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Le nozze di Figaro / Die Hochzeit des Figaro

Fotogallerie für Le nozze di Figaro / Die Hochzeit des Figaro - Insgesamt 5 Fotos.

Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ausführliche Inhaltsangabe

ERSTER AKT

SUSANNA BEICHTET FIGARO
Während Figaro im Durchgangszimmer zwischen Graf und Gräfin den optimalen Platz für sein Ehebett errechnet, versucht Susanna die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Kurz vor der Hochzeit muss sie ein Geständnis loswerden: Seit Tagen verfolgt sie der Graf mit seinen Avancen. Figaro will die Pläne des Grafen durchkreuzen (Se vuol ballare, Signor Contino).

MARCELLINA HOLT SICH UNTERSTÜTZUNG BEI BARTOLO
Marcellina übergibt Bartolo einen Vertrag, in dem sich Figaro verpflichtet, Marcellina zu heiraten, wenn er ihr die geliehenen 1000 Gulden nicht zurückzahlt. Mit diesem Vertrag wollen sie sich an den Grafen wenden, die Hochzeit Figaros mit Susanna verhindern und entweder Marcellina unter die Haube bringen oder aber das verliehene Geld zurückfordern. Bartolo gibt sich Rachegedanken gegenüber Figaro hin (La vendetta, oh la vendetta).

ZICKENKRIEG
Die Konkurrentinnen Susanna und Marcellina treffen aufeinander und liefern sich ein Wortgefecht, aus dem Susanna siegreich hervorgeht.

CHERUBINO TAUSCHT FETISCH GEGEN LIEBESLIED
Cherubino trifft Susanna. Er will eigentlich zur Gräfin, um Gnade zu erlangen. Der Graf hatte ihn bei Barbarina, der Tochter des Gärtners, erwischt und möchte ihn vom Hof verbannen. Cherubino schildert Susanna die pubertäre Verwirrung seiner Gefühle (Non so più cosa son, cosa faccio). Doch er liebt (neben allen anderen weiblichen Wesen am Hof ) vor allem die Gräfin. Er ergattert von Susanna ein Seidenband der Gräfin und schenkt ihr dafür ein Lied.

GRAF HEREIN – CHERUBINO HINTER DEN STUHL
Als der Graf kommt, versteckt Susanna Cherubino hinter einem Stuhl. Erneut eröffnet der Graf ihr seine Liebe und lädt sie für heute Abend in den Garten ein.

BASILIO HEREIN – CHERUBINO HINTER DEM STUHL – GRAF AUF DEM STUHL
Als Susannas Musiklehrer Basilio erscheint, versteckt sich der Graf auf dem Stuhl und wird von Susanna mit einem Kleid verdeckt. Basilio fordert Susanna auf, den Grafen zum Liebhaber zu nehmen und unterstellt ihr, die Geliebte Cherubinos zu sein. Susanna wird wütend.

DER GRAF ENTDECKT CHERUBINO
Als Basilio erwähnt, dass Cherubino auch in die Gräfin verknallt ist, springt der Graf auf. Susanna wird ohnmächtig. Der Graf entdeckt Cherubino hinter dem Stuhl, er glaubt natürlich, Susanna und Cherubino wären auch ein Paar.

DAS VOLK SETZT DEN GRAFEN UNTER DRUCK
Das Volk, zusammengetrommelt von Figaro, drängt dem Grafen eine neue Zeremonie auf: Als Zeichen dafür, dass er ihre Frauen von nun an in Ruhe lässt, soll er Susanna selbst mit dem Brautschleier bekränzen. Der Graf verschiebt die Zeremonie auf später, denn er erwartet Marcellina und ihren Vertrag, mit dem er Figaros Hochzeit verhindern möchte.

DER GRAF BEFÖRDERT CHERUBINO IN DIE VERBANNUNG
Um Cherubino endlich loszuwerden, ernennt der Graf ihn zum Offizier und verlangt dessen sofortige Abreise. Figaro gibt ihm einen Marsch mit auf den Weg.

ZWEITER AKT

DIE GRÄFIN FÜHLT SICH VERLASSEN
Natürlich weiß die Gräfin, dass ihr Mann jungen Frauen nachstellt. Sie wünscht sich seine ungeteilte Liebe zurück (Porgi amor).

FIGAROS PLAN
Figaro wird dem Grafen einen fingierten Brief zukommen lassen, in dem die Gräfin einen Liebhaber zum Stelldichein bittet. Die Gräfin fürchtet des Grafen Eifersucht. Doch Figaro will mit dem Brief den Grafen verwirren und ihn in der Zwischenzeit mit der Hochzeit überraschen. Gleichzeitig soll Susanna den Grafen zu einem Treffen bitten, doch an ihrer Stelle soll Cherubino in Frauenkleidern den Grafen erwarten und beschämen.

