Wie oft in den Bühnenwerken von Richard Strauss steht auch in »Daphne« ein Frauenschicksal im Mittelpunkt. Zugleich dreht sich dieses Werk um eines der ältesten Opernthemen: die Legende von Daphne und Gott Apollo, wie Ovid sie in seinen »Metamorphosen« erzählt hat. Plutarch brachte den verliebten Leukippos mit ins Spiel, der im Wettstreit mit Apollo um Daphnes Gunst wirbt, sich ihr als Frau verkleidet nähert und von seinem Nebenbuhler getötet wird. Ihrem Wunsch zufolge wird Daphne daraufhin eins mit der Natur und verwandelt sich in einen Lorbeerbaum, so dass sie unsterblich wird.
Das Libretto zu dieser Bukolischen Tragödie verfasste Joseph Gregor. Strauss gab sich erst mit der dritten Textfassung zufrieden, zuvor bemängelte er, dass »alles geschrieben und nicht auf der Bühne gesehen sei«. Im sizilianischen Taormina, wo sich Strauss seinen Träumen von Antike hingab, entstanden weite Teile der Komposition. Aus der arkadischen Idylle mit tragischen Untertönen wurde eine Studie über die Unvereinbarkeit von apollinischer und dionysischer Lebensform. Die Uraufführung fand am 15. Oktober 1938 in Dresden statt unter der Leitung von Karl Böhm, dem Strauss seine »Daphne« widmete.
Kostenlose Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernkeller
Bukolische Tragödie in einem Aufzug von Richard Strauss. In deutscher Sprache mit Übertiteln.
上演時間 1 時間 50 分
プレミエ: 2010年10月02日
演出: Torsten Fischer
装置: Herbert Schäfer
衣装: Andreas Janczyk
絵画: Vasilis Triantafillopoulos
照明: ファビオ・アントチ
合唱: パブロ・アッサンテ
ドラマトゥルギー: ノラ・シュミット