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Wir erreichen den Fluss / We come to the River

Fotogallerie für Wir erreichen den Fluss / We come to the River - Insgesamt 5 Fotos.

»Wir stehen an dem Flusse. Ist dort auch kein Steg, wir gehen durch. Wir werden stehn auf dem andern Ufer. Unser Schritt ist so sicher jetzt, wir können nicht mehr untergehn.« Zu vernehmen sind diese Worte gegen Ende von »Wir erreichen den Fluss« aus den bereits erkalteten Mündern von Todesopfern, die ein Krieg forderte. Gemeinsam schleudern sie uns damit die Mahnung entgegen, Grenzen zu überwinden, Seiten zu wechseln und den Fluss der (Todes-)Gefahr zu überqueren – »vielleicht ein schwacher Strahl Hoffnung, eben so viel, um dem Pessimismus nicht anheimzufallen«, wie sich der Komponist Hans Werner Henze hierzu äußerte. Mit »Wir erreichen den Fluss«, uraufgeführt in London 1976, legte der Komponist sein vielleicht politischstes Werk vor, eine offene Stellungnahme gegen Krieg, Fremdherrschaft und Unterdrückung. Die »Handlungen für Musik« (Actions for Music) verfolgen die Entwicklung eines Generals, der einhergehend mit zunehmender Erblindung einen Erkenntnisprozess durchlebt, in dem er vom Kriegstreiber zum Gewaltverweigerer reift – ein Blinder wird zum Sehenden. Tableauartig verschränken sich die 11 Bilder des OEuvres, die einerseits Schauplätze wie Hauptquartier und Schlachtfeld, andererseits Aktionen und Folgen des Krieges aufzeigen, wie etwa Hinrichtung und Szenen in einem Irrenhaus. Rahmensprengend und im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend ist allein die Zahl der über 100 Rollen, das riesige Instrumentarium, die Klangerfahrungen, die gemacht werden, und auch die Raumdisposition, die drei separate Spielebenen inklusive drei ihnen zugeordnete Orchester verlangt; alles so weit wie möglich IN den Zuschauerraum verlegt. Eine Invasion in der Semperoper, ein Anschlag auf den Ort der Kultur, der zum Kriegsschauplatz und in unausweichlicher Publikumsnähe gleichsam zum Appell wird, sich der Kunst als Utopie zu stellen.

Wie die Inszenierung von Elisabeth Stöppler entsteht, ist hier mitzuerleben: Ein Making-of erzählt von den Proben, Henzes Intentionen, den Kostümen, dem Bühnenbild, den Sängern und dem Dirigenten und begleitet den Produktionsprozess bis zur Premiere, die das Werk am 13. September 2012 feiert.

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Ausführliche Inhaltsangabe

Handlungen für Musik von Hans Werner Henze, nach einem Text von Edward Bond.
In deutscher Sprache

Gesamtdauer 3 Stunden

Kostenlose Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Premiere am 13.09.2012

In der aktuellen Saison keine Vorstellungen.

Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühnenbild: Rebecca Ringst
Co-Bühnenbild: Annett Hunger
Kostüme: Frank Lichtenberg
Licht: Fabio Antoci
Dramaturgie: Stefan Ulrich

Fotogalerie

Rainer Maria Röhr (Leutnant Hillcourt ), Iris Vermillion (Alte Frau)|Wir erreichen den Fluss/We come to the River|© Matthias Creutziger

Video

Wir erreichen den Fluss / We come to the River
Wir erreichen den Fluss / We come to the River
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