CHERUBINOS VERKLEIDUNG
Cherubino, nachdem er der Gräfin ein Liebeslied gesungen hat (Voi che sapete), wird von Susanna und Gräfin als Susanna verkleidet (Venite, inginocchiatevi). Nebenbei bemerken sie, dass das Offizierspatent, das der Graf Cherubino ausgestellt hat, ungültig ist, da das Siegel fehlt.

DER EIFERSÜCHTIGE GRAF
Der Graf, der inzwischen den gefälschten Brief erhalten hat, in dem die Gräfin einen Liebhaber einlädt, vermutet nämlichen Liebhaber im Zimmer der Gräfin. Tatsächlich hat sich bei seinem Eintreten Cherubino im Garderobenschrank versteckt. Die Gräfin behauptet, Susanna sei in der Garderobe und weigert sich, die Tür dorthin zu öffnen. Graf und Gräfin gehen, um einen Zweitschlüssel zu holen.

SUSANNAS TRICK
Susanna befreit Cherubino aus der Garderobe und schließt sich selbst dort ein. Cherubino flieht mit einem Sprung vom Balkon.

EIN WUNDER
Graf und Gräfin kehren zurück. Die Gräfin, die nicht weiß, dass sich nun Susanna in der Garderobe befindet, gesteht dem Grafen, dass sie hier Cherubino versteckt hält. Als die Tür geöffnet wird, steht Susanna da. Die Frauen behaupten, sie hätten den Grafen nur täuschen wollen, um ihn von seiner Eifersucht zu heilen. Sie gestehen, auch den Brief gefälscht zu haben.

FIGARO WIRD VERHÖRT
Figaro kommt, um alle zur Hochzeit abzuholen. Der Graf, der weiß, dass der Brief von Figaro stammt, will, dass dieser seine Intrige gesteht. Doch Figaro leugnet eisern, von irgendetwas zu wissen.

DER MISSTRAUISCHE GÄRTNER
Antonio, der Gärtner, hat jemanden vom Balkon aus in den Garten springen sehen. Die Vermutung, es könnte sich dabei um Cherubino handeln, wird von Figaro dementiert: Er selbst sei es gewesen. Antonio zeigt das Offizierspatent, das der Täter verloren hat. Noch einmal rettet Figaro die Situation, indem er vorgibt, das Papier an sich genommen zu haben, weil das Siegel fehle.

GELD ODER LIEBE?
Endlich erscheinen Marcellina, Bartolo und Basilio, um das Heiratsversprechen Figaros einzuklagen. Entweder, Figaro zahlt die Schulden an Marcellina zurück, oder er muss sie heiraten (Voi signor, che giusto siete). Susanna, Gräfin und Figaro sind mit ihrem Latein am Ende, die übrigen freuen sich, vorerst Figaros Hochzeit mit Susanna verhindert zu haben.

DRITTER AKT

DER PLAN DER GRÄFIN
Der Graf ist verwirrt: Hat die Gräfin oder hat sie nicht…? Die Gräfin allerdings ergreift nun selbst die Initiative. Susanna soll dem Grafen ein Stelldichein zusagen, zu dem die Gräfin im Kleid Susannas erscheinen will.

DIE WAFFEN DER FRAU
Susanna verspricht dem Grafen ein Rendezvous. Er ist überglücklich, endlich erhört zu werden (Crudel! Perchè fi nora). Auch wenn Susanna weiß, dass die Gräf- in an ihrer Stelle zu dem Treffen gehen wird, deutet die Musik doch an, dass auch ihr der Graf nicht gleichgültig ist.

DER VERWUNDETE GRAF
Eine kurze Bemerkung Susannas zu Figaro lässt den Grafen ahnen, dass er noch nicht gewonnen hat. Es schmerzt ihn, dass Figaro glücklich sein soll, wo er selbst aus Liebe leidet (Vedrò mentr‘io sospiro).

BARBARINA RETTET CHERUBINO
Barbarina, die ebenfalls am Hof des Grafen angestellt ist, nimmt Cherubino unter ihre Fittiche. Als Mädchen verkleidet soll er bei ihr sein und vom Grafen unerkannt bleiben.

DIE ZERSTÖRTE GRÄFIN
Die Gräfin bekommt Angst vor ihrer eigenen Courage. So weit ist es gekommen, dass sie auf die Hilfe ihrer Dienerin Susanna angewiesen ist. Sie hofft, die Liebe des Grafen für sich zurückgewinnen zu können (Dove sono i bei momenti).

