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Kolloquium »Richard Wagner in Dresden«

Fotogallerie für Kolloquium »Richard Wagner in Dresden« - Insgesamt  Fotos.

Einleitung des Wagner-Jahres 2013 auf Semper 2

詳細解説

Hans-Peter Lühr, Autor: Zum Vorglühen auf’s Wagnerjahr

Die Semperoper und der Dresdner Geschichtsverein stimmen mit einem gemeinsamen Kolloquium auf das Jubiläumsjahr Richard Wagners ein.

Nicht von ungefähr zählt die Semperoper Richard Wagner zu ihren Hausgöttern, ging er doch hier in Dresden wesentliche Schritte seiner Laufbahn, die sein gesamtes musikalisches Werk wie auch seine Persönlichkeit bestimmten.

Das Kolloquium »Richard Wagner in Dresden« zum 200. Geburtstag des Komponisten wird sich mit sechs Vorträgen auf diese wichtigen Dresdner Jahre Richard Wagners einschließlich seiner Jugendzeit konzentrieren.

Ausführlich wird die Rolle des Hofkapellmeisters Richard Wagner zur Sprache kommen, der nach den erfolgreichen Uraufführungen von »Rienzi« und »Der fliegende Holländer« im Februar 1843 an die Königliche Hofoper nach Dresden berufen wurde; ebenso sein Wirken als Hofkapellmeister nicht nur eigener Werke. Wagners schnell wachsender Freundeskreis wird betrachtet – Stimulans und oft auch Schutz für den musikalischen Unruhegeist. Besonders eng entwickelte sich dabei die Beziehung zu Gottfried Semper, dessen Opernhaus Ort erster Erfolge, dessen Demokratievorstellung aber gleichermaßen eindrücklich für den Weltgeist Wagner wurde.

Ein eigenes Kapitel ist deshalb auch Wagners Rolle in der bürgerlichen Revolution von 1848/49 gewidmet, der publizistischen Energie des Theaterreformers, der zum Umstürzler der Gesellschaft mutierte. Sein Eintreten für die Paulskirchenverfassung führte ihn mit Bakunin auf die Semperschen Barrikaden des Maiaufstandes von 1849 und damit in einer scharfen Wendung der Verhältnisse ins Exil. Da allerdings hatte Wagner nicht nur wichtige Opern schon geschrieben, sondern das ganze, die Kunstwelt revolutionierende Gesamtwerk als Konzept entworfen. Ihm galt sein ferneres Leben.

Immer unterschätzt in dieser energischen Existenz: Minna, die Frau an Wagners Seite. Im Laufe ihrer Ehe war sie so etwas wie das Regulativ für das »einzige Genie des 19. Jahrhunderts« (Thomas Bernhard), eine gefeierte Schauspielerin und durchaus emanzipiert, aber eben auch verlässliche Partnerin in einem oft genug von Krankheiten, Krisen und Geldnöten belasteten Alltag.

Aus den Vorträgen, weiteren Texten von Prof. Dr. Eckart Kröplin, Prof. Dr. Udo Bermbach und Michael Hurshel zum Thema sowie Statements von Musikern über ihre Beziehung zu Richard Wagner, u.a. von Christian Thielemann und Prof. Dr. Eckart Haupt, entsteht ein Dresdner Heft, das am Jahresende 2012 erscheint.

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