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Faust / Margarete

Fotogallerie für Faust/ Margarete     - Insgesamt 5 Fotos.

Oper in fünf Akten von Charles Gounod. In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

詳細解説

Goethes Wunsch, sein »Faust«-Drama für die Opernbühne vertont zu erleben, ließ sich durch den von ihm favorisierten Tonsetzer nicht erfüllen – denn dieser lebte nicht mehr: «Die Musik müsste im Charakter des ‹Don Juan› sein, Mozart hätte den ‹Faust› komponieren müssen.» Die Liste großer Komponisten ist lang, die sich im Laufe der Zeit mit der bedeutendsten deutschen Tragödie auseinandersetzten – darunter Robert Schumann, Franz Liszt, Hector Berlioz, Ferruccio Busoni, Arrigo Boito und Alfred Schnittke. Aber Charles Gounod war es, der mit seinem »Faust« Berühmtheit erlangte, worin Solostücke wie Marguerites »Juwelenarie«, Méphistophélès’ »Rondo vom Goldenen Kalb« oder Chornummern wie der »Faustwalzer« größten Anklang finden. Gounods Erfolg basiert auf dem Boulevardstück »Faust et Marguerite«, das der Autor Michel Carré gemeinsam mit Jules Barbier in Anlehnung an Goethes Tragödie zum Opernlibretto umarbeitete. Dieses bewegt sich jedoch nur an der Handlungsoberfläche und taucht nicht in die metaphysischen Dimensionen Goethescher Fragestellungen ein. So drängt Gounods Faust-Figur nicht nach Erkenntnis, »was die Welt im Innersten zusammenhält«, sondern ist reduziert auf den Wunsch nach Jugend und Liebeserfüllung. Dies steht im Zentrum des Geschehens und gestaltet sich höchst problematisch zwischen Faust und Marguerite. Die Konzentration der Oper auf die Gretchen-Tragödie, aber auch der Respekt vor Goethes Drama führten dazu, dass sich nach der Pariser Uraufführung 1859 vor allem in Deutschland der Titel »Margarete« durchsetzte – erstmals in Dresden im Jahre 1861. In der dramatischen, melodisch höchst reichen Musik treffen in der überarbeiteten Version rezitativische Passagen auf Arien, Couplets, Choräle, Walzer und Märsche, die in ihrer Buntheit die Wirkung bis heute nicht verfehlen: Neben »Carmen« und »Hoffmanns Erzählungen« zählt Gounods »Faust« zu den meistgespielten französischen Opern.

Handlung

1. Akt

Faust verzweifelt an der Unvollkommenheit menschlichen Strebens. Allein die von draußen in sein Zimmer dringenden Stimmen und Lieder vermögen es, ihn davon abzubringen, sich mit Gift zu töten. Unter Anrufung des Teufels verflucht er seinen Glauben und die Wissenschaft. Méphistophélès erscheint und lässt in einer Vision das Bild von Marguerite entstehen, in welches sich Faust sofort verliebt. Méphistophélès verspricht ihm gegen den Preis seiner Seele die Erfüllung seiner Wünsche nach Liebe und Jugend.


2. Akt

Méphistophélès gewährt Faust in folgende Geschehnisse Einblick: Ausgelassen feiert das Volk ein Fest. Nur Valentin, der Bruder von Marguerite, ist betrübt: Er hat den Befehl erhalten, in den Krieg zu ziehen. Seine Freunde, Wagner und Siébel, sollen in seiner Abwesenheit seine Schwester beschützen. Méphistophélès zieht mit dämonischen Tricks und Prophezeiungen die Aufmerksamkeit der Menge auf sich. Mit ihm gerät Valentin in Streit, der seine Schwester verspottet sieht – es kommt zum Disput, der unter dem Zeichen teuflischer Machenschaften zu stehen scheint. Das Volksfest nimmt mit Walzerklang seinen Fortgang.
Faust gelingt es, sich Marguerite zu nähern, die jedoch sein Werben abwehrt; doch Méphistophélès sichert ihm den amourösen Erfolg zu.

PAUSE

3. Akt

Siébel erwartet Marguerite. Auch er verehrt sie und hinterlegt ihr als Zeichen seiner Liebe Blumen. Mit einer neben den Strauß gestellten Juwelenschatulle will Méphistophélès für Faust den Widerstand Marguerites brechen.
Marguerite ist sofort vom Schmuck geblendet. Die Nachbarin Marthe zerstreut ihre moralischen Bedenken, ob dies überhaupt als Geschenk für sie gedacht sei. In einem Ablenkungsmanöver gelingt es Méphistophélès, Marthe von Marguerite zu trennen, damit Faust seiner Angebeteten unbemerkt nahe kommen kann. Er gesteht Marguerite seine Liebe, die sie nach anfänglichem Zögern erwidert – zur höhnischen Freude von Méphistophélès.

PAUSE

4. Akt

Marguerite denkt an ihren Geliebten, der sie verlassen hat.
Während sie ihr Kind zur Welt bringt, kehren Soldaten aus dem Krieg heim; unter ihnen auch Marguerites Bruder Valentin, der von ihrer Schande erfährt.
Als Méphistophélès auf die Verlassene ein hämisches Ständchen singt, erscheint Valentin, um sich an Faust, dem Verführer seiner Schwester, zu rächen. Diesem steht Méphistophélès erfolgreich helfend bei – sterbend verflucht Valentin seine Schwester. Sie wird zur Mörderin ihres Kindes.
Marguerite sucht Trost bei Gott und fleht um Vergebung ihrer Sünden. Méphistophélès versucht alles, um ihre Hoffnung auf Gottes Beistand zu vernichten.

5. Akt

Dem Tod nahe, verbringt Marguerite ihre letzten Stunden in geistiger Umnachtung.
Méphistophélès fordert Faust auf, Marguerite aufzusuchen, um sie zur Flucht zu bewegen; sie aber vermag ihm nicht zu folgen, sondern durchlebt lediglich vergangene, gemeinsame glückliche Zeiten. In Marguerites Todesmoment mischen sich unter Méphistophélès’ Verkündung ihrer Verdammnis Chöre der Erlösung.

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フォトギャラリー

Donnie Ray Albert (Mephistophélès), Markus Butter (Valentin)| Faust/ Margarete    |© Matthias Creutziger

映像

Faust/ Margarete
Faust/ Margarete
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