. Juni 2018



Ab nach Hause! Etwas verschlafen trafen sich heute Morgen alle vor dem Hotel um mit dem Bus zum Flughafen Heathrow zu fahren. Nach einem Zwischenstopp in München, kamen wir erschöpft in Dresden an. Vor uns liegen zwei freie Tage, in denen wir uns erholen können. Danach geht es dann weiter mit zwei letzten Vorstellungen von »100°C« und Vorbereitungen für die nächste Spielzeit, bevor wir uns in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden. Bis zum nächsten Gastspiel!

Houston 2018

Bereits zum fünften Mal ist das Semperoper Ballett auf dem »Dance Salad Festival« in Houston (Texas) vertreten. Das interna­tionale Festival, das vor 26 Jahren in Brüs­sel gegründet wurde und seit nunmehr 23 Jahren in Houston stattfindet, präsentiert jährlich eine Vielzahl an Beiträgen mit den unterschiedlichsten choreografischen Handschriften, aufgeführt von Tänzern weltweit renommierter Ballettensembles. Das Semperoper Ballett zeigt in diesem Jahr David Dawsons Choreografie »On the Nature of Daylight« zur gleichnamigen Komposition von Max Richter und ein Pas de Deux aus Stijn Celis‘ »Vertigo Maze« zur Musik von Johann Sebastian Bach.

26. März 2018

26. März 2018


Los geht’s! Wir starteten früh morgens in Richtung Vereinigte Staaten – und in Richtung Sonne: In Houston begrüßte uns herrliches Wetter mit 27°C. Ein schöner Kontrast zu den eisigen Temperaturen in Dresden. Unterwegs waren wir dieses Mal nur in kleiner Runde: Die Solisten Alice Mariani und Christian Bauch wurden begleitet von unserem Tourneemanager Frank Seifert. Nachdem wir drei in unserem Hotel ankamen, zählte erst einmal nur eines: Ausruhen, um am Folgetag fit für die Proben zu sein.

27. März 2018

27. März 2018


Unser erster Tag in Houston begann mit einem täglichen Training in den Räumen des Houston Ballet. Dort trafen wir altbekannte Gesichter wieder: Wir freuten uns riesig Olga Kostritzky zu sehen.


International als Gasttrainerin gefragt, war Olga zuvor mit uns auf Gastspielreise in Kanada und leitete nun das morgendliche Training beim DSF. Weiter ging es zum Hobby Center für eine erste Probe unserer beiden Stücke. Dann hieß es »Bühne frei« für die Technik, welche Boden, Licht und Musik einrichtete.

28. März 2018

28. März 2018


Zwischen den Proben blieb heute ein wenig Zeit um bei großartigem Wetter die Stadt zu erkunden. Morgen steht die erste der drei Vorstellungen bevor und wir freuen uns schon jetzt darauf!

29. März 2018

29. März 2018


Den heutigen Tag unserer ersten Vorstellung hier in Houston, starteten wir, wie könnte es anders sein, natürlich zunächst mit einem täglichen Training. Danach trafen sich alle Künstler der verschiedenen Ensembles für eine Generalprobe. Heute tanzten wir David Dawsons »On the Nature of Daylight«. Auf die Stücke der anderen Festivalteilnehmer waren wir natürlich sehr gespannt! Am Abend öffnete sich dann der Vorhang für ein begeistertes Publikum. Abgerundet wurde der Tag mit einer Premierenfeier auf der wir uns mit unseren Kollegen aus aller Welt austauschen konnten.

30. März 2018

30. März 2018


Der heutige Tag ähnelte dem Gestrigen bis auf eines: Wir tanzten zusätzlich zu David Dawsons »On the Nature of Daylight« ein Pas de Deux aus Stijn Celis‘ »Vertigo Maze«. So war es auch heute für uns eine spannende Generalprobe und zweite Vorstellung. Den Abend ließen wir entspannt bei einem gemeinsamen Essen in Houston ausklingen.

31. März 2018

31. März 2018


Für die dritte und letzte Vorstellung des »Dance Salad Festival« tanzten wir heute Stijn Celis‘ »Vertigo Maze«. Zum Abschluss des Festivals gab es eine Party im Hard Rock Café Houstons – auf der wir natürlich eine Menge Spaß hatten.

1. April 2018

1. April 2018


Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns heute von Houston. Wir blicken zurück auf großartige Vorstellungen, ein wunderbares Publikum, traumhaftes Wetter und inspirierenden Austausch mit Kolleginnen und Kollegen der internationalen Tanzszene. Danke, dass wir da sein durften!

New York und Ottawa 2017

In der Spielzeit 2017/18 gibt es gleich zwei spannende Gastspiele auf einen Schlag. Zuerst wird im Joyce Theater in New York ein mehrteiliger Abend mit den Stücken »5« und »On the Nature of Daylight« von David Dawson, »Ganz leise kommt die Nacht«, eine Uraufführung von Joseph Hernandez und »Vertigo Maze« von Stijn Celis gezeigt. Für einige von uns geht es dann direkt weiter nach Ottawa, wo wir auf den Rest der Company treffen, um im National Arts Center »Schwanensee« zu zeigen. Hier gibt es einen Einblick in unsere täglichen Erlebnisse auf Tour:


28. Oktober


New York, New York! Wir kommen! Morgens früh um 8 Uhr ging es für uns am Dresdner Flughafen los in Richtung Big Apple. Nach einem Zwischenstopp in Frankfurt steuerten wir über den Atlantischen Ozean. 11 Stunden Reisezeit später war es dann endlich so weit: Aus dem Flugzeug heraus konnten wir die gigantischen Hochhäuser der Großstadt sehen und waren schon zum ersten Mal überwältigt von diesem schillernden Ort. Um 13.30 Uhr Nordamerikanischer Zeit landeten wir dann endlich am Flughafen JFK.  Nun hieß es: Mit der U-Bahn ab ins Hotel und erst einmal kurz ausruhen, aber nicht sehr lange, denn die Stadt ruft: Es gibt tausende tolle Restaurants und Cafés die es zu erkunden gilt – und nach so einer anstrengenden Reise kam uns das sehr gelegen. Abends nutzen einige von uns noch die Chance, sich eine der vielen faszinierenden Broadway-Shows anzusehen, einige fielen aber auch geplättet vom Jetlag ins gemütliche Hotelbett.

29. Oktober


Sonntag – freier Tag! Zeit, die vielfältige Stadt zu erkunden! Und dafür gab es, trotz regnerischen Wetters, viele Möglichkeiten: Ob Fotoshooting, Museumsbesuche, Essen in einem typisch amerikanischen Diner oder eine Sightseeing Tour, für jeden ist etwas dabei. Es gibt einfach nichts, was man in New York City nicht tun kann! Mittags trafen sich einige von uns im »Steps«, Tanzstudio direkt auf dem Broadway. Dort trainierten wir und genossen das ganz besondere Flair dieses Studios. Der Tag wurde außerdem genutzt, um Freunde zu treffen, unter anderem auch Craig Davidson, ein ehemaliges Ensemblemitglied des Semperoper Ballett und nun freischaffender Choreograf. Am Abend ließen wir den Tag mit leckerem Essen ausklingen, aber dann machte sich auch schon der Jetlag wieder bemerkbar. Nun heißt es ab ins Bett, denn morgen beginnen die Proben im Joyce Theater!

30. Oktober


So viele neue Eindrücke und so viel geschafft! Heute Morgen ging es zur JKO School, wo wir unser erstes morgendliches Training im Big Apple bestritten. Danach wurde natürlich geprobt, geprobt, geprobt für die große Premiere! Schließlich soll morgen alles perfekt klappen. Zur gleichen Zeit wurde im Joyce Theater binnen weniger Stunden alles für den morgigen aufregenden Tag vorbereitet: Unsere Techniker haben installiert, was das Zeug hält – Licht, Ton und Bühnenboden. Die Maskenbildner haben sich eingerichtet, während die Ankleider unsere Kostüme vorbereiteten – da blieb kaum Zeit, sich auszuruhen. Am Abend konnten wir es kaum erwarten, die Stadt die niemals schläft, weiter zu erkunden. Manche von uns schlenderten über den hell erleuchteten Times Square – ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen darf – andere mochten es sportlicher und schauten sich ein NBA Basketballspiel an. Am Ende des Tages schliefen alle geschafft und mit einem kleinen Kribbeln im Bauch ein… Morgen ist der große Tag! 

31. Oktober


„Vorhang auf, die Vorstellung beginnt!“, hieß es heute Abend zum ersten Mal für uns in New York. Zu diesem Zeitpunkt lag allerdings schon ein aufregender Tag hinter uns. Natürlich wurde das Joyce Theater erkundet, welches für die nächsten fünf Tage unsere Spielstätte sein wird. Noch viel wichtiger war allerdings die heutige Generalprobe. Hier kamen erstmalig alle 4 Stücke mit Kostüm, Maske und Licht auf der Bühne zusammen. Ein ganz besonderer Moment! Besonders für Joseph Hernandez, dessen Stück  heute Abend seine Weltpremiere feiert. Nach der Generalprobe wurde es so langsam ernst: Letzte Korrekturen, noch eine schnelle Stärkung, ab in die Maske, Aufwärmen, ins Kostüm und dann ging es auch schon los! Eineinhalb Stunden voller Gefühle folgten und dann: Tosender Applaus! Unsere Premiere war ein voller Erfolg! Und das muss natürlich gefeiert werden…

1. November


Trotz des spannenden und anstrengenden gestrigen Tages begannen wir um 11 Uhr unser morgendliches Training in der JKO School. Danach liefen wir zum Joyce Theater, um dort Korrekturen zu besprechen. Den Nachmittag hatten wir ganz für uns – und das wurde natürlich auch genutzt. Erneut ergriffen wir die Chance, Freunde und Bekannte zu treffen und uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der vielseitigen Metropole anzuschauen. Dabei behielten wir jedoch immer die Uhr im Auge: Abends bereiteten wir uns zeitig auf unsere zweite Vorstellung vor. Wieder stieg das Kribbeln im Bauch auf, doch die Vorfreude auf die Vorstellung siegte. Auch heute lief alles wie am Schnürchen, das Publikum war aufs Neue begeistert. Dieses Mal waren wir sogar etwas entspannter, da die erste Aufregung und der Jetlag nun endlich überwunden waren. Nach der Vorstellung gab es für interessierte Zuschauer noch den »Curtain Chat«, ein Interview mit unserem Ballettdirektor Aaron S. Watkin mit der Möglichkeit selbst Fragen zu stellen.

