/
/
/
/
/
 
Semperoper und Junge Szene auf Facebook Semperoper Dresden auf Twitter Wir auf Youtube

Simplicius Simplicissimus

Fotogallerie für Simplicius Simplicissimus - Insgesamt 5 Fotos.

Der Schafhirt Simplicissimus, der »Allereinfältig­ste«, flüchtet vor den Gräueltaten des Krieges zu einem Einsiedler. Nach dessen Tod gelangt er zum Gouverneur, der Gefallen an dem Burschen findet, da er immer naiv die Wahrheit sagt. Als Hofnarr nennt Simplicissimus zur Ergötzung und Erheiterung der reichen Gesellschaft deren Untaten beim Namen, bis hier in einem Rachefeldzug der Tod um sich schlägt und er alleine zurück bleibt.
Als einen Komponisten, der »Bekenntnis ablegen« will, hat sich Karl Amadeus Hartmann einst bezeichnet. Mit der Kammeroper »Simplicius Simplicissimus« schuf er, dessen Werke von den Nationalsozialisten als »entartet« unterdrückt wur­den, ein zeitloses Plädoyer gegen Gewalt und Schrecken. In dem als Vorlage dienenden Roman »Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch« aus dem Jahre 1669 verarbeitete Jakob Christoffel von Grimmelshausen das deutsche Trauma des 17. Jahrhunderts: den Dreißigjährigen Krieg. Mitte der 1930er Jahre, vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs sowie in Vorahnung der kommenden menschenverachtenden Gewalt, entdeckte Hartmann die aktuelle Brisanz dieses Stoffes und zugleich seine allegorische Zeitlosigkeit. 1949, nach der Uraufführung in Köln sowie ein Jahr vor der Dresdner Erstaufführung, schrieb die »Welt«: »Hartmanns Musik trommelt für die Ideale der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit, sie singt wie mit Engelszungen von Güte und von Mensch­lichkeit.«

Aufführungsort: Semper 2
Aufgrund der besonderen Bühnensituation ist bei dieser Veranstaltung kein verspäteter Einlass möglich.


Ausführliche Inhaltsangabe

Drei Szenen aus seiner Jugend nach Hans Jakob Christoph von Grimmelshausen. Von Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann. In deutscher Sprache.

Gesamtdauer 1 Stunde 25 Minuten

Premiere am 21.10.2011

In der aktuellen Saison keine Vorstellungen.


Inszenierung: Manfred Weiß
Bühnenbild/Kostüme: Okarina Peter
Licht: Marco Dietzel
Chor: Christof Bauer
Dramaturgie: Nora Schmid

Fotogalerie

Staatsopernchor|Simplicius Simplicissimus|© Matthias Creutziger

Video

Simplicius Simplicissimus
Simplicius Simplicissimus
Simplicius Simplicissimus