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Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Podrobný obsah

1. Aufzug Während eines heftigen Sturmes sucht der Kaufherr und Seefahrer Daland mit seinem Schiff Zuflucht in einer kleinen Bucht, nur wenige Meilen noch entfernt von seinem Heim. Ermüdet ruht sich die Mannschaft aus. Nur der Steuermann soll auf Wacht bleiben, doch auch ihn übermannt der Schlaf. Unheimlich schon in seiner äußeren Erscheinung geht nun ein zweites Schiff vor Anker. Ihm entsteigt der Holländer. Verflucht sind er und seine Mannschaft – auf ewig über die Meere der Welt fahren zu müssen. Ein Kap wollte er einst umsegeln, und sei’s mit Satans Hilfe. Eine Verheißung nur bleibt ihm: alle sieben Jahre darf er ans Land gehen und ein Weib freien. Doch nur wenn diese Frau, sein Geschick erfahrend, ihm Treue bis in den Tod bewahrt, kann er vom Fluch erlöst werden.
Daland, auf das Deck seines Schiffes tretend, bemerkt erstaunt das fremde Schiff, den fremden Kapitän. Ein Gespräch knüpft sich an. Der Holländer bietet ihm Schätze, um in seinem Hause Herberge finden zu können. Und als er gar erfährt, dass Daland eine Tochter hat, bittet er spontan um ihre Hand. Der Reichtum des Holländers bewegt Daland sofort zur Zusage. Aufkommender Südwind ermöglicht beiden die kurze Fahrt zu Dalands Haus. 2. Aufzug Strickend und spinnend sitzen junge Mädchen und Frauen um Senta, die Tochter Dalands, und Mary, deren Amme. Mit Liedern und scherzenden Reden vertreiben sie sich die Zeit. Nur Senta scheint wie abwesend. Ein großes Bild vom sagenhaften fliegenden Holländer und eine von Mary oft vorgetragene Ballade über diesen unglücklichen Seefahrer bewegen seit langem ihr Gemüt. Als ihre Bitte, Mary möge die Ballade ein weiteres Mal vortragen, von dieser brüsk abgelehnt wird, singt sie sie selbst. Mehr und mehr ergriffen hören die anderen zu. Am Schluss steigert sich Senta so sehr in die Erzählung, dass sie, ganz außer sich, aufspringt und ausruft: »Ich sei’s, die dich durch ihre Treu’ erlöse«. Das musste der hereintretende Erik anhören. Er liebt Senta und glaubt sich von ihr geliebt. Er bittet sie, von ihrem Hirngespinst zu lassen; ihn mahne ein böser Traum: sie geben einem fremden Mann sich hin, den der Vater mitbrachte. Auch hierin sieht die begeistert zuhörende Senta nur ein Gleichbild ihres Holländers. Entsetzt verlässt Erik sie.
Daland tritt mit dem Holländer ein. Ein erstaunter Aufschrei Sentas. Unverwandt blickt man sich an. Es gelingt Daland kaum, seiner Tochter deutlich zu machen, dass dies ein Eidam nach seinen Wünschen sei. Er lässt sie allein. In träumerischer Entrücktheit nähern sich beide. Eine tiefe innere Übereinstimmung führt sie zueinander.
Der zurückkehrende Daland besiegelt glücklich das Verlöbnis. 3. Aufzug Im Hafen feiern die heimkehrenden Matrosen. Mädchen bringen ihnen Körbe voll Essen und Wein. Man ruft auch zum Holländerschiff hinüber, lädt ein zum Mitfeiern. Doch eigenartig, niemand antwortet.
Unheimlich berührt ziehen die Mädchen sich zurück. Die Matrosen feiern immer ausgelassener weiter, bis ihnen gespensterhaft abschreckend die Holländermannschaft entgegentritt. Verwirrt, ja voller Angst verlassen die norwegischen Matrosen den Schauplatz. Senta versucht, Erik zu entfliehen; dieser verfolgt sie, bedrängt und beschwört sie, erinnert an ihr einst gegebenes Liebesversprechen. In tiefer Verzweiflung tritt der Holländer, der alles mit anhören musste, zwischen sie. Er glaubt sich und auch Senta endgültig verloren. Doch will er das Mädchen retten, da sie ihm vor »dem Ewigen« noch keine Treue geschworen habe. Er gibt sich nun allen als der fliegende Holländer zu erkennen. Entsetzt weicht man zurück. Aber Senta, unbeirrt in ihrer Haltung, beweist ihm Treue bis zum Tod.
Durch die unzerstörbare Liebe einer Frau wird dem Holländer Erlösung zuteil.

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