2. November


Halbzeit! Heute findet schon die dritte von fünf Vorstellungen statt. Die soll selbstverständlich genauso gut laufen wie an den letzten beiden Abenden. Deshalb setzten wir unsere Arbeit fleißig fort: Wie jeden Morgen begann das Training um 11 Uhr, dann ging es mit den Korrekturen weiter. An unserem freien Nachmittag stürmten wir alle die Zeitungsstände, um die ersten positiven Presserezensionen über unser Gastspiel zu lesen. Nach ein wenig Entspannung bereiteten wir uns dann auch schon wieder auf die Vorstellung vor. Erneut öffnete sich der Vorhang und wir genossen es, das Publikum begeistern zu dürfen. Ein weiterer erfolgreicher Tag geht zu Ende.

3. November


Während sich unser Gastspiel hier in New York langsam dem Ende zuneigt, laufen die Vorbereitungen für die nächste Tournee nach Ottawa schon auf Hochtouren. Es ist noch mitten in der Nacht bei uns in New York, da sind zu Hause in Dresden alle schon hellwach. Dort wurde sich nämlich vormittags mit einer Durchlaufprobe für »Schwanensee« auf die Vorstellungen im National Arts Center in Ottawa vorbereitet. Unser Tag hier in Nordamerika begann dann mit etwas Abwechslung: Cynthia Harvey, die legendäre Tänzerin, Lehrerin und nun Direktorin der JKO School, leitete unser morgendliches Training. Danach ging es, wie schon gewohnt, mit Korrekturen und einem freien Nachmittag weiter. Für unseren Ballettdirektoren Aaron S. Watkin stand noch ein besonderer Programmpunkt auf dem Plan: Er gab im Gibney Dance Center eine Masterclass, an welcher junge Ballettschülerinnen und –Schüler teilnehmen konnten. In inzwischen schon gewohnter Umgebung, traten wir dann am Abend ein weiteres Mal vor einem vollen Haus auf.

4. November


Wie schnell die Zeit vergeht! Heute fand leider schon unsere letzte Vorstellung im Big Apple statt. Schweren Herzens brachen wir morgens zu unserem letzten Training in der JKO School auf. Zum letzten Mal streiften wir durch die Straßen New Yorks und wir sind immer noch so beeindruckt von dieser schimmernden Stadt, wie am ersten Tag. Ein bisschen wehmütig bereiteten wir uns auf die Vorstellung vor, dann ging es auch schon los. Ein letztes Mal fiel der Vorhang, gefolgt von stürmischem Applaus. Unser erfolgreiches Gastspiel wurde selbstverständlich gebührend gefeiert! Wir haben‘s geschafft! Und natürlich freuen wir uns auch schon auf die spannende Reise, die noch vor uns liegt…

5. November


Die Reise geht weiter! In Dresden trafen sich unsere Solisten für »Schwanensee« sowie Ballettmeister, Pianist und Physiotherapeuten um 13 Uhr am Flughafen, um sich auf den Weg in Richtung Kanada zu begeben. Wir hier in New York wurden um 11 Uhr am Hotel abgeholt und zum Flughafen Newark gebracht. Um 20 Uhr landeten wir New Yorker dann in Ottawa und trafen dort auf unsere Kollegen, welche schon zwei Stunden früher angekommen waren. Bei einem gemeinsamen Abendessen gab es viel zu erzählen: Was ist alles in New York geschehen? Und was gibt’s Neues aus der Heimat? So ließen wir unseren ersten Abend in Ottawa ausklingen.

6. November


Nun hieß es „Ready for take-off?“ für die große Gruppe! Heute machten sich 33 Companymitglieder, Ballettmeister, Maskenbildner und Maskenbildnerinnen und Ankleiderinnen auf den Weg. Bei bewölktem Himmel ging es zunächst von Dresden nach München, dann weiter nach Montreal und von dort aus mit einem Bus nach Ottawa. Während sie noch in der Luft unterwegs waren, begann für diejenigen, die sich schon in Ottawa befanden, das erste gemeinsame morgendliche Training mit Olga Kostritzky. Gleich im Anschluss wurde der Tag mit Proben für die Ersten Solisten fortgesetzt. Und natürlich muss auch die Bühne vorbereitet werden. Schon im September wurden die Container mit Bühnenbild und Kostümen nach Ottawa verschifft. Unsere Techniker, die extra mitgereist sind, bauen nun das Bühnenbild auf und richten die Technik ein. Am Abend kam dann endlich die große Gruppe an, die vom langen Flug noch etwas gerädert war.  Das Semperoper Ballett ist wieder vereint!

7. November


An einem kalten Novembermorgen – hier sind die Temperaturen schon jetzt deutlich winterlicher als in Dresden – machten wir uns heute auf den Weg von unserem Hotel zum National Arts Center. Wir fühlen uns geehrt in diesem atemberaubenden Gebäude, einem Glasbau, tanzen zu dürfen. Heute waren für das morgendliche Training erstmals alle vereint. Zusammen bestritten wir dann auch den Tag voller Proben für die erste Vorstellung in zwei Tagen. Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir noch etwas Zeit, die Hauptstadt Kanadas zu erkunden. Vor allem die unzähligen tollen Restaurants waren uns natürlich sehr willkommen…

8. November


Der Countdown läuft! Heute war es Zeit für die Generalprobe vor unserer ersten Vorstellung morgen. Nun muss alles wie am Schnürchen funktionieren: Maske, Kostüme, Licht, Videoprojektion, Platzierungen… und selbstverständlich auch die Schritte und Emotionen. In der Mittagspause gab es etwas Zeit, die Stadt weiter zu erkunden. Neben vielen Hochhäusern und dem großen Schloss, gibt es hier tolle Parks. Dort trafen wir sogar ein paar äußerst zutrauliche Eichhörnchen. Eine super Fotogelegenheit! Unser Ballettdirektor Aaron S. Watkin war am späten Nachmittag zu einem Interview für den Tanz-Podcast des National Arts Center eingeladen – seid also gespannt auf ein anregendes Gespräch.  Nach diesem arbeitsreichen Tag steigt die Spannung. Wir freuen uns, morgen endlich vor vollem Haus auf die Bühne treten zu dürfen!

9. November


Unser Tag begann heute mit einer herrlichen Überraschung: Auf unserem Weg in den Ballettsaal wurden wir von einem Schwanensee inspirierten Blumenstrauß begrüßt, dazu eine Karte mit netten Wünschen der Mitarbeiter des NAC. So starteten wir frisch motiviert unser morgendliches Training. Nach letzten Proben und Vorbereitungen in der Maske durften wir dann heute endlich auf der riesigen Bühne des National Arts Center tanzen. Während wir in der Pause kurz verschnauften, wurden im Foyer fleißig unsere Ballettbroschüren verteilt und unsere Kalender verkauft. Diesen kann man übrigens mit einer Mail an info@ballettfreunde-semperoper.de bestellen. Obwohl wir uns durch die beiden Akte schwitzten und nach der Vorstellung völlig fertig waren, war es für uns etwas ganz Besonderes und Schönes, vor solch einem begeisterten Publikum zu tanzen, welches uns dann auch noch mit stehenden Ovationen belohnte. Für so einen Abend lohnen sich die tagelangen Proben und wir alle wissen wieder genau, wieso wir diesen Beruf gewählt haben.

10. November


Bei bitterkalten -10°C bereiteten wir uns heute auf unsere zweite, ebenfalls ausverkaufte Vorstellung vor. Und wieder war das Publikum hellauf begeistert! Unser persönliches Highlight war der Empfang nach der Vorstellung, welcher von der deutschen Botschaft in Ottawa organisiert wurde. Hier wurde ausgelassen gefeiert und die deutsch-kanadische Zusammenarbeit gewürdigt. Ein besonderer Moment für unseren Ballettdirektoren Aaron S. Watkin, welcher in Kanada geboren wurde und aufwuchs. Er hatte durch dieses Gastspiel erstmals die Möglichkeit, seine Company »zu Hause« zu zeigen.

11. November


Ein aufregendes und erfolgreiches Gastspiel geht zu Ende. Heute fand unsere letzte Vorstellung hier in Ottawa statt. Ein letztes Mal erzählten wir die mitreißende Geschichte des verzauberten Schwanenmädchens und noch einmal wurden wir von dem großartigen Publikum bejubelt. Einerseits sind wir traurig, dass die Zeit hier so schnell verging, andererseits freuen wir uns aber auch schon auf zu Hause und auf die bevorstehende Nussknacker-Zeit. Wir möchten uns aufrichtig beim National Arts Center für die großartige Zusammenarbeit und beim kanadischen Publikum für das herzliche Willkommen bedanken.

