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La grande magia / Der große Zauber

Oper in fünf Bildern von Manfred Trojahn frei nach Eduardo de Filippos gleichnamigem Schauspiel Libretto von Christian Martin Fuchs

詳細解説

Wie schnell kann es gehen, dass einer Liebesheirat Enttäuschung und Vereinsamung folgen. Calogero ist es nicht gelungen, aus der Sängerin Marta eine glückliche, bürgerliche Ehefrau zu machen. Jeder ersehnt sich vom anderen, was der nicht geben kann.
Während einer inszenierten Zaubervorstellung verschwindet Marta. Das bringt den Zauberer Otto Marvuglio in Nöten. Getreu seiner Lebensweisheit »Hinaus aus dem grauen Alltag, hinein in die geheimsten Wünsche der Seele und das Glück erkennen« hat er Marta durch einen Zaubertrick den Argusaugen ihres Ehemanns Calogero entzogen. Nur für einen Augenblick sollte der sie allein treffen wollende Mariano seine Chance bekommen. Marta kehrt nicht zurück.
Während sie an Lebenserfahrung gewinnt, lebt Calogero in einer Illusionswelt. Otto hat für ihn die Theorie der nicht vergehenden Zeit und der nicht verschwundenen Marta entwickelt. Diese soll sich verzaubert in einer Schatulle befinden, von der sich Calogero nicht mehr trennt. Nur, wenn er sie mit wahrem Glauben an Liebe und Treue öffnet, würde er Marta darin finden – sagt Otto. Calogero hält die Schatulle verschlossen und ist mit dem Sinnbild seiner idealen Liebe glücklich. Als Marta leibhaftig zurückkehrt, scheut er vor der Realität zurück.

1. Bild

Auf der Terrasse eines Hotels am Meer. Familie Di Spelta verbringt hier wie jedes Jahr die Sommerwochen in traditionsbewusster Gemeinschaft. Doch schnell zeigt sich: der Name Di Spelta hat Risse.
Gregorio, angeblich Marcellos Sohn, träumt von seiner Cousine Rosa. Und Rosa, von unerfüllter Ehe mit Oreste gelangweilt, scheint einem Abenteuer nicht abgeneigt, hatte aber in früheren Tagen bereits eine Affäre mit ihrem Onkel Marcello. Oreste, an seiner Frau längst desinteressiert, hat nur einen Traum: die Ernennung zum Munizipaldirektor. Über allen Lügen thront Matilde, Mutter von Rosa und Calogero - sie hält die Familie in Ehren.
Calogeros Ehe mit der Sängerin Marta krankt an einem unüberwindlichen Irrtum. Er versucht sie im Namen der Familie vom Theater fern zu halten. Doch für Marta ist ein Leben ohne Bühne unvorstellbar.
Als zwei seltsame Fremde, Arturo und Amelia, auf der Terrasse auftauchen und von den ungeheuren Künsten des »berühmten« Zauberers Professor Marvuglia berichten, glaubt ihnen Calogero nicht. Bald darauf erscheint Marvuglia tatsächlich, erschöpft, verarmt, zweitklassig und immer im Streit mit seiner Frau Zaira, die sein Wanderleben satt hat. Für einen schäbigen Geldbetrag hat er sich von dem verliebten Mariano überreden lassen, Marta für ein kurzes Rendezvous wegzuzaubern.

2. Bild

Abend auf der Seeterrasse. Professor Marvuglia lässt Marta unter dem Beifall der Familie verschwinden und gerät kurz darauf in schwere Not. Denn entgegen der Verabredung flüchten Marta und Mariano, und Calogero, rasend vor Eifersucht, fordert seine Frau zurück. Prof. Marvuglia weiß sich nicht zu helfen und übergibt ihm eine Schatulle, in der Calogero seine Frau finden wird, wenn er sie im wahren Glauben an »Treue und Liebe« öffnet. Entgegen aller Erwartung nimmt Calogero die Schatulle an und lässt sie geschlossen.

3. Bild

Eine Zwischenstation auf der Flucht. Schnell wird klar, Martas Trennung von Calogero gilt nicht dem gemeinsamen Glück mit Mariano. Ihre Suche nach Lebensfülle führt sie zur Bühne.

4. Bild

Wohnung Prof. Marvuglias, einige Tage später. Die todkranke Amelia fantasiert, als Calogero auftaucht. Er ist verzweifelt und zermürbt von der Ungewissheit, ob der Zauber echt ist. Und wieder gerät Otto Marvuglia in Not, die ihn dazu verleitet, den Zauber zu erweitern: alles, was Calogero um sich herum wahrnimmt, ist nur Spiel. In Wirklichkeit befinden sie sich noch immer auf der Terrasse des Hotels, behauptet Marvuglia. Calogero nimmt die vollkommene Illusion an.

5. Bild

In der Wohnung der Di Speltas, sieben Jahre später. Calogero lebt noch immer in seiner Welt der Illusion. Aber in diesem »Spiel« hat er seine Möglichkeiten als Familienoberhaupt genutzt und beherrscht nun die anderen. Die selbstsüchtigen Lebensentwürfe der Familienmitglieder sind endgültig in die Sackgasse geraten und erstarrt. Sie haben ihm nichts entgegen zu setzen. Auch Prof. Marvuglia, Zaira und Arturo sind in seinen Bannkreis geraten und vermögen die Illusion, die sie selbst geschaffen haben, nicht mehr zu lösen. Denn Calogero arbeitet an sich: Nach sieben Jahren ist jetzt der Tag gekommen, an dem er sich wagt, die Schatulle zu öffnen. Und Marta – von Zaira geholt – erscheint leibhaftig. Aber Calogero erträgt diese Wirklichkeit nicht. Auch Marta wird für ihn zur Illusion seines »Spiels«. Er bleibt mit der Schatulle allein.

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