/
/
/
/
/
 
Semperoper und Junge Szene auf Facebook Semperoper Dresden auf Twitter Wir auf Youtube

Capriccio

Fotogallerie für Capriccio - Insgesamt 5 Fotos.

Ein Konversationsstück für Musik in einem Aufzug von Richard Strauss
In deutscher Sprache

Ausführliche Inhaltsangabe

Handlung

Im Salon der Gräfin Madeleine begegnen sich der Komponist Flamand, der Dichter Olivier und der Theaterdirektor La Roche. Die Gräfin ist eine kunstsinnige junge Frau, die es liebt, Künstler um sich zu versammeln und sie zu neuen Werken zu inspirieren. Anlässlich ihres Geburtstages sollen die Künste miteinander in Wettstreit treten. Im benachbarten Musiksalon erklingt bereits ein Streichsextett, das Flamand der von ihm angebeteten Gräfin gewidmet hat. Auch Olivier ist in die Gräfin verliebt. Beide rivalisieren um die Bedeutung ihrer Kunst und um die Gunst der Gräfin. Der Theaterdirektor La Roche, der über die sanfte Musik eingenickt ist, erwacht und mischt sich in den Disput, indem er für den Vorrang des Theaters in der Rangordnung der Künste plädiert. La Roche ist aus Paris angereist, um als Geburtstagsgeschenk für die Gräfin eine Theateraufführung zu organisieren. Es wird Zeit, die Probe vorzubereiten, zu der auch die berühmte Schauspielerin Clairon aus Paris erwartet wird. Noch ganz hingerissen von der eben gehörten Musik betritt die Gräfin den Salon. Ihr Bruder, der Graf, ist der Musik gegenüber ein ironischer Kritiker. Er begeistert sich mehr für die Schauspielkunst und besonders für deren hervorragende Vertreterin Clairon. Während er nur ein flüchtiges Abenteuer sucht, weiß die Gräfin nicht, für wen sie sich entscheiden soll - Olivier oder Flamand. Der Theaterdirektor gibt das Festprogramm für den Geburtstag der Gräfin bekannt. Kurz darauf erscheint Clairon. Gemeinsam mit dem Grafen deklamiert sie aus dem Drama, das Olivier für die Gräfin geschrieben hat, das eben erst vollendete Sonett. Der Theaterdirektor lädt zur Probe ein. Olivier und Flamand bleiben mit der Gräfin allein zurück. Der Dichter wiederholt das Sonett aus seinem Drama. Flamand fühlt sich davon zu einer Vertonung inspiriert. Mit Begeisterung erkennt die Gräfin, wie Wort und Ton erst gemeinsam ihren ganzen künstlerischen Zauber entfalten. Das macht ihr die Wahl zwischen Flamand und Olivier noch schwerer. Den sie leidenschaftlich bestürmenden Flamand vertröstet sie auf ein Treffen in der Bibliothek am nächsten Tag, wo sie ihm die Entscheidung ihres Herzens mitteilen will.
Die Gesellschaft kehrt aus dem Theatersaal zurück. Als unterhaltsame Abwechslung präsentiert La Roche eine junge Tänzerin, deren Auftritt eine neue Debatte über die Wertigkeit der Künste auslöst. La Roche beklagt den Untergang des italienischen Belcanto und führt gleichsam als tröstliche Ausnahme ein italienisches Sängerpaar ein. Die Gräfin drängt ihn, das geplante Huldigungsfestspiel zu erläutern. Es soll mit einer erhabenen Allegorie "Die Geburt der Pallas Athene" beginnen, der im zweiten Teil ein heroisches Drama "Der Untergang Karthagos" folgt. Sein Plan wird bespöttelt und es bricht ein großer Streit über die Wirksamkeit der Bühnenkunst aus. La Roche verteidigt sich mit einem groß angelegten Plädoyer für das Theater. Beeindruckt von dieser Rede, schlägt die Gräfin dem Dichter und dem Musiker vor, gemeinsam ein neues Werk für das Theater zu schaffen. Der Graf wirft provozierend ein, doch die Geschehnisse des heutigen Tages als Stoff dafür zu wählen. Olivier ist bereit, sofort mit dem Szenarium zu beginnen. Alle kehren nach Paris zurück. Nur der Souffleur Monsieur Taupe (der "Maulwurf") verpasst den Anschluss und muss der Gesellschaft allein nachreisen.
Die Gräfin erscheint zum Souper und erfährt, dass ihr Bruder Clairon nach Paris begleitet hat. Nachdenklich lässt sie noch einmal die Ereignisse des Tages an sich vorbeiziehen. Der Haushofmeister meldet ihr, dass sich Olivier für den nächsten Tag zur gleichen Zeit wie Flamand in der Bibliothek angekündigt hat. Beide erwarten ihre Entscheidung über den Schluss der Oper. Doch gibt es einen, der nicht trivial ist?

Übersicht

Fotogalerie

Markus Butter (Olivier), Amanda Majeski (Die Graefin)|Capriccio|© Matthias Creutziger