12. November


Nun heißt es Abschied nehmen. An unserem letzten Tag in Ottawa haben wir noch einmal viel Gelegenheit, die Stadt zu erkunden und die Zeit zu genießen, bevor wir dann abends zusammenpacken und wieder zurück nach Dresden fliegen. Unsere Techniker hingegen haben noch viel zu tun: Sie begannen direkt nach der gestrigen Vorstellung das Bühnenbild abzubauen, nach einer langen Nachtschicht werden dann heute alle Kostüme und Bühnenteile wieder in den Containern verstaut, sodass diese auch die Heimreise antreten können. Morgen treten dann aber auch die Techniker und unser Tourneemanager den Heimweg an.


Bis zum nächsten Gastspiel!

Vielen Dank an unsere Tänzer und Tänzerinnen, Sabine Bohlig und Frank Seifert für das Bildmaterial.

Paris 2017

Das Semperoper startet das neue Jahr mit einem Gastspiel an die Opéra National de Paris. Mit sechs Vorstellungen des abstrakten Handlungsballett »Impressing the Czar« von William Forsythe ist die Company an fünf Tagen am Palais Garnier zu erleben. Wie es den Tänzerinnen und Tänzern erging, lesen Sie hier:

1. Januar


Was für ein Neujahrsmorgen! Bereits um 9 Uhr startete unsere erste Gruppe  Tänzer und Tänzerinnen, Technik und Administration mit dem Bus von Dresden nach Leipzig. Nach Verzögerung wegen gefrierenden Nebels ging es dann doch mit nur leichter Verspätung von mit dem Flieger über München nach Paris. Die zweite Gruppe, die über Frankfurt in die französische Hauptstadt reiste, reiste am Mittag in Dresden ab.
Am frühen Abend erreichten wir den Pariser Flughafen und fuhren in die Innenstadt. Nach zwei Flügen und der, für viele, zu kurzen Silvesternacht, machten sich die meisten von uns einen entspannten Abend im Hotel. Es liegt schließlich Vieles vor uns! Einige von uns packte dann aber doch noch die Neugier und somit ging es ein erstes Mal zur Pariser Oper, um den Ort zu bestaunen, an dem die Bühne eine Woche lang nur uns gehört. Ein prachtvoller Bau – wir freuen uns auf die morgige Probe und unser Palais Garnier-Debüt…

2. Januar

Ausgeschlafen starteten wir heute in unseren ersten Probentag in Paris.  Am Theater: beeindrucktes Staunen! Jetzt überkam auch den Letzten ein Gefühl von Stolz, an diesem Haus auftreten zu dürfen.
Nach dem täglichen Training starteten wir in die letzten Proben für die Vorstellungen. Mit William Forsythe persönlich zu arbeiten, ist für uns immer wieder auf’s Neue  etwas ganz Besonderes. Korrekturen für sein eigenes Werk vom Meister, mehr Inspiration kann man sich kaum denken! Derweil ist unsere Technik ebenfalls sehr früh auf den Beinen: ab  8 Uhr wurde entladen, aufgebaut und eingerichtet.  Heute Abend ist für das Team dann noch die Beleuchtung dran. Auch hier ist es also ein langer, langer Tag.  

3. Januar

Proben, Proben, Proben! Auch am zweiten Tag im schönen, aber nass-kalten Paris spielte sich der Großteil des Tages wieder im Ballettsaal ab. Aber in was für einem! Das Studio ist großzügig, rund, in einer Kuppel untergebracht. Eindeutig mal etwas ganz anderes. Auch hier darf das ein oder andere Erinnerungsfoto nicht fehlen – so wie auch schon im Vorderhaus der Oper.
Unsere Technik beleuchtet derweil ganztags und richtet den Ton ein. Am Abend, bei der Generalprobe,  sollten ja auch alle im rechten Licht stehen…  Dann um 19:30 bis 22:30 Uhr ging’s los in Kostüm und Maske – und auch erstmals vor vollem Haus.

4. Januar

Heute war die Anspannung und Vorfreude förmlich greifbar. Training und Proben vergingen wie im Flug. Und schon war es Nachmittag, wir ruhten noch ein wenig oder nutzten die freien Minuten, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Viel Zeit war nicht – schon 18:30 Uhr ging’s zum Aufwärmen, dann Maske und ab in’s Kostüm! Pünktlich um 19:30 Uhr ging der Vorhang dann auf für unsere erste Vorstellung in der Pariser Oper. Was für ein grandioses, überwältigendes Gefühl – und alles hat geklappt! Den tosenden Applaus noch in den Ohren, feierten wir den gelungenen Abend mit einem Empfang im Foyer der Oper.  Lobende Worte gab es hier von Aurélie Dupont, Directrice de la danse des Balletts der Opéra National de Paris, die weitere Gastspiele in Aussicht stellte. Ein toller Auftakt für uns!

5. Januar

Heute wurde es noch mal besonders spannend für einige von uns: eine neue Besetzung für den Teil »In the Middle, Somewhat Elevated« machte sich bereit. Doch zuvor hieß es natürlich: Training und Proben. Ab 14:30 Uhr dann noch ein bisschen Freizeit, bevor die Vor-Vorstellungsroutine einsetzte. Für einige ging es also noch einmal in Richtung Eiffelturm und Co., das sonnige Paris genießen. Am Abend dann die Debüts und erneut stürmischer Applaus – Paris liebt uns, aber wir lieben Paris!

6. Januar

Ein famoser freier Vormittag! Hier und da wagte sich der ein oder andere in ein Pariser Café für Croissants und Kaffee, ging es doch heute erst 14:00 Uhr zum täglichen Training ins Theater. Jeden Tag eine Vorstellung – das zehrt jedoch auch und so kann eben auch ein Vormittag im Bett ein großer Genuss sein.  

Um 19:00 Uhr hieß es dann wieder »Vorhang auf!« und einmal mehr den Zaren beeindrucken. Und das Publikum. Und, hoffentlich auch, die Stiftung zur Förderung der Semperoper, über deren Anwesenheit wir uns besonders gefreut haben. Mehr Informationen über die Ziele und Arbeit der Stiftung für alle Interessierten gibt’s hier: www.stiftung-semperoper.de

7. Januar

Noch einige Zeilen schreiben? Nach diesem Tag nahezu unmöglich. Ab 11 Uhr standen wir im Training, nahmen Korrekturen des gestrigen Abends entgegen und dann ging’s schon los: Doppelvorstellung! Um 14:30 und 20:00 Uhr gaben wir wieder Alles. Das ist nicht schwer, da das Pariser Publikum unglaublich gastfreundlich, offen und begeistert auf uns reagiert. Und natürlich tut die Anwesenheit des Meisters persönlich, William Forsythe, sein Übriges. Aber »müde« ist gar kein Ausdruck nach diesem Tag!

8. Januar

Noch ein letztes Mal TOI TOI TOI, Vorhang auf und LOS! Um 14:30 Uhr startete unsere letzte Vorstellung »Impressing the Czar« hier am Palais Garnier. Eine rasante, fantastische Woche näherte sich ihrem Ende. Ein lachendes und ein weinendes Auge begleitet das Ende dieser Tournee. Das tolle  Team der Opéra Garnier, das wunderbare Theater, wir werden es vermissen. Zuhause erwarten uns bereits »Romeo und Julia«. Bereits am 14. Januar startet hier die nächste Serie an der Semperoper! Klar freuen wir uns auf Prokofjew im Ohr und die ganz großen Emotionen auf  der Bühne.
Davor gingen wir aber noch einmal aus, denn der letzte Abend stand zur freien Verfügung. Pariser Nachtleben, hier kommen wir!

9. Januar

Und dann war schon wieder alles passé. Wir sitzen im Flieger und sagen »Au revoir et merci, Paris.« Bereits um 07:45 Uhr verlassen wir das Hotel, um 10:55 Uhr fliegen wir ab Paris über Frankfurt in die Heimat und beenden unser zweites Gastspiel in der Stadt der Liebe und des Tanzes. Aber wir kommen wieder, ganz bestimmt. 



Danke für das Bildmaterial an unsere Tänzer Gina Scott, Zarina Stahnke, Thomas Bieszka, Michael Tucker und István Simon!

Südafrika und Kenia 2016

1.Oktober
Leider war heute bereits unser letzter Tag in Kenia und leider auch die letzte Vorstellung dieser Tour. Tagsüber nutzten wir nochmals die Zeit, um die Stadt zu erkunden, bevor wir uns wieder in Richtung Theater aufmachten. Das Publikum war ebenfalls fantastisch und hat mit viel Spaß und Enthusiasmus an unserem Workshop teilgenommen. Inzwischen sitzen wir am Flughafen und warten auf das Boarding. Unglaublich, wie schnell diese Woche vorbeiging und wieviel wir aber in dieser Zeit erleben durften. Ein großes Dankeschön an die Kolleginnen und Kollegen des Goethe Instituts in Johannesburg und Nairobi für diese ganz besonderen und unvergesslichen Erlebnisse!

