Dramma Giocosa in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Bühnensprache: italienisch mit deutschen Übertiteln.
Nach einer durchzechten Nacht in einem Kaffeehaus geraten Ferrando und Guglielmo, zwei junge Offiziere, in Streit mit Don Alfonso, einer Art Philosophen, über die Vertrauenswürdigkeit und Treue ihrer beiden Verlobten. Sie gehen eine Wette ein. Don Alfonso arrangiert ein heikles Spiel. Er überrascht die beiden Bräute Fiordiligi und Dorabella mit der Nachricht, dass ihre Verlobten unverzüglich zum Kriegsdienst einrücken müssen. Unter Tränen und Schwüren nehmen die Liebespaare Abschied voneinander. Despina, die Kammerzofe, versucht ihren Herrinnen vergeblich klar zu machen, dass Männer keine Träne wert sind und dass die Damen vielmehr von ihrer Freiheit profitieren sollten. Don Alfonso sucht bei Despina Unterstützung. Sie soll zwei Fremde ins Haus lassen. Unerkannt, weil in orientalische Gewänder verkleidet, werben Ferrando und Guglielmo um die Gunst der Damen, die sie empört zurückweisen.Despina hat einen Plan. Die beiden Fremden geben vor, Gift genommen zu haben. Sterbenskrank sinken sie in die Arme der Damen, die verzweifelt nach Hilfe rufen. Despina erscheint verkleidet als Doktor und vollbringt mittels Magnetismus ein heilsames Wunder. Der Widerstand der Damen wird schwächer. Sie erwägen ernsthaft, sich die Zeit des Wartens auf angenehme Weise zu verkürzen. Sie wählen über Kreuz zwischen den vermeintlich falschen Kavalieren.Während Dorabella sehr schnell der Verführung durch Guglielmo erliegt, kämpft Fiordiligi noch gegen ihre Gefühle an. Erst als Ferrando von der Untreue Dorabellas erfährt und seinen Angriff auf Fiordiligi mit verzweifeltem Einsatz führt, bricht auch ihr Widerstand. Beide Damen haben sich gänzlich in ihre neue Liebe verloren. Schnell wird ein Hochezitsfest arrangiert. Despina fungiert als Notar.In dem Moment, als die Damen den Ehekontrakt unterschreiben, lässt Don Alfonso die früheren Verlobten zurückkehren. Die Damen geraten in Panik. Die Herren toben. Don Alfonso hat seine Wette gewonnen. Aber er rät zur Vernunft. Unter Tränen schwören die Damen ewige Treue. Die Herren verzichten auf weitere Prüfungen. Alle spüren die Erschütterung ihrer Herzen. Nur Despina gelobt sich, beim nächsten Mal das Spiel besser in der Hand zu haben.