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Švanda dudák / Schwanda, der Dudelsackpfeifer

Fotogallerie für Švanda dudák/ Schwanda, der Dudelsackpfeifer - Insgesamt 5 Fotos.

Volksoper in zwei Akten von Jaromír Weinberger
In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ausführliche Inhaltsangabe

Erster Akt
Erstes Bild

Hej, hola! – Zwei Landsknechte verfolgen den Räuber Babinský, doch einmal mehr geht ihnen der gewiefte Schlawiner durch die Lappen. Er trifft auf Dorotka, die in ihrem Haus auf ihren frischgebackenen Ehemann Švanda wartet, den besten Dudelsackpfeifer weit und breit. Als Švanda nach Hause kommt, lädt er den fremden Gast zum Essen ein. Ohne sich selbst zu erkennen zu geben, fragt Babinský, ob Švanda sein biederes Leben in diesem verschlafenen Nest nicht langweile. Er erzählt von den Heldentaten des großen Räubers Babinský, der den Reichen stiehlt, um den Armen zu geben. Im Nachbarland lebe zudem eine wunderschöne Königin, deren Herz zu Eis erstarrt sei. Sie warte darauf, dass jemand sie erlöse, und Švanda wäre genau der richtige Mann dafür … Hals über Kopf beschließt Švanda, mit Babinský loszuziehen, um die Königin mit seiner Musik zu erfreuen. Dorotka bleibt nur Babinskýs ausgefranste Manschette mit einem Abschiedsgruß. Ohne zu zögern, eilt sie den beiden hinterher.

Zweites Bild

Das Leben im Eispalast ist erstarrt. Die Königin und ihr gesamter Hofstaat stehen im Bann des Magiers. Sie kann sich an nichts mehr erfreuen, nur die Schatten der Ermordeten sind ihre trostlosen Begleiter. Doch Švanda weckt mit seinem Dudelsack die Lebensgeister. Trübsal und Sehnen sind verflogen, und die Königin entflammt in Liebe zu dem Musikanten, sie kürt ihn gar zum König: Dreihundert Kutschen sollen mit Rappen und Schimmeln bespannt werden, Schüsse im ganzen Land erklingen. Ein leidenschaftlicher Kuss besiegelt das königliche Versprechen. Aber schon ist auf magische Weise Dorotka zur Stelle und prangert den Treulosen an. Švanda bekennt sich zu seiner Frau und kränkt dadurch die Königin zutiefst. Ihr Glück ist zerbrochen, zurück sind der Frost und das ewige Eis. Aus Rache verurteilt sie Švanda und Dorotka zum Tode.

Drittes Bild

Švanda wird aufs Schafott geführt und soll geköpft werden. Doch Babinský, der überall seine Finger im Spiel hat, hilft, wenn Not am Mann ist, und tauscht in letzter Sekunde das drohende Henkersbeil gegen einen Besen aus. In Sicherheit macht Dorotka Švanda bittere Vorwürfe. Er leugnet jedoch jeden Kuss und fährt direkt zur Hölle. Dorotka ist verzweifelt und fühlt sich schuldig. Babinský versucht, sie zu trösten, und gesteht ihr seine Liebe. Als Liebesbeweis will er für sie Švanda aus der Hölle zurückholen, gibt ihr aber zu bedenken, dass Švanda durch die Versuchungen ein anderer geworden sei. Nur er, Babinský, kenne als ewiger Abenteurer die Täuschungen dieser Welt und würde für Dorotkas Liebe alle Königreiche hergeben.

Zweiter Akt
Viertes Bild

In der Hölle langweilt sich der Teufel zu Tode: Keiner will mit ihm Karten spielen, und der Neuankömmling Švanda weigert sich beharrlich, auf dem Dudelsack zu pfeifen. Kein Bitten, Betteln und Flennen hilft. Švanda muss dem Teufel nicht gehorchen, da er nicht den Gesetzen der Hölle unterworfen ist. Stattdessen besingt er seine Sehnsucht nach der Heimat und seiner Dorotka. Da gaukelt ihm der Teufel eine Vision von Dorotka vor, und Švanda überschreibt ihm seine Seele. Nun ist er in der Falle! Als Retter in der Not erscheint einmal mehr Babinský. Er überredet den Teufel zu einer Partie Höllen-Mariage und setzt hoch: Švandas Dudelsack, des Teufels eigene Reichsinsignien und seine eigene Seele gegen das halbe Höllenreich und Švandas Seele. Der Teufel trickst, aber Babinský trickst besser und gewinnt. Doch Babinský wäre nicht Babinský, wenn er die dem reichen Teufel abgeknöpften Schätze nicht dem armen Teufel wiedergäbe. Nur Švanda behält er für sich, der zum Abschied für die Höllenbewohner zum Tanz aufspielt.

Fünftes Bild

Zurückgekehrt auf die Erde, warnt Babinský Švanda, dass ein Aufenthalt in der Hölle seine Spuren hinterlässt: Viel Zeit sei vergangen und seine liebste Dorotka mittlerweile eine alte Frau und auch er habe sich verändert. Doch Švanda hört nicht hin, er will so schnell wie möglich nach Hause. Er pfeift auf den Ruhm fern der Heimat, nur das traute Heim scheint ihm nun das wahre Glück … Babinskýs Liebessehnsucht aber bleibt ungestillt. Er räubert sich weiterhin alleine durchs Leben …

Übersicht

Fotogalerie

Tichina Vaughn (Königin), Ensemble|Švanda dudak/Schwanda, der Dudelsackpfeifer|© Matthias Creutziger

Video

Švanda dudák/ Schwanda, der Dudelsackpfeifer
Švanda dudák/ Schwanda, der Dudelsackpfeifer
Švanda dudák/ Schwanda, der Dudelsackpfeifer