30. September

Heute Vormittag starteten wir gleich nach dem Frühstück mit einer City Tour durch Nairobi. Auffallend waren vor allem der Lärm und die vielen Abgase, die in der Luft hängen. Eine grandiose und gigantische Aussicht über die Stadt bot sich uns von dem Hubschrauberlandeplatz des Kongresszentrums. Noch einen kurzen Besuch auf dem Markt, dann ging es auch schon ins Theater, um die erste Vorstellung vorzubereiten. Um 18 Uhr legten wir los, gespannt auf unser Publikum! Und was sollen wir sagen, es war toll! Das Publikum war sehr cool und allem aufgeschlossen. Auch die zwei Stromausfälle, die uns alle für jeweils vier Sekunden in komplette Nacht umhüllt hatten, konnten die Begeisterung aller Mitwirkenden nicht bremsen. Somit war es eine sehr, sehr schöne Aufführung. Wir freuen uns schon sehr auf unsere letzte Vorstellung morgen Abend.


29. September
Der heutige Tag hat bereits sehr früh begonnen. Um 06:30 Uhr mussten wir aus dem Hotel auschecken, um dann um 10:10 Uhr nach Nairobi (Kenia) zu fliegen. Die Flugzeit betrug 4 Stunden inklusive einer sehr pünktlichen Landung. Leider hatte die Pünktlichkeit ein Ende als wir in unserem Hotel ankamen und sehr lange Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen (Visa) verbringen mussten. Am Abend waren wir einmal mehr von den Kolleginnen und Kollegen des Goethe-Instituts zum Dinner eingeladen und wir konnten den Tag bei einem leckeren, frischen Bier ausklingen lassen! Das war ein schöner Abschluss für einen so langen Tag.

27. September
Heute war bereits unsere erste Vorstellung. Um 14 Uhr ging es los und 200 junge Tanzstudentinnen und Studenten schauten uns bei unserem Training zu. Anschließend präsentierten wir Pas de deux aus verschiedenen Stücken von William Forsythe. Besonders spannend wurde es aber im Anschluss an die kleinen Präsentationen, denn es folgte der erste Workshop für die Zuschauerinnen und Zuschauer. Wir Tänzerinnen und Tänzer wirkten nun als Trainer und lehrten dem Publikum etwas von Forsythes Tanztechnik und kleine Improvisationen. Für alle Mitwirkenden war dies eine aufregende und erlebnisreiche Stunde. Am Ende waren wir etwas geschafft, denn die 1800 Höhenmeter und der geringere Sauerstoffanteil in der Luft machten sich im Laufe des Tages bemerkbar.
Die Belohnung auf die gelungene Vorstellung folgte jedoch am Abend, als wir auf eine Nacht-Safari eingeladen wurden. Von der Ferne haben wir Löwen, Giraffen und Wildhunde gesehen, doch das absolute Highlight war das Streicheln von Löwenbabys.

25. & 26. September
18:45 Uhr: Und es geht los! Das dachten wir zumindest am Anfang, doch leider hat sich der Abflug in Dresden etwas verzögert. Trotzdem hat mit dem Anschlussflug in Frankfurt Richtung Johannesburg alles geklappt und wir sind dort pünktlich am Montagmorgen gelandet.
Vom Flughafen ging es direkt ins Hotel, allerdings nur um kurz einzuchecken, denn anschließend wurden wir gleich für Proben in die Dance Factory gebracht, dem Veranstaltungsort der beiden Vorstellungen in Johannesburg.
Um 13 Uhr gab es das erste gemeinsame Mittagessen mit den Organisatoren des Goethe-Instituts. Im Anschluss quetschten wir uns alle in kleine Tuk Tuks und los ging die Tour durch Soweto, dem berühmten Vorort von Johannesburg. Ein ganz besonderes Highlight dieser Tour war die Besichtigung von Nelson Mandelas Haus.
Am Abend fielen wir alle todmüde ins Bett, völlig geflasht von den neuen Eindrücken, die wir bereits an unserem ersten Tag gewonnen haben. 

Vom 25. September bis zum 2. Oktober reist eine kleine Delegation unserer Company nach Südafrika, Johannesburg und nach Kenia, Nairobi. Das Goethe Institut hat uns eingeladen dort kleine Ausschnitte aus William Forsythes Werken zu präsentieren. Anschließend an die Vorstellungen werden die Zuschauerinnen und Zuschauern selbst zu Tänzerinnen und Tänzer, denn unsere Künstler erarbeiten mit ihnen kleine Improvisationen. Durch diese Veranstaltungen gewinnen die Gäste einen Einblick in die tägliche Arbeit einer Ballettcompany.

Göteborg 2016

5. Juni 2016
Es ist 7:30 Uhr und die Company versammelt sich gerade im Hotel, bereit zur Abreise.
Auch die neue Besetzung vermochte das Publikum gestern Abend zu begeistern. Ganz besonders bewegend war der weitere Bühnenabschied, den es zu feiern gab: Laurent Guilbaud trat zum letzten Mal in der Rolle des Tybalt auf und einmal mehr blieb bei der Verabschiedung fast kein Auge trocken.
Danach ging es für die meisten Tänzerinnen und Tänzer noch in die Stadt, um den letzten Abend in dieser schönen Stadt zu genießen. Die müden Gesichter der Tänzerinnen und Tänzern lassen erahnen, dass die letzte Nacht wohl eher kurz ausgefallen ist...
Jetzt heißt es aber ab in den Bus zum Flughafen und zurück nach Dresden, denn dort warten schon die nächsten spannenden Aufgaben auf uns!

4. Juni 2016
Wow! Auch die zweite Vorstellung war ein großer Erfolg! Kaum war der Vorhang gefallen, stand das Publikum bereits wieder und belohnte alle Tänzerinnen und Tänzer mit tosendem Applaus. Trotzdem war es dieses Mal anders, denn es wurden auch Tränen vergossen. Elena Vostrotina stand zum letzten Mal als Ensemblemitglied mit uns auf der Bühne und wurde gebührend verabschiedet. Als Lady Capulet hat sie noch einmal alle in ihren Bann gezogen, was den Abschied nur noch schwerer machte.

Heute Vormittag standen wieder Proben auf dem Tagesplan, denn heute Abend wird eine neue Solisten-Besetzung zu sehen sein: Duosi Zhu als Julia und Jón Vallejo als Romeo. Wir drücken allen nochmals fest die Daumen und wünschen viel Spaß für die letzte Vorstellung in Göteborg.

3. Juni 2016
Wir sind überwältigt! Standing Ovation und nicht enden wollende Bravo-Rufe – das Publikum gestern Abend war begeistert von unserer Vorstellung! Auch für uns war die Premiere in Göteborg etwas ganz Besonderes, aber es gilt noch zwei weitere Vorstellungen zu meistern. Daher gab es heute Vormittag gleich nach dem Training wieder Proben, damit alle in Form bleiben. Anschließend gab es Zeit zur freien Verfügung und die wurde gleich richtig ausgenutzt. Manche Tänzerin oder Tänzer ist direkt in den Liseberg-Freizeitpark gefahren und hat sich in Achterbahnen, im »AeroSpin« oder im »Mechanica« durch die Luft wirbeln lassen.
Inzwischen sind alle wieder im Ballettsaal versammelt um sich für die bevorstehende zweite Vorstellung vorzubereiten. Heute wird es spannend, denn es ist die Abschiedsvorstellung von unserer Erstem Solistin Elena Vostrotina.

2. Juni 2016
Es ist so weit, die Premiere von Stijn Celis‘ »Romeo und Julia« an der GöteborgsOperan steht vor der Tür. Wir freuen uns sehr auf unseren Auftritt und auf die Reaktionen.
Der heutige Tag sollte uns allen den letzten Schliff geben. Neben unserer täglichen Class fand von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr die Generalprobe statt, bei der noch mal die Lichteinstellungen und der Sound überprüft wurden. Danach hatten wir alle ein wenig Zeit uns auszuruhen und uns auf den großen Auftritt vorzubereiten.
Kurz vor 18 Uhr geht es dann für alle in die Maske ehe es 19 Uhr heißt »Curtain up for ‚Romeo and Juliet‘«. Wir berichten später über unsere Eindrücke, seid gespannt!

1. Juni 2016
Heute hatten wir unseren ersten Probentag in der Oper. Nachdem wir uns für den heutigen Tag gestärkt hatten, begannen auch schon die ersten Proben, denn schließlich findet heute Abend ab 18:15 Uhr die erste Bühnenprobe statt und jeder Schritt soll sitzen.
Am Nachmittag hatten wir alle ein wenig Zeit Göteborg zu erkunden. Bei sonnigen 23°C macht eine Stadttour direkt mehr Spaß. Göteborg ist wunderschön, der Hafen und die Architektur sind beeindruckend.

Nun müssen wir aber los, das Warm-up für die Bühnenprobe beginnt in wenigen Minuten.

31. Mai 2016
Liebe Freunde des Semperoper Balletts,
kaum ist die letzte Dornröschen-Vorstellung vorbei, schon hieß es für die Company wieder Koffer packen. Heute Mittag startete nämlich die letzte Tour für diese Spielzeit, die uns ins schöne Schweden nach Göteborg führt! Dort werden wir drei Vorstellungen von Stijn Celis‘ »Romeo und Julia« zeigen. Pünktlich um 14:15 Uhr hob das Flugzeug Richtung Frankfurt ab, von wo wir nach einem kurzen Zwischenstopp weiter nach Göteborg flogen. Die Technik-Crew ist bereits schon seit Sonntag vor Ort, um alle Bühnenelemente und Lichteinrichtungen vorzubereiten. Hier seht ihr ein paar Bilder von der Göteborg Operan und dem Hafen, die uns bei schönstem Abendlicht empfangen haben. Erkennt ihr auch, welche beiden Tänzer auf dem Poster vor der Oper abgelichtet sind?