EINE ÜBERRASCHENDE ENTDECKUNG
Der Richter Don Curzio verurteilt Figaro dazu, entweder das Geld zurückzuzahlen (unmöglich, da er keines hat) – oder Marcellina zu heiraten. Während der Verhandlung stellt sich heraus, dass Marcellina die Mutter Figaros ist, und Bartolo sein Vater. Eltern und Sohn fallen sich gerührt in die Arme. Auch Marcellina und Bartolo wollen nun endlich heiraten. Einer Doppelhochzeit steht nichts mehr im Wege.

POST FÜR DEN GRAFEN
Susanna und die Gräfin schreiben gemeinsam einen Brief, in dem sie den Ort des Treffens angeben: Unter den Pinien will die Gräfin (verkleidet als Susanna) den Grafen erwarten (Sull‘ aria). Der Brief wird mit einer Nadel versiegelt, die der Überbringer als Bestätigung an Susanna zurückgeben soll.

HULDIGUNG MIT PANNE
Die Frauen huldigen ihrer Gräfin mit einem Lied. Unter ihnen befindet sich Cherubino, der durch Antonio enttarnt wird. Barbarina bittet den Grafen, ihr als Gegenleistung für frühere Liebesdienste Cherubino zum Mann zu geben.

HOCHZEIT!
Im Hintergrund beginnt das Volk das Hochzeitsfest zu feiern. Die Paare werden vermählt. Der Graf erhält im Gedränge Susannas Brief mit der Nadel.

VIERTER AKT

BARBARINAS NADEL
Barbarina hat die Nadel verloren, die sie auf Befehl des Grafen an Susanna zur Bestätigung des Rendezvous zurückgeben sollte (L‘ho perduta). Sie erzählt Figaro freimütig von dem Verlust, der nun glaubt, Susanna habe sich tatsächlich mit dem Grafen verabredet.

MÜTTERLICHER RAT
Figaro erzählt seiner Mutter Marcellina von Susannas mutmaßlichem Rendezvous mit dem Grafen. Marcellina beschwichtigt ihn, er solle zwar auf der Hut sein, aber Susanna nicht ohne Beweis verurteilen.

SOMMERNACHT IM GARTEN
Barbarina sucht nach Cherubino. Figaro hat Bartolo und Basilio herbestellt: Sie sollen ihn bei der Rache an Susanna unterstützen. Alle drei gehen auf ihre Wachposten. Figaro wartet auf Susannas Erscheinen. Verzweifelt über den angeblichen Betrug Susannas glaubt er, Frauen seien grundsätzlich grausam, selbst wenn sie Liebe zeigen (Tuto è disposto). Susanna, die Gräfin (im Kleid von Susanna) und Marcellina verstecken sich an unterschiedlichen Stellen. Sie wissen, dass Figaro in der Nähe ist und sie beobachtet. Susanna singt ein Liebeslied, um Figaro eifersüchtig zu machen, denn er muss glauben, es gelte dem Grafen (Deh vieni, non tardar). Cherubino, auf der Suche nach Barbarina, entdeckt Susanna. Er überhäuft sie ungebeten mit Zärtlichkeiten und bemerkt nicht, dass es sich eigentlich um die Gräfin handelt. Der Graf kommt dazu und erhält versehentlich einen Kuss von Cherubino.

Figaro springt auf, um Susanna inflagranti zu ertappen und muss eine für Cherubino bestimmte Ohrfeige vom Grafen einstecken. Figaro zieht sich wieder zurück. Der Graf fällt über Susanna her, die Gräfin spielt das Spiel mit. Figaro erkennt Susanna, die ihn mit verstellter Stimme anspricht. Er tut so, als ob er glaube, sie sei die Gräfin und macht sich an sie ran. Das bringt Susanna in Rage, sie gibt die Verstellung auf und prügelt auf Figaro ein. Nachdem Figaro ihr gesteht, dass er gewusst habe, sie sei nicht die Gräfin, sondern Susanna, schließen beide wieder Frieden (Pace, pace mio dolce tesoro). Figaro und Susanna (immer noch in den Kleidern der Gräfin) spielen dem umherirrenden Grafen eine Liebesszene zwischen Figaro und Gräfin vor.

Der Graf ist außer sich, seine Frau mit Figaro zu sehen und ruft Leute herbei. Er will Rache. Erst als die Gräfin offenbart, dass der Graf, durch ihre Verkleidung als Susanna getäuscht, sie selbst beglückt hat, sieht der seinen Fehler ein und bittet um Verzeihung. Da nun alle ihre Liebe gefunden haben (auch wenn bis vor kurzem keiner von ihnen wusste, wen er da vor sich hat), kann man endlich zum Feiern übergehen.

Übersicht

Fotogalerie

Markus Butter (Il Conte d'Almaviva), Ute Selbig (La Contessa d'Almaviva), Stephanie Atanasov (Cherubino)| Le nozze di Figaro / Die Hochzeit des Figaro|© Matthias Creutziger

Video

Le nozze di Figaro / Die Hochzeit des Figaro
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