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Premiere:

La clemenza di Tito / Titus

Samstag, 26.05.2012

Als Auftragswerk anlässlich der Krönung von Leopold II. zum böhmischen König 1791 in Prag uraufgeführt, stellt Mozarts Oper »La clemenza di Tito« die Frage, wie sich ein Herrscher oder eine herrschende Klasse zu verhalten hat. Mozarts Antwort ist überraschend. Die Oper ist gegen die Erwartung über weite Strecken keine hymnische Festveranstaltung, sondern ein regelrechter Krimi. Intrigen sind keine Seltenheit an diesem Ort, bis sogar die Stadt Rom in Flammen steht. mehr...

Glückwunsch an die Madonna:

Salome, Lulu und Alcina

Eine große Jubiläumsausstellung in der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden feiert ab 26. Mai Raffaels Gemälde der Sixtinischen Madonna, das in diesem Jahr 500 Jahre alt wird. Und drei große Opernfrauen gratulieren: Ermäßigte Karten (zirka 50 Prozent) in den Preiskategorien 1 bis 3 für jedermann sind die Geschenke von Salome, Lulu und Alcina an die berühmte Nachbarin und die Zuschauer, und zwar für die Vorstellungen von Richard Strauss’ »Salome« am Donnerstag, 31. Mai, von Alban Bergs »Lulu« am Freitag, 22. Juni und von Georg Friedrich Händels »Alcina« am 7. Juli. Ermäßigte Karten in den Preiskategorien 1 bis 3 sind ab sofort für die genannten Vorstellungen in der Schinkelwache am Theaterplatz (T 0351 4911 705) erhältlich.

Gastspiel am 24. und 25. Mai:

La liberazione di Ruggiero dal Isola d’Alcina

Mit Francesca Caccinis »La liberazione di Ruggiero dal Isola d’Alcina« ist am 24. und 25. Mai jeweils um 19 Uhr die Schola Cantorum Basiliensis – Musik Akademie Basel in Dresden in Semper 2 zu Gast. Regie führte Manfred Weiß, am Pult steht Giorgio Paronuzzi. Es musizieren Sängerinnen und Sänger der Opernklasse und Instrumentalisten der Schola Cantorum Basiliensis, einer der renommiertesten Ausbildungs- und Forschungsstätten für Alte Musik.
Ein junger vielversprechender Krieger, gefangen im Liebeszauber einer schönen Verführerin, die ihn seine Herkunft und seine Bestimmung vergessen lässt – dieses Urmotiv einer »verhängnisvollen« Paarbeziehung liefert die Handlung für Stück. Dass an der Entstehung und Erstaufführung dieser Ballettoper Frauen maßgeblich beteiligt waren – Francesca Caccini als Komponistin und Maria Magdalena von Österreich als Auftraggeberin – verleiht ihr eine besondere Note: Der Kampf zweier Frauen, der Verführerin Alcina und der mahnenden Mutterfigur Melissa, erscheint weit wichtiger als das männliche Heldentum des befreiten Ruggiero. »La liberazione« tritt damit in facettenreichen Austausch zu anderen Ariost-Opern, etwa zur mehr als 100 Jahre später komponierten »Alcina« von Georg Friedrich Händel, die ebenfalls an der Semperoper zu sehen ist, und zwar in dieser Spielzeit noch einmal am 7. Juli um 16 Uhr sowie in der kommenden Spielzeit am 17. und 27. März und am 1. April 2013.