Antwerpen 2016

09. Mai 2016
Was für ein großartiges Finale unserer Tournee in Antwerpen. Wir sind stolz auf die letzten drei Abende und würden uns über ein Wiedersehen in den kommenden Spielzeiten sehr freuen. Nach unserem glorreichen Abschluss hatten wir alle noch etwas Zeit für ein gemeinsames Abendessen und einem Abschlusstrunk.
Heute ist es nun so weit, bei bestem Wetter begeben wir uns auf die Heimreise. Unsere Zeit in Belgien war unfassbar inspirierend. Neben der Sprache und der Kultur hatten wir viele Gelegenheiten Antwerpen zu erkunden und so viel Inspiration wie möglich aufzusaugen. Danke Antwerpen für die schöne Zeit.

Doch diese Tournee soll noch nicht die letzte für diese Spielzeit gewesen sein. Bereits in knapp drei Wochen sind wir in der zweitgrößten Stadt Schwedens: Göteborg. Auch aus dem hohen Norden werden wir hier unsere Eindrücke und Gedanken niederschreiben und euch daran teilhaben lassen.
Seid gespannt!

08. Mai 2016
Auch an unserem zweiten Abend in Belgien überzeugten wir das Publikum. Antwerpen scheint uns zugetan zu sein und wir sind von der Stadt mehr als nur begeistert.
Nach unserer täglichen Routine hatten wir ein wenig Zeit uns für das große Finale heute vorzubereiten. Die einen liefen zum Hafen und genossen dort einen Moment der Ruhe, andere ließen sich von unserer Physiotherapeutin Babsi noch einmal richtig durchkneten.

Kurz vor 14 Uhr ging es dann für uns alle in die Maske. Neben dem herkömmlichen Make-up haben wir im letzten Teil ein ganz besonderes Accessoire: die charakteristischen Bono-Bongo-Perücken. Beim Aufsetzen helfen uns natürlich die zauberhaften Maskenbildnerinnen – damit auch alles sitzt und nichts verrutscht. Kurz vor 15 Uhr schallt die Durchsage für den Beginn der Show durch den Flur und es kann losgehen!

07. Mai 2016
Wir sind begeistert. Die gestrige Aufführung und die Reaktionen waren umwerfend. Danke an das gesamte Team hinter den Kulissen, die dies ebenso ermöglicht haben wie unsere BallettmeisterInnen und das gesamte Ballettteam.
Unseren heutigen Tag begannen wir mit unserer Class, gefolgt von einzelnen Korrekturproben. Schritte wurden wiederholt und Abfolgen durchgesprochen. Momentan haben wir erneut die Chance Antwerpen zu besichtigen und das schöne Wetter zu genießen, ehe um 20 Uhr die zweite Show von »Impressing the Czar« beginnt.
Wir können es kaum erwarten!

6. Mai 2016
Es ist soweit! Wir stehen kurz vor unserer ersten Vorstellung von »Impressing the Czar« im deSingel Theater in Antwerpen! Alle Requisiten sind an Ort und Stelle, die Kostüme sind in den Garderoben verteilt und die Tänzerinnen und Tänzer werden für die Vorstellung geschminkt. Ein letzter Soundcheck auf der Bühne und dann wird auch bald das Publikum in den ausverkauften Saal eingelassen werden. Da kommt auch schon von unserer Inspizientin Sabine Bohlig die erste Durchsage für alle Beteiligten hinter der Bühne: »Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zur heutigen Vorstellung von ›Impressing the Czar‹. Dies ist das erste Zeichen, es sind noch 30 Minuten bis zum Beginn der Vorstellung.«

Heute Morgen startete der Tag dann wie gewöhnlich mit dem täglichen Training, bevor nochmal für alle Proben für »Impressing the Czar« stattfanden.
Den Nachmittag über haben wir nun frei um Kraft für die Generalprobe heute Abend zu sammeln. Die einen sonnen sich auf der Wiese vor dem Theater, die anderen ruhen sich im Hotel aus oder nutzen die Zeit für weiteres Sightseeing in der Stadt. Währenddessen bereitet unsere Technik-Crew zusammen mit unseren belgischen KollegInnen die Bühne für den finalen Probendurchlauf vor. Dabei wird sich auch herausstellen, ob alle Bühnenbildelemente, Requisiten und Kostüme in Antwerpen angekommen sind. Es bleibt also spannend …

5. Mai 2016
Liebe Tourtagebuchleserinnen und -leser,

nach einer Woche Reisepause nach unserem Gastspiel in St. Petersburg sind wir schon wieder unterwegs. Dieses Mal sind wir mit insgesamt drei Vorstellungen von Forsythes mitreißendem »Impressing the Czar« am deSingel Theater in Antwerpen zu Gast.
Los ging es bereits gestern per Flugzeug von Dresden nach Brüssel und von dort weiter mit dem Bus nach Antwerpen. Empfangen wurden wir von strahlendem Sonnenschein, sodass der Großteil der Company sich gleich auf Erkundungstour in die Stadt begab.

St. Petersburg 2016

22. April 2016
Danke, St. Petersburg für diesen fantastischen Abend. Wir sind dankbar ein Teil vom diesjährigen »Dance Open« Festival gewesen zu sein. Die Zeit in Russland war zwar kurz, aber unheimlich intensiv und wir  haben so viel Input wie möglich mitgenommen. Heute geht es auch schon wieder zurück ins schöne Dresden und wir haben Zeit unsere Füße zu schonen.
Am Sonntag haben wir eine weitere Vorstellung von »Dornröschen«. Viel Zeit zum Niederlassen bleibt allerdings nicht, denn in zwei Wochen gehen wir erneut auf Gastspiel, dieses Mal in Antwerpen/ Belgien. Seid gespannt, was wir von dort zu berichten haben!

21. April 2016
Heute ist es nun endlich soweit: Zum zweiten Mal werden wir bei »Dance Open« teilnehmen. Gezeigt werden »Tanzsuite« von Alexei Ratmansky, Pontus Lidbergs »Im anderen Raum« sowie Alexader Ekmans »Cacti«.
Trotz des knappen Zeitplans hatten wir ein wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. St. Petersburg ist genauso, wie man es sich vorstellt: groß, dekadent und kalt! Während in Dresden der Frühling im Anmarsch ist, klettern die Temperaturen hier gerade einmal auf maximal 7°C. Zum Glück haben wir uns alle gut auf das Wetter vorbereitet.
Kurz vor 18 Uhr geht es dann ab in die Maske. Wie bereits in Paris ist auch nach St. Petersburg ein Team von MaskenbildnerInnen eingeflogen worden, um uns den letzten Schliff zu geben, bevor es um 19 Uhr auf die Bühne geht.

20. April 2016
Auf nach Russland: Gestern erreichte unsere Technikcrew St. Petersburg um alle technischen Vorbereitungen zu treffen.
Für uns ging die Reise heute um 6 Uhr los. Bereits 2013 war das Semperoper Ballett ein Teil des Ballettfestivals »Dance Open«, umso mehr freuen wir uns erneut in St. Petersburg tanzen zu dürfen, eine der wichtigsten Städte in der Geschichte des klassischen Balletts. Die Vorbereitungen bis zur Generalprobe sind eng getaktet, doch unsere Tour-Manager Frank Seifert hat sichtlich alles unter Kontrolle. Kostüme und Requisiten wurden sortiert, der Tanzboden verlegt und die Lichteinstellungen vorgenommen. Unsere Spitzenschuhe sind startklar, genauso wie wir!

Paris 2016

10. Januar 2016
Danke Paris, für dieses großartige Finale von Mats Eks »From black to blue«. Wir sind unfassbar stolz einen Teil dieser beeindruckenden Choreografenlaufbahn miterlebt zu haben. Aber so schön die Zeit in der französischen Hauptstadt auch war, wir sind froh und erleichtert  morgen wieder in Dresden zu sein. Jetzt, da die letzte Vorstellung geschafft ist und die Anspannung langsam abfällt, spüren wir, wie anstrengend die Tage in Paris doch waren. Dienstag haben alle Beteiligten frei, ehe es Mittwoch mit den nächsten Proben zu »Tristan + Isolde« und »La Bayadère« weiter geht.
Mitte April sind wir dann in St. Peterburg. Seid gespannt, was wir dort erleben werden!

8. Januar 2016
Wieder einmal sind wir geehrt, hier in Paris auftreten zu dürfen. Die gestrige Show war wieder phänomenal. Merci!
Den heutigen Vormittag hatten wir frei. Einige von uns nutzten die Zeit um sich die Museen der Stadt anzuschauen. Andere hingegen hatten ein bestimmtes Ziel vor Augen: die Shoppingmeilen der Stadt. Mit viel neuem Input in den Taschen und in den Köpfen, ging es zurück an das Théâtre des Champs-Elysées. Dort gingen wir wieder einzelne Passagen durch, um uns zu korrigieren und auf die heute Vorstellung einzustimmen. Schließlich wollen wir für jede Show bestens vorbereitet sein. Drei Mal werden wir »She was Black« hier in Paris noch zeigen. Obwohl es immer dasselbe Stück ist, ist jeder Abend doch einzigartig.

