
Schon immer spielte die Heranbildung des musikalischen Nachwuchses bei der Staatskapelle eine besondere Rolle: Bereits in der Gründungsurkunde von 1548 heißt es, es solle «allezeit, einer vnder den grossen personen der vor den anderen, sunderlich gelehrt, vnnd geschigkt, sein werde vor einen praeceptor der knaben gebraucht werden.» Im 19. Jahrhundert gründete ein Kapellmusiker das Dresdner Konservatorium, und 1923 rief Generalmusikdirektor Fritz Busch die «Orchesterschule der Sächsischen Staatskapelle» ins Leben – womit das Orchester die Ausbildung des Nachwuchses vollkommen in die eigenen Hände nahm. An diese Tradition wurde 1993 mit der Einrichtung einer ersten Orchesterakademie angeknüpft, die im Januar 2008 durch das besondere Engagement der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen erneut gegründet werden konnte.
Die «Orchesterakademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden e.V.» ermöglicht es jungen, hochbegabten Musikern nach bestandenem Probespiel in einer praxisorientierten Ausbildung nach und nach in den Orchesterdienst «hineinzuwachsen». In der zweijährigen Ausbildungszeit werden die Akademisten von erfahrenen Kapellmusikern unterrichtet und – im Idealfall – auf ein Engagement in der Staatskapelle vorbereitet. Mit der Einrichtung soll dem allgemeinen Mangel an qualifi ziertem Orchesternachwuchs begegnet werden und gleichzeitig die einzigartige Spielweise und Klangkultur der Staatskapelle für die Zukunft gesichert werden.
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