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Parsifal

Ein Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen von Richard Wagner

Подробное содержание

1. Aufzug

Der Heilige Gral ist der Legende nach jenes Gefäß, aus dem Jesus mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl trank und in dem dann das Blut des Gekreuzigten aufgefangen wurde. Auf wundersame Weise gelangte es in die Hände Titurels, der die Ritterschaft des Heiligen Grals begründete. Diese, an das Keuschheitsgebot gebunden, sah ihre Aufgabe darin, gestärkt durch die überwältigende Wunderkraft des Grals, unschuldig Bedrängten in aller Welt beizustehen.
Nun aber ist die Ritterschaft selbst in Bedrängnis geraten. Der Hüter des Grals, Amfortas, Sohn des Titurel, verfiel den Verlockungen eines schönen Weibes, ließ sich von Klingsor, einem vom Gral Abgefallenen, den heiligen Speer entwinden und ward von diesem schwer verwundet. Siech und unfähig fühlt er sich, das hohe Amt weiter zu verwalten. Keine Heilkunst, keine Wundermittel, wie Kundry, die rätselvolle Botin des Grals, sie aus den entferntesten Erdenwinkeln herbeiholt, schaffen Linderung. Erlösung kann Amfortas und der Gralsritterschaft nur von dem Einen werden: "Durch Mitleid wissend, der reine Tor."
Jung, ungestüm bricht Parsifal, einen Schwan tötend, in den Gralsbezirk ein. Vorwurfsvoll von Gurnemanz, einem alten Gralsritter, zur Rede gestellt, muss Parsifal erkennen, dass er unwissend ist; er weiß nichts von Gut und Böse, nichts von seiner Herkunft, nichts von der Welt. Gurnemanz erhofft in ihm den reinen Toren und führt ihn in den Gralstempel. Dort erlebt Parsifal die für Amfortas qualvolle Enthüllung des Grals, er sieht Amfortas in Schmerzen fast vergehen. Doch sein Mitleiden hat ihn nicht wissend gemacht. Gurnemanz jagt ihn unmutig fort.

2. Aufzug

In Klingsors Zauberschloß. Klingsor ruft Kundry herbei, die auch ihm dienstbar ist. Er vermag es immer wieder, sie zu böser Tat zu zwingen. Ihr Werk ist, wie einst bei Amfortas, die Verführung. Parsifal, der sich Klingsors Schloss nähert, ist als nächstes Opfer ausersehen, seine Reinheit soll Kundrys sinnlicher Verlockung erliegen. Parsifal wird zunächst umringt von Klingsors Zaubermädchen, die ihm wie schöne Blumen erscheinen. Dann ruft ihn Kundry, jetzt in berückend schöner Erscheinung. Sie umgarnt Parsifal, sie küsst ihn. Da fährt Parsifal, wissend geworden, erschreckt auf. Das Schicksal des Amfortas ward ihm klar. Er stößt Kundry von sich. Nicht als Liebender darf er ihr angehören. Erlösung will er Amfortas und auch Kundry bringen, die einst den gekreuzigten Jesus verlacht hatte und darob verflucht ist. Klingsor schleudert den heiligen Speer gegen Parsifal; dieser aber fängt ihn auf. Klingsors Macht ist gebrochen.

3. Aufzug

Karfreitag
Gurnemanz findet im Walde die halb erfrorene Kundry. Beide beobachten das Nahen eines Ritters in geschlossener Rüstung. Es ist Parsifal. Nach langem, langem Umherirren fand er die Gralsburg wieder. Gurnemanz berichtet vom qualvollen Dahinsiechen der Ritterschaft, da Amfortas sich weigert, jemals wieder den kraftspendenden Gral zu enthüllen. Parsifal, von Gurnemanz gesegnet, tauft Kundry, erlöst sie von ihrem Fluch. Dann betritt er, von beiden geleitet, den Gralstempel. Er bringt den heiligen Speer zurück, schließt damit Amfortas' Wunde und übernimmt das hohe Amt des Gralshüters - er enthüllt den Gral, er gibt neue Hoffnung.

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