Semperoper Ballett Paris 2016-1-8

7. Januar 2016
Wir sind begeistert, so viel Applaus nach der gestrigen Premiere fühlt sich unglaublich an. Paris liebte unsere Darbietung und das gesamte Programm. Es war eine tolle erste Aufführung. Um den Stress der letzten Tage etwas auszugleichen, hatten wir heute Vormittag endlich etwas Zeit durch Paris zu schlendern. Was gibt es besseres als bei angenehmen 11°C  und etwas Nebel in DER Modemetropole schlechthin einkaufen zu gehen? Mit Kaffee und Croissant bewaffnet stürzten wir uns in die Pariser Fashionwelt,  ehe es um 15 Uhr mit den Korrekturen weiter ging. Was kann verbessert werden? Wo war der Einsatz zu früh oder zu spät? All das beschäftigte uns, bis es 18 Uhr weiter in die Maske ging und wir in wenigen Minuten wieder vor zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern stehen werden.

Semperoper Ballett Paris 2016-1-7

6. Januar 2016
Endlich ist es soweit. Die Premiere von »From black to blue«, mit drei verschiedenen Stücken von Mats Ek im Théâtre des Champs-Élysées findet gleich statt.
Der heutige Probentag sollte uns den letzten Schliff geben. Sind alle Requisiten da? Ist das Licht, so wie es sein soll? Funktioniert jeder einzelne Scheinwerfer und vor allem: passt jedes Kostüm? Wir Tänzerinnen und Tänzer haben uns nach dem Training alle ganz unterschiedlich auf die Premiere vorbereitet. Die einen gingen noch einmal ihre Schritte im Ballettsaal durch, andere schwitzten in der hoteleigene Sauna oder ganz klassisch: man schlief. 18.30 Uhr  - ab in die Maske, man möchte schließlich gut aussehen. Die eigens eingeflogene Maskenbildnerin aus unserem Haus gibt uns den Feinschliff, ehe es um 20 Uhr heißt: »Curtain up! »She was Black« from Semperoper Ballet«. Wir sind gespannt, wie die Reaktionen sein werden.

5. Januar 2016
Bonjour Paris! Seit Sonntag sind wir in der Stadt der Liebe, dort wo das klassische Ballett seinen Ursprung hat. An fünf Abenden werden wir im Théâtre des Champs-Élysées »From black to blue« von Mats Ek mitwirken. Wir freuen uns sehr an seinem Abschiedsabend teilnehmen zu dürfen. Das Theater ist eines der ältesten in Paris und heute die Heimatstätte des Orchester National de France.  
Nun aber genug Informationen, wir stürzen uns jetzt ins Getümmel und saugen die Magie von Paris auf, ehe es morgen in der Früh mit den Proben weiter geht. Salut!

Semperoper Ballett Paris 2016-1-5

Antwerpen 2015

1. März 2015
Die letzte Tournee dieser Spielzeit ist geschafft! Zwei schöne aber stressige Wochen mit Auftritten in Barcelona und Antwerpen liegen hinter uns. Und jetzt heißt es für uns alle zurück nach Hause, nach Dresden – aber nicht, bevor wir nicht endlich eine leckere belgische Waffel gegessen haben! So viel Zeit muss sein, auch wenn es nur am Flughafen ist und nicht in einem der schönen kleinen Cafés in der Innenstadt von Antwerpen. Eindrücke aus der Hauptstadt Flanderns sind anbei und damit verabschieden wir uns, in einen freien Tag, bevor die Proben zu Aaron S. Watkins »Schwanensee« ab morgen für uns beginnen.

28. Februar 2015
Auch heute wird es vermutlich zeitlich schwer werden, eine dieser unglaublich leckeren belgischen Waffeln zu essen. Zwei Vorstellungen stehen heute für uns an, das bedeutet Training am Mittag, schnell in die Maske, ab auf die Bühne, entspannen, wieder in die Maske und noch einmal auf die Bühne. Und zwischendurch bloß nicht das Essen und Trinken vergessen. Tour-Leben eben. Trotzdem ist es immer etwas ganz besonderes in einem fremden Theater aufzutreten und unser Können in der Welt zu zeigen. Und wie überbrückt man die Pause zwischen den beiden Vorstellungen besser als mit einer kleinen Foto- und Selfiesession?

27. Februar 2015
Sonnige Grüße aus Antwerpen! Welch ein Glück: die Sonne lacht und bevor wir 12:30 Uhr am deSingel unser tägliches Training absolvieren, ist sogar für die Langschläger unter uns ein wenig Zeit, die Stadt zu erkunden! Und was es nicht alles zu sehen gibt: das Rathaus am Grote Markt, die Onze-Lieve-Vrouwekathedraal (Frauenkirche) und leckere Waffeln soweit das Auge reicht.
Mit rund einer halben Million Einwohnern ist Antwerpen die bevölkerungsstärkste Stadt Belgien. Am Fluss Scheldt gelegen hat sie eine direkte Verbindung zur Nordsee und damit, einen erstklassigen Zugang zum internationalen Handel.

Schon sind wir zurück auf dem Weg ins deSingel zum täglichen Training. Nach einer kurzen Pause heißt es dann bereits um 14:00 Uhr: Bühne frei für die Generalprobe von »In the Middle, Somewhat Elevated«, »Neue Suite« und »Enemy in the Figure«. Danach verbleiben uns drei Stunden, für Ruhe, Make-up und Aufwärmen, denn 20:00 Uhr heißt es erneut: PREMIERE!

26. Februar 2015
Von der Bühne direkt ins Flugzeug heißt es heute für uns. Standen wir heute Morgen noch als Isolde, Tristan und Brangäne auf der Bühne, so sitzen wir heute Abend schon im Flugzeug nach Antwerpen. Morgen feiern wir dort mit unserem Tourneeprogramm »Ein William Forsythe Ballettabend« Premiere. Dies wird unsere letzte Tournee in dieser Spielzeit und wir freuen uns sehr, dass sie nach Antwerpen an das deSingel Kulturcampus geht. Das deSingel ist ein internationales Kulturzentrum, das 1980 seine Eröffnung feierte. Seither hat es sich zu einem internationalen Zentrum für Theater, Tanz, Musik und Architektur etabliert. Aufregung liegt in der Luft: ein spannender Auftrittsort für uns!

Unsere Techniker sind bereits gestern nach Antwerpen geflogen und haben wie immer im Voraus alles für unsere Ankunft vorbereitet. Die Scheinwerfer richtig eingestellt, den Tanzboden ausgelegt, die Kulissen aufgebaut und, und, und. Wir müssen also nur noch kommen! Heute Abend wir es wohl nichts mehr mit Stadterkundung, alle werden wir müde ins Bett fallen, denn morgen ist ein neuer Tag, ein neues Theater und eine neue Vorstellung!

Barcelona 2015

22. Februar 2015
Eine tolle Abschiedsvorstellung war es am gestrigen Abend! Müde, doch voller neuer spannender Erfahrungen, aufregender Erlebnisse und neuen Eindrücken, ging es für uns alle dann nur noch ins Bett… bereits kurz nach zehn heute die Fahrt zum Flughafen – ein klein wenig spanisches Flair im Gepäck – und, mit kurzem Zwischenstopp in Frankfurt, sind wir um 17:40 Uhr auch schon wieder in Dresden gelandet. Bekanntlich rostet, wer rastet, daher werden einige von uns bereits morgen wieder »Herzlichen Glückwünsch, Semperoper!« sagen, wenn es heißt, den künstlerischen Geburtstagsabend zur Wiedereröffnung vor 30 Jahren mitzugestalten: mit William Forsythes »Berio« Pas de Deuxs beteiligen wir uns an den Feierlichkeiten!

21. Februar 2015
Nach einer rauschenden Premiere gestern geht es heute in die zweite Runde und das gleich doppelt! Aber erst einmal haben wir am Morgen etwas Zeit gehabt um auszuschlafen, und auch das eine oder andere von Barcelona zu sehen. Wir waren im Mercat de la Boqueria und haben uns die feinsten Früchte und den frischesten Fisch von ganz Barcelona angesehen. Und dank unserer ortskundigen »Reiseführerin« Sonia Vinograd haben wir uns im Getümmel auch nicht verlaufen. Nachmittags ging es dann zu einer weiteren Trainingseinheit mit José Cruz zurück auf die Bühne des Gran Teatre del Liceu. Um 17:00 Uhr war es Zeit für die erste Vorstellung und um 21:00 Uhr hieß es ein zweites Mal: »Vorhang auf!« Was für eine Betriebsamkeit! Und dennoch genießen wir das Tour-Leben sehr, das Gefühl, der Welt zu zeigen wer wir sind und was wir können, ist einfach unbeschreiblich.  

20. Februar 2015
Kaum sind wir in Barcelona angekommen, haben eine Nacht im Hotel geschlafen und uns ein bisschen akklimatisiert geht es auch schon auf die Bühne! Heute Abend steht unsere Premiere von »Ein William Forsythe Ballettabend« an. Aber erst einmal atmen auf zum täglichen Training. Der ein oder andere ist vielleicht noch etwas müde vom gestrigen Reisetag und den ersten Eindrücken der spanischen Großstadt, aber Zeit zum Ausruhen bleibt uns leider nicht. Heute und morgen leitet José Cruz, Professor für klassisches Ballett an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und gebürtiger Barceloner, unsere Class. Nach dem Training steht eine Durchlaufprobe für den Abend an, für die Tänzer von »Enemy in the Figure« sogar im Kostüm. Nach der Premiere sind wir zu einem Empfang geladen, der von einem der Hauptsponsoren des Theaters organisiert wird: Wir sind gespannt!

19. Februar 2015
Nach einem vollen Probentag gestern verlassen wir heute das kalte Dresden und fliegen nach Spanien in das 10 Grad wärmere Barcelona. Während zu Hause in Dresden die Proben für »Schwanensee« in vollem Gange sind, sitzen wir am Flughafen und warten auf unseren Flieger, der uns nach einem Zwischenstopp in München nach Katalonien bringt.

