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Dresden SemperOper Ballett

Tanz schaffen, der vom Herzen kommt und zum Herzen spricht
Das Dresden Semperoper Ballett in der neuen Saison 2009|2010

Getanzt wurde schon immer in der Barockstadt. Doch erst Carl Maria von Weber setzte sich für ein fest engagiertes Ballettensemble ein. In den Neunzehnhundertzwanzigern: Eine frühe künstlerische Blütezeit, die sich später in großen Choreografien unter den Ballettdirektoren Tom Schilling, Harald Wandtke und zuletzt Vladimir Derevianko fortsetzte. Das einundzwanzigste Jahrhundert: Aaron S. Watkin übernahm als Ballettdirektor am 1. August 2006 das Dresden Semperoper Ballett.

Die Heimat des Dresden Semperoper Ballett ist die Sächsische Staatsoper Dresden, besser unter dem Namen Semperoper bekannt. Sie zählt zu den schönsten historischen Opernhäusern der Welt. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1985 mit einer der größten und bestausgestatteten Bühnen Europas wiedereröffnet. Das Dresden Semperoper Ballett gibt dort 70 Vorstellungen pro Saison und wird dabei von der Sächsischen Staatskapelle Dresden, einem der führenden Orchester der Welt, begleitet.

Die Company umfasst heute etwa 60 Tänzerinnen und Tänzer unterschiedlichster Nationen, was ihr internationales Flair verleiht. Das Dresden Semperoper Ballett tanzt Werke des romantischen, klassischen, neoklassischen und modernen Repertoires. Die große Anzahl der Tänzer und das laufende Balletttraining, das alle entscheidenden klassischen Tanzstile umfasst, erlaubt es der Company, sowohl ihrer Verantwortlichkeit gegenüber dem abendfüllenden Handlungsballett, wie auch kontrastreichen, zeitgenössischen dreiteiligen Ballettabenden nachzukommen. Das Ballettensemble Dresden kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Unter der Leitung von Ellen Cleve-Petz als Ballettmeisterin erlebte das Ballett in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in der Semperoper einen ersten Höhepunkt. Es wurden Werke geschaffen, die zum Besten gehörten, was man damals auf deutschen Bühnen sehen konnte. Mit der Zerstörung der Dresdner Theater am 13.| 14. Februar 1945 schien auch die Ballettarbeit in ihrer Weiterentwicklung abgebrochen.

Aber bald folgten große abendfüllende Ballettwerke der klassisch-romantischen Tradition an verschieden Spielorten. Es handelte sich um sowjetische Ballette – oft in DDR-Erstaufführungen – daneben entstanden viele Uraufführungen. Insbesondere das jahrelange Wirken von Tom Schilling, der die Ballettgeschichte der DDR maßgeblich beeinflusst hat, beförderte die Dresdner Ballettarbeit in den 50er und 60er Jahren.

Die Arbeiten des Chefchoreografen Harald Wandtke rückten die Dresdner Ballettarbeit seit 1978 erneut in das Interesse von Publikum und Fachwelt. Von 1985 an in der wiedererbauten Semperoper beheimatet, bewies das Ballettensemble mit einer Vielzahl von Aufführungen vor einheimischem und internationalem Publikum sein hohes künstlerisches Leistungsvermögen.

Neben Arbeiten von Harald Wandtke waren solche von internationalen Choreografen zu sehen, u.a. von Oleg Winogradow, Konstantin Russu, Hilda Riveros, Emöke Pöstenyi und Birgit Cullberg.

Von 1993 bis 2006 war Vladimir Derevianko Künstlerischer Direktor des von ihm so genannten Ballett Dresden. Er erweiterte das Repertoire der Company durch Werke führender Choreografen wie Mauro Bigonzetti, Mats Ek, William Forsythe, Jiri Kylian, John Neumeier, Uwe Scholz, Glen Tetley, Stephan Thoss, Vladimir Vassiliev und Petr Zuska.

Mit Beginn der Spielzeit 2006|2007 bekleidet Aaron S. Watkin die Position des Ballettdirektors des neuen Dresden Semperoper Ballett und hat mit David Dawson, der von August 2006 bis Juli 2009 Hauschoreograf war, und dem Ensemble den Weg ins neue Jahrtausend beschritten.

Tanz zu schaffen, der vom Herzen kommt und zum Herzen spricht und durch die Kunst der Bewegung jene tiefen menschlichen Emotionen zu ergründen, die Worte manchmal nicht ausdrücken können: Das sind Ziel und Aufgabe der neuen Company des Dresden Semperoper Ballett. 


Das Dresden Semperoper Ballett ist Mitglied des europäischen Förderprogramms D.A.N.C.E.