Romeo und Julia – zwei Namen, die in ihrer Verbindung für eine bedingungslose Liebe und ein fatales Ende stehen; für eine Radikalität, Grenzen zu überwinden und doch grausam zu scheitern. William Shakespeares gleichnamige Tragödie inspirierte stets Künstler aller Couleur, sich mit dem mittlerweile wohl berühmtesten Liebespaar der Theaterwelt auseinanderzusetzen, welches die Zuschauer bis zum heutigen Tage in ihren emotionalen Bann zieht. Komponisten wie Bellini, Gounod, Tschaikowsky und Bernstein ließen sich von dem Stoff inspirieren, auch entdeckte der Film bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Story über diese Liebe, die nicht ausgelebt werden kann. Unübertroffen in seiner musikalischen Umsetzung, mittlerweile zum Klassiker avanciert und von den Spielplänen nicht mehr wegzudenken ist auch Sergej Prokofjews Ballett »Romeo und Julia«, das 1938 in Brünn uraufgeführt und für das Kirov-Ballett in Leningrad im Jahre 1940 verändert und erweitert wurde.
Der Choreograf für die Produktion des Semperoper Ballett ist international äußerst gefragt und auch den Dresdnern kein Unbekannter mehr: Stijn Celis war hier bisher mit seinen Werken »Vertigo Maze«, »Cinderella« und »Les noces« vertreten – höchst expressiv in seiner Bewegungssprache und stets äußerst durchdacht in Interpretation und Zugriff auf das gewählte Sujet. Entsprechend interpretiert er »Romeo und Julia« vor dem Hintergrund zweier verfeindeter, in Gewalt und Unterdrückung verhafteter Clans. Eine Verzweiflungstat soll die Ketten der Prägung sprengen und abstreifen, auf dass sich an drittem Orte Liebe entwickle und Neues aufbaue. Doch dies verkommt zur Utopie und wird dem Liebespaar zum tödlichen Verhängnis.
Ballett in drei Akten. Choreografie von Stijn Celis: Neukreation
Gesamtdauer 2 Stunden
Premiere am 22.03.2013
Choreografie: Stijn Celis
Musik: Sergej Prokofjew
Bühne & Licht: Jan Versweyveld
Kostüme: Catherine Voeffray
Dramaturgie: Stefan Ulrich
Semperoper Ballett
NDR Radiophilharmonie (2012/13)
Sächsische Staatskapelle Dresden (2013/14)
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Semperoper
Projektpartner
Sparkassen-Finanzgruppe Sachsen
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Sparkassen-Versicherung Sachsen
Sachsen Bank