Unsere Technik-Crew ist bereits vorgestern gelandet, um alles vorzubereiten. Die LKW mit unseren Kostümen und Materialien sind angekommen, und wollen entladen werden ebenso wie die Ballettstangen, die schnell aufgebaut werden müssen, damit wir morgen auf der Bühne des Gran Teatre del Liceu unser tägliches Training absolvieren können. Hier gibt es schon mal Eindrücke des Blicks, der sich uns dann morgen während dem Training bietet. Ist das Theater nicht wunderschön? Der Mittelgang, die rot gepolsterten Stühle rechts und links, das Gold an den Wänden?

18. Februar 2015
Viva España! Das Semperoper Ballett begibt sich wieder auf Reisen. Diesmal unser Ziel: Das Gran Teatre del Liceu in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Nach unserer Premiere von David Dawsons neuer Kreation »Tristan+Isolde« am letzten Sonntag könnten wir eigentlich alle ein bisschen Sonne und Urlaub gebrauchen, doch mit zwei Vorstellungen in drei Tagen wird diese Reise alles andere als Urlaub. Doch wir hoffen sehr, dass wir zwischendurch vielleicht das ein oder andere Mal La Rambla entlang spazieren können und die Zeit finden eine Paella zu essen.
Wie auch auf den letzten drei Tourneen, werden wir ein William Forsythe Programm tanzen. Beginnen werden wir mit dem berühmten »In the Middle, Somewhat Elevated«, gefolgt von »Neue Suite«; den Abend beschließt dann »Enemy in the Figure«.  
Wir sind alle sehr gespannt auf morgen, wenn die Reise Richtung Süden beginnt!

Paris 2014

31. Oktober 2014
Die Financial Times schreibt, man solle sich unbedingt unseren Namen merken: Gibt es eine bessere Kritik? Wir freuen sehr, wie gut unsere Vorstellungen bei dem Pariser Publikum angekommen sind. Beschwingt und glücklich geht es für uns heute wieder zurück in die Heimat, nach Dresden. Hier erwartet uns morgen das 22. Preisträgerkonzert der Stiftung zur Förderung der Semperoper, bei dem unsere Erste Solistin Elena Vostrotina den Mary-Wigman-Preis 2014 überreicht bekommen wird. Unserem Publikum präsentiert sie sich in diesem Rahmen mit Pas de deux aus George Balanchines »Diamanten«, sowie William Forsythes »In the Middle, Somewhat Elevated«. Herzlichen Glückwunsch, Elena, und Toi Toi Toi!
Für uns andere Reisende wird es ein ruhiges Wochenende, wir werden uns etwas ausruhen, um dann voller neuer Energie in die Proben zu »TRISTAN+ISOLDE« mit Choreograf David Dawson zu starten und auf unsere erste Vorstellung »Legenden – Hommage an Richard Strauss« am Samstag, 8. November 2014 zu konzentrieren.

30. Oktober 2014
Aller guten Dinge sind drei, sagt man. Heute Abend findet unsere dritte und damit leider auch bereits letzte Vorstellung von »Steptext«, »Neue Suite« und »In the Middle, Somewhat Elevated« am Théâtre de la Ville in Paris statt. Wir freuen uns über die Maßen noch ein letztes Mal in diesem großartigen Theater, das so viel Tanzgeschichte geschrieben hat, vor das Publikum zu treten. Natürlich gibt es auch heute ein tägliches Training. Zeit für Korrekturen nehmen wir uns im Anschluss. Den letzten Abend Revue passieren lassen: Saßen die besprochenen Details? Waren Licht und Ton so wie sie sein sollten? Eine zweite und dritte Vorstellung ist immer anders schwierig als die Premiere. Die Anspannung ist nicht mehr so groß, man weiß die Schritte sitzen und das Publikum liebt das Programm. Jetzt gilt: sich keinen Fehler, keine Flapsigkeit erlauben! Ein gesetzter Standard will gehalten sein. Wir werden uns also definitiv heute Abend noch einmal kräftig ins Zeug legen, um uns mit einer gelungenen Vorstellung von Paris zu verabschieden.

29. Oktober 2014
Was für eine grandiose Premiere! Glaubt man den vielen Twitter – und Facebook Kommentaren, so war unsere Vorstellung ein voller Erfolg! Paris liebt unser Programm und kann es kaum erwarten heute und morgen Abend eine weitere Vorstellung zu sehen!
Außer einem kleinen Schreck heute Nachmittag als plötzlich der Feueralarm im Theater ansprang und wir alle fluchtartig die Bühne verlassen mussten, lief alles »wie am Schnürchen«. Zudem hatten wir auch noch etwas Zeit zwischen den Proben um uns etwas von Paris anzuschauen! Das Louvre, den Triumphbogen und die Seine. Eine gesunde Ernährung ist zwar für einen Tänzer sehr wichtig – aber den feinen, kleinen, leckeren Macarons der berühmten Pariser Konditorei Ladurée kann einfach niemand widerstehen.

28. Oktober 2014
Es ist Premierentag! Nach einem langen Probentag geht es heute Morgen erst mal noch um Korrekturen. Was ist gestern schiefgelaufen und was kann noch verbessert werden? Heute Abend wird schließlich nichts dem Zufall überlassen. Am Nachmittag steht ein technischer Durchlauf auf dem Programm. Sitzen Musik und Ton, steht das Bühnenbild? Sind wir bereit für die Premiere? Wir Tänzer haben den Nachmittag im Hotel verbracht, um uns auszuruhen, einige Entspannungsübungen zu machen und uns quasi seelisch und moralisch auf die Vorstellung am Abend  vorzubereiten. Mal schauen wer heute Abend alles im Publikum sitzt. Vielleicht Benjamin Millepied, der neue Ballettdirektor des Ensembles der Pariser Oper? Wir sind gespannt! Jedenfalls, Toi Toi Toi an alle!

27. Oktober 2014
Es gibt nichts Schöneres als am Morgen an der Seine entlang zu spazieren, sich in ein kleines Café zu setzten, seinen Café au lait zu schlürfen und ein frisches, buttriges Pain au Chocolat zu essen. Klingt wie eine wunderbare Traumvorstellung? Nicht für uns – seit gestern sind wir in Paris, um an den kommenden drei Tagen unser Programm »Ein William Forsythe Ballettabend« auf der Bühne des Théâtre de la Ville darzubieten. Heute geht es für uns noch einmal ins Probenstudio, schließlich soll jede kleinste Bewegung sitzen wenn wir erstmalig vor das Pariser Publikum treten. Außerdem finden heute die technischen Proben statt. Licht und Ton müssen genau programmiert und eingestellt werden und die Bühne will inspiziert sein. Haben unsere Kostüme auch alle die Reise heil überstanden? Ein Glück, dass unsere Ankleiderinnen mit von der Partie sind um den Kleidern den Reisestaub abzuklopfen und etwaige Ausbesserungen vorzunehmen. 

26. Oktober 2014
Au revoir Dresden – bonjour Paris! Nach einer letzten intensiven Probe am Samstagmorgen starten wir heute unsere Reise in die französische Hauptstadt. Bis zum letzten Moment haben wir gezittert, gehofft und einen Notfallplan geschmiedet – werden die Piloten uns in aller Ruhe unsere Reise bestreiten lassen, oder wird ein neuer Streik angesetzt? Ohne Zwischenfälle erreichen wir aber am späten Nachmittag Paris Charles-de-Gaulle und freuen uns nun sehr in der Stadt angekommen zu sein. Schnell ins Hotel Gepäck abgeben und dann rein in die City. Schließlich wollen wir uns doch den Eiffelturm bei Nacht anschauen, vielleicht noch einen kleinen Abstecher zum Arc de Triomphe und zum Louvre? Morgen früh stehen wieder Proben auf dem Programm, das neue Theater muss ausgekundschaftet und die Bühne in Augenschein genommen werden. 

24. Oktober 2014
Kaum haben wir uns auf den Lorbeeren der letzten beiden Tourneen ausgeruht, geht es auch schon wieder weiter. Paris, die Stadt der Liebe, zurück zu den Ursprüngen des klassischen Balletts. An drei Abenden der nächsten Woche werden wir mit unserem leicht veränderten Programm »Ein William Forsythe Ballettabend« im Théâtre de la Ville auftreten. Das Théâtre ist berühmt für seine hervorragenden zeitgenössischen Programme, unter anderem haben dort schon Choreografen wie Pina Bausch und Anna Teresa De Keersmaeker gearbeitet und gewirkt. Wir freuen uns daher umso mehr, dort mit unserem modernen Programm gastieren zu dürfen.
Und natürlich wird schon fleißig gepackt – CDs, Kostüme, Technik. Nichts wird dem Zufall überlassen, wenn wir am Sonntag in Richtung Paris aufbrechen.

St. Pölten 2014

20. Oktober 2014
Es war eine großartige Aufführung, das Publikum war begeistert! Doch so toll es auch war, heute ist der »schöne Spuk« auch schon wieder vorbei. Die Koffer sind gepackt, der LKW vollbepackt mit Kostümen, Licht- und Tontechnik und der Bus steht zur Abfahrt bereit. Wir haben es genossen, in einem so modernen Theater aufzutreten, freuen uns aber auch auf Zuhause und die Bühne der Semperoper. Auf der sind wir dann bereits übermorgen, am Mittwoch, wieder mit Stijn Celis »Romeo und Julia« zu erleben.

