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Moskau, Tscherjomuschki

1958 – in Moskau herrscht akute Wohnungsnot. Hoffnung bietet eine Trabantenstadt mit dem verheißungsvollen Namen Tscherjomuschki, den man auf deutsch als »Kirschbäumchen« übersetzen könnte. Vier Paare folgen dem propagandistisch bejubelten Glücksversprechen der sowjetischen Regierung und bemühen sich um eine Bleibe in Tscherjomuschki: der Fremdenführer Bubenzow mit seiner jungen Frau Mascha, Boris und Lidotschka, die sich gerade erst kennen und später lieben lernen, sowie Lidotschkas Vater Barbunow und Sergej, ein alter Freund Boris’ und Chauffeur des Funktionärs Drebednjow, welcher mit seiner Frau das letzte Paar der Heimatsuchenden bildet. Die vielversprechende Wohnanlage entpuppt sich jedoch schnell als schlampig gebaute Abschiebestation, in der die öde Wildnis des Plattenbaus wenig heimelig anmutet und Korruption den Alltag bestimmt.
Unter dem Deckmantel einer Komödie enthüllt Dmitri Schostakowitsch die Wahrheit über die sowjetische Umsiedlungspolitik im politischen Tauwetter der Chruschtschow-Ära. Dabei helfen ihm damals wie heute mitreißende Melodien – inspiriert durch das amerikanische Musical und die westliche Operette – , die Staatsvertreter hinter vordergründigem Lachen bloßzustellen.

Musikalische Komödie in drei Akten von Dmitri Schostakowitsch
In deutscher Sprache
In Semper 2

Einführungsmatinee am 16.02.2014 11:00 Uhr in Semper 2.

Aufführungen / Besetzung

21.02.2014
20:00 Uhr
23.02.2014
20:00 Uhr
25.02.2014
19:00 Uhr
28.02.2014
19:00 Uhr
02.03.2014
16:00 Uhr
04.03.2014
19:00 Uhr
06.03.2014
19:00 Uhr
28.03.2014
19:30 Uhr
30.03.2014
19:30 Uhr
31.03.2014
19:00 Uhr
02.04.2014
19:00 Uhr

Musikalische Leitung: Mikhail Agrest
Inszenierung: Christine Mielitz
Bühnen- und Kostümbild: Christian Rinke
Dramaturgie: Valeska Stern

Besetzung am 21.02.2014

Sascha: Alexander Hajek
Mascha: Sabine Brohm
Baburow: Tom Martinsen
Lidotschka: Nadja Mchantaf
Boris: Sebastian Wartig
Ljusja: Christel Lötzsch
Drebednjow: Matthias Henneberg
Wawa: Christiane Hossfeld
Barabaschkin: Michael Kranebitter

Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden

Mit Solistinnen und Solisten des Ensembles der Semperoper Dresden