19. Oktober 2014
Heute Abend werden wir auf der Bühne des Festspielhauses unser Programm darbieten. Doch erst einmal steht ein ganz normales Training auf dem Programm,  schließlich müssen wir unsere Knochen und Muskeln von der langen Busfahrt gestern erholen. Vielleicht kein ganz normales Training – es findet nicht wie üblich im Ballettsaal, sondern direkt auf der Bühne statt! Sehr gut, so können wir die Gegebenheiten gleich in Augenschein nehmen. Nach einer kurzen Mittagspause geht es direkt weiter mit einer Kostümprobe. Wir freuen uns sehr, dass Dramaturgin Anne Gerber, die Stückeinführung heute Abend machen wird. Um 18:00 Uhr ist es dann soweit – unsere Premiere von »Ein William Forsythe Ballettabend« im Festspielhaus St. Pölten!

18. Oktober 2014
Haben wir auch alles? Genügend Spitzenschuhe? Die Buchungscodes für unser Hotel? Na dann kann es ja losgehen. Über Tschechien werden wir in das 450 Kilometer entfernte St. Pölten fahren um morgen  mit unserem Programm »Ein William Forsythe Ballettabend« aufzutreten. Während der Busfahrt noch schnell die Spitzenschuhe für den nächsten Abend genäht und dann vielleicht noch etwas ausgeruht – schließlich wird das ein anstrengendes Wochenende.

17. Oktober 2014
Während unsere Tänzer noch bei den Proben hier in Dresden schwitzen, schwitzen unsere Techniker auf der Bühne in St. Pölten. Heute stehen bei ihnen die Licht- und Toneinrichtung und die Auslegung des Tanzbodens an. Unter anderem müssen die Lichteinstellungen für »In the Middle, Somewhat Elevated« und »Neue Suite« eingerichtet werden, doch dank der erfahrenen Lichtdesignerin Tanja Rühl dürfte das kein Problem sein. Heute Abend tanzen wir noch einmal »Romeo und Julia« bevor wir uns dann früh am nächsten Morgen auf die lange Busfahrt nach St. Pölten begeben.

16. Oktober 2014
Kaum sind wir aus New York zurück heißt es auch schon wieder Koffer packen! Diesmal geht es zwar nicht ganz so weit weg, dennoch herrscht betriebsame Aufbruchsstimmung in unseren Fluren. Unser Ziel: die österreichische Stadt St. Pölten. St. Pölten ist die Landeshauptstadt Niederösterreichs und gilt als Kulturmetropole schlechthin. Wir werden im dortigen Festspielhaus auftreten, welches als das markanteste zeitgenössische Theater gilt und führend im Bereich des Dialogs zwischen Tradition und Moderne ist. Unser Programm »Ein William Forsythe Ballettabend« passt hervorragend zu der modernen Architektur des Theaters.
 
Um acht Uhr früh heute Morgen haben sich bereits unsere Techniker, unser Pianist José Franco und unser Erster Ballettmeister Gamal Gouda auf den Weg gemacht, um vorab alles vorzubereiten. Ton und Licht müssen getestet und eingestellt werden.

New York 2014

12. Oktober 2014
Man sagt, im Herbst sei New York am Schönsten. Wir haben den Morgen vor unserem Heimflug für einen kleinen Spaziergang durch den Central Park genutzt, noch einmal kurz die New Yorker Luft eingeatmet und die allerletzten Mitbringsel für unsere Lieben daheim eingekauft. Um 15:55 Uhr New Yorker Zeit ging es dann wieder auf die Heimreise – im Gepäck: verschwitzte Kostüme, neue Bekanntschaften, ein berauschendes Gefühl und vielleicht auch ein bisschen Wehmut, diese pulsierende Großstadt schon wieder verlassen zu müssen.     

Es war eine großartige Reise voller neuer Eindrücke und Erfahrungen und dank  Produktionsmanager Frank Seifert auch ohne größere Pannen. Wir haben es sehr genossen, in einem altehrwürdigen Theater wie dem New York City Center mit so vielen verschiedenen Menschen gemeinsam aufzutreten. Nun stehen die Proben für David Dawsons »TRISTAN+ISOLDE« zu Hause an: Dresden, wir kommen!

11. Oktober 2014
Es war eine grandiose Premiere am gestrigen Abend! Wir freuen uns sehr heute ein zweites – und leider auch schon letztes Mal – unsere »Neue Suite« auf der Bühne des New York City Center zu präsentieren. Vor ausverkauftem Haus haben wir das New Yorker Publikum begeistert und für einen glanzvollen und unterhaltsamen Abend gesorgt.

Für alle, die mit dem City Center (noch) nicht vertraut sind, hier ein kleiner Exkurs: die Aufführungsstätte wurde ursprünglich Mekka Tempel genannt und war Versammlungsort für den Orden der Shriners, einer arabischen Abzweigung der Freimaurer. Lange Zeit war es die wichtigste Bühne New Yorks. Nach dem Bau des Lincoln Centers verlor es allerdings immer mehr an Bedeutung. Doch in den Tagen des »Fall for Dance« - Festivals erstrahlt das Haus in seinem alten Glanz.

10. Oktober 2014
Nach einem anstrengenden Probentag gestern geht es jetzt erst richtig los! Heute Abend findet unsere US-Premiere von William Forsythes »Neue Suite« auf der Bühne des New York City Center statt. Nach dem Training geht es für uns zur Durchlaufprobe – ganz schön anstrengend, wenn man die Bühne und ihre Begebenheiten noch nicht kennt. Die Techniker des Festivals, Ballettdirektor Aaron S. Watkin und Produktions- und Tourmanager Frank Seifert haben vorab schon die Lichteinstellungen eingerichtet und einen technischen Durchlauf absolviert. Und jetzt sind wir dran!

Dann noch kurz ausgeruht und schon geht es wieder los für Maske, Erwärmung und: Premiere! Wir freuen uns schon darauf gemeinsam mit der Lucinda Childs Dance Company, Sébastien Ramirez & Honji Wang und dem Alvin Ailey American Dance Theater einen Tanzabend der Extraklasse gestalten zu dürfen. Um acht geht’s los – noch einmal das Kostüm zu Recht gerückt und pünktlich 20:20 Uhr an zweiter Stelle des Abends zeigen, was wir können.

9. Oktober 2014
Heute ist unser erster Tag in den Proberäumen des New York City Center und wir nehmen an einem offenen Training teil. Wer wohl noch alles beim »Fall for Dance« Festival dabei ist? Es ist ein großes Kennenlernen in den Räumen des City Centers, denn von überall auf der Welt sind Künstler angereist um ihr Können zu präsentieren. Mit dabei unter anderem das San Francisco Ballet und das National Ballet of China. Das heutige Training gibt der israelisch-stämmige Zvi Gotheiner, ein ehemaliges Mitglied der Batsheva Dance Company in Tel Aviv. Mit seiner eigenen Company ZviDance ist er ein regelmäßiger Gast auf den New Yorker Bühnen.

8. Oktober 2014
Endlich geht es los! Nach Wochen der Vorbereitung und intensiver Probenarbeit ist es so weit: Von Dresden nach München und von München nach New York. Ein Glück das heute die Piloten nicht streiken! Vielleicht noch kurz die Oktoberfestwochen der Lufthansa mit Weißwürschtl und Brezel genießen und dann ab in den Flieger. 6477 Kilometer über den großen Teich und 9h Flugzeit sind zu überwinden bis wir heute um 15:30 Uhr New Yorker Zeit am John F. Kennedy Flughafen wieder Boden unter den Füßen haben. Wir alle sind aufgeregt und nervös – man fliegt schließlich nicht jeden Tag nach New York City um auf der Bühne des berühmten New York City Center zu tanzen!

Nach einem langen, anstrengenden Flug sind wir endlich in New York gelandet! Noch schnell im Hotel eingecheckt und ab in die Stadt. Schließlich wollen wir im Land der unbegrenzten Möglichkeiten jede einzelne Sekunde auskosten. Huch, seit wann gibt es denn drei Freiheitsstatuen auf Liberty Island? Ach nein dass sind ja nur Alice, Duosi und Elena die sich hier unter den sieben Zacken der Kronen verstecken. Nach einem kurzen Abstecher zum Times Square mit seinen riesigen Werbewänden geht es wieder zurück ins Hotel und ab ins Bett. Wir wollen schließlich alle fit sein, denn morgen fangen die Proben in den Studios des New York City Centers an!

7. Oktober 2014
Die Koffer sind gepackt, die Visa beantragt, Kostüme, Make-Up und Spitzenschuhe eingesteckt – es kann losgehen! Morgen früh fliegen elf unserer Tänzer von Dresden  nach Big Apple. Mit dabei sind István Simon, Svetlana Gileva, Chantelle Kerr, Elena Vostrotina, Duosi Zhu, Alice Mariani, Anna Merkulova, Christian Bauch, Jan Casier, Joseph Hernandez und Julian Lacey.

Nach einem grandiosen Auftritt beim »Dance Salad Festival« in Houston folgte die Einladung zum elften »Fall for Dance« - Festival nach New York. Dieses Festival findet im New York City Center statt, und möchte Tanz für jeden zugänglich machen. Neben Auftritten namhafter Ballettcompanies aus der ganzen Welt finden verschiedene Pre-Show Events statt, die den Austausch zwischen Tänzer, Choreograf und Zuschauer fördern soll. New York City: Here we come!

Kalender

Der Text dieses Kalenders kann nicht bei deaktiviertem Javascript angezeigt werden.

Kalender überspringen
gehe